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Limburg

Limburger Bischof kritisiert Donum Vitae

Der Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, hat die Beratungspraxis von Donum Vitae kritisiert.

Donum Vitae ist ein nach dem Ausstieg der katholischen Bischöfe aus dem gesetzlichen Beratungssystem 1999 gegründeter bürgerlicher Verein, der sich selbst zum Ziel gesetzt hat, das katholische Element in der Schwangerschaftskonfliktberatung zu erhalten. Die Gründung entsprang laut Verein der Überzeugung, dass eine ergebnisoffene, aber zielgerichtete Beratung die beste Möglichkeit ist, um ungeborenes Leben zu schützen. Inzwischen ist Donum Vitae an mehr als 180 Orten in der Bundesrepublik mit Beratungsstellen vertreten, darunter auch in Montabaur. 

Die katholische Kirche setze sich bedingungslos für ein Ja zum Leben ein, sagte der Bischof. Sie ermutige werdende Mütter und Väter, ihr Kind anzunehmen und an der Verantwortung für das von Gott geschenkte und ihnen anvertraute Leben zu wachsen. Deshalb komme für katholische Christen der Weg, den Donum Vitae beschreite, nicht infrage. Der Bischof wörtlich: „Gerade in der Rückschau auf die letzten Jahre wird deutlich, welcher Bewusstseinswandel stattfindet, wenn die Tötung ungeborenen Lebens rechtliche Deckung erfährt. Ein Mitwirken daran stellt der Weg dar, den Donum Vitae geht.“ Ein Schwangerschaftsabbruch bedeute „die gewollte Tötung eines Kindes und ziehe unübersehbar seelische und körperliche Belastungen für Mütter und Väter nach sich“. Und weiter äußert der Bischof: „Weil für uns als katholische Kirche das Ja zum Leben ohne Alternative ist, können wir uns nicht an einem System beteiligen, das durch das Ausstellen eines Scheines den Anschein erweckt, jede Entscheidung sei rechtmäßig und damit gleich gültig. Die Entscheidung gegen ein Kind kann nicht vom Recht gedeckt werden.“

Die Deutschen Bischöfe haben sich laut Bischof mit einer Erklärung aus dem Jahr 2006 klar positioniert. Danach sei der private Verein Donum Vitae eine Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche. Aus diesem Grund seien institutionelle und personelle Kooperationen sowie ein Engagement im Verein parallel zu kirchlichem Dienst nicht möglich, betont der Limburger Oberhirte.

 

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