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Sessenbach

Nach monatelanger Debatte: Kita Sessenbach wird erweitert

Stephanie Kühr

Nach einer monatelangen Debatte ist es nun beschlossene Sache: Der Kindergarten Sessenbach wird im Jahr 2018 erweitert. In einer gemeinsamen Sitzung haben sich die Ortsgemeinderäte von Alsbach, Caan, Sessenbach und Wirscheid auf eine Umbau- und Erweiterungsmaßnahme der Kindertagesstätte Sessenbach geeinigt. Während Caan, Sessenbach und Wirscheid einstimmig votierten, stimmte der Alsbacher Rat mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung mehrheitlich für das Projekt. Die Gemeinschaftseinrichtung der vier Ortsgemeinden platzt wegen steigender Kinderzahlen aus allen Nähten; Eltern müssen für die Aufnahme ihrer Kinder zurzeit noch längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Nach einer monatelangen Hängepartie ist es jetzt beschlossen: Die Gemeinden Alsbach, Caan, Sessenbach und Wirscheid werden den Kindergarten in Sessenbach durch einen 200 Quadratmeter großen Erweiterungsbau vergrößern. Dadurch entstehen bis 2019 35 neue Kita-Plätze.
Nach einer monatelangen Hängepartie ist es jetzt beschlossen: Die Gemeinden Alsbach, Caan, Sessenbach und Wirscheid werden den Kindergarten in Sessenbach durch einen 200 Quadratmeter großen Erweiterungsbau vergrößern. Dadurch entstehen bis 2019 35 neue Kita-Plätze.
Foto: Grafik Eulberg

Das Gremium, das unter Vorsitz des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, Michael Merz, und seines Ersten Beigeordneten Wolfgang Zirfas tagte, vergab zugleich den Auftrag für die Umsetzung der rund 1,1 Millionen Euro teuren Baumaßnahme an das Büro des Architekten Benno Eulberg aus Hundsdorf. Das Fachbüro hatte im Vorfeld die Pläne für den Erweiterungsbau gefertigt.

Mit dem Beschluss haben die vier Gemeinden nach einer monatelangen Hängepartie grünes Licht gegeben für einen rund 200 Quadratmeter großen Erweiterungsbau, der auf dem Nachbargrundstück der Kita im Wiesengrund gebaut und über einen Verbindungsgang mit dem Kindergartengebäude verbunden wird. Im Zuge der Baumaßnahme soll der Altbau umgebaut und saniert werden.

Der Förderantrag für das Bauprojekt muss indes noch gestellt werden. Nach ersten Schätzungen der VG-Verwaltung können vom Land Rheinland-Pfalz für die beiden in der Kita neu einzurichtenden Gruppen bis zu 297.332 Euro an Fördermitteln fließen. Vom Westerwaldkreis könnten für die beiden Gruppen 96.000 Euro und für die neu einzurichtenden Ganztagsplätze 10.500 Euro gewährt werden. Unter dem Strich kann die Maßnahme insgesamt mit bis zu 403.832 Euro gefördert werden. Die vier Ortsgemeinden müssen den Berechnungen des Rathauses zufolge damit rund 716.000 Euro selbst finanzieren. Dabei werden die Kosten nach einem fest gelegten Schlüssel unter den vier Dörfern aufgeteilt: Die Kostenaufteilung erfolgt zu 50 Prozent nach der Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz und zu 50 Prozent nach der Finanzkraft der Kommune. Die vier Gemeinden werden die Mittel in ihren Haushalten für das Jahr 2018 bereitstellen; zur Finanzierung der Maßnahme müssen sie auf Kredite zurückgreifen.

In der Sitzung beauftragten die Gemeinderäte darüber hinaus ihre Ortsbürgermeister, sich gemeinsam um eine provisorische Unterbringung der Kindergartenkinder während der mindestens zwölfmonatigen Bauphase zu kümmern. Dabei wird eine Containerlösung in der Nähe der Kita bevorzugt. Die Kosten dieser Interimslösung liegen bei einer Laufzeit von 15 Monaten bei bis zu 25.000 Euro, sagt Herbert Minnig, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste bei der VG. Dies sei allerdings eine „sehr vage Schätzung“. Hinzu kommen die Kosten für die Hausanschlüsse und die laufenden Nebenkosten, so Minnig.

Die viergruppige Einrichtung in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde hat zurzeit 90-Kita-Plätze, darunter 48 Ganztagsplätze sowie 19 Plätze für Kinder unter drei Jahren (U 3-Plätze). Leiterin Doris Kleudgen hofft nun, dass mit Hilfe der Containerlösung zunächst eine fünfte, provisorische Gruppe eingerichtet werden kann, die 25 Kinder, darunter 6 U 3-Kinder, aufnimmt (geöffnete Gruppe). Wird zusätzlich eine Regelgruppe in eine geöffnete Gruppe umgewandelt, wären weitere 6 U 3-Plätze gewonnen. Unter dem Strich hätte die Kita dann 115 Plätze, davon 31 U 3-Plätze, vorausgesetzt, das Kreisjugendamt stimmt zu. „Das wäre für uns eine deutliche Entlastung“, sagt Doris Kleudgen. Ist der Erweiterungsbau fertig, soll eine sechste Gruppe als Krippengruppe mit zehn Plätzen geschaffen werden.

Seit Anfang des Jahres hatten die vier Gemeinden darüber diskutiert, wie die fehlenden Kita-Plätze geschaffen werden können. Mit der Entscheidung über den rund 1,1 Millionen Erweiterungsbau hatten sich einige Kommunen schwer getan. Während Sessenbach und Wirscheid sich bereits früh für das Bauprojekt ausgesprochen hatten, zeigten sich Alsbach und Caan abwartend. Denn beide Gemeinden sind finanziell am Limit. Das Kreisjugendamt hatte derweil signalisiert, dass die Kommunalaufsicht einer Kreditaufnahme für den Kita-Bau zustimmen werde, da die Schaffung von Kita-Plätzen eine kommunale Pflichtaufgabe ist. Auf Bitten der Gemeinden hatte die VG-Verwaltung zwischenzeitlich geprüft, ob der Kindergarten ein Provisorium in einem leer stehenden Trakt der Grundschule Nauort einrichten könnte. Die Kosten für den Umbau wurden auf 500.000 Euro geschätzt, zuzüglich der Monatsmiete von 1600 Euro und der Nebenkosten – Geld, das Sessenbach und Wirscheid lieber in einen Erweiterungsbau investieren wollten.

Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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