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    SessenbachKonzertreigen: Sessenbacher Zupfmusiker feiern ihren 90.

    Aus dem kulturellen Leben der Gemeinde Sessenbach ist das Mandolinenorchester 1927 Sessenbach dank seiner Konzerte und der Mitwirkung an Dorffesten nicht wegzudenken. Jetzt wird das Ensemble unter seiner Dirigentin Corina Supper-Münzer stattliche 90 Jahre alt.

    Das Mandolinenorchester 1927 Sessenbach feiert seinen 90. Geburtstag am Freitag und Sonntag mit einem irischen Abend und einer Musik- und Genuss-Matinee. Dabei wird nicht nur musiziert, sondern auch fröhlich gefeiert – und das mit kulinarischen Köstlichkeiten. Foto: Mandolinenorchester Sessenbach
    Das Mandolinenorchester 1927 Sessenbach feiert seinen 90. Geburtstag am Freitag und Sonntag mit einem irischen Abend und einer Musik- und Genuss-Matinee. Dabei wird nicht nur musiziert, sondern auch fröhlich gefeiert – und das mit kulinarischen Köstlichkeiten.
    Foto: Mandolinenorchester Sessenbach

    Und das ist ein Grund zum Feiern. Deshalb lädt das Mandolinenorchester Musikfreunde für Freitag, 19. Mai, um 20 Uhr zum „Irischen Abend“ mit Live-Musik der Gruppe Seytenspiel und kulinarischen Köstlichkeiten aus Irland ins Landhotel Wolf-Mertes in Sessenbach ein (der Eintritt ist frei). Doch das ist nicht alles: Mit einer „Musik- und Genuss-Matinee“ mit dem Mandolinenorchester und seinem Nachwuchsorchester, den „Saitenhüpfern, geht es gleich am Sonntag, 21. Mai, ab 11 Uhr, im Landhotel weiter (Eintritt für Erwachsene 8 Euro).

    „Dass ein Verein nach 90 Jahren noch besteht, ist nicht selbstverständlich – und mit so vielen jungen aktiven Mitgliedern erst recht nicht“, freut sich die Erste Vorsitzende des Orchesters Lucia Zinndorf. Die Sessenbacherin, die seit 1993 an der Spitze des Vereins steht, und Kassierer Dieter Allmann sind sozusagen Urgesteine des Vereins – denn sie sind seit 55 Jahren aktiv dabei und seit 50 Jahren zugleich im Vorstand tätig. „Alle anderen sind wesentlich jünger“, meint Lucia Zinndorf schmunzelnd.

    Ein Blick zurück: „Das Mandolinenorchester wurde 1927 von jungen Männern aus dem Ort gegründet. Sie kauften die notwendigen Instrumente und engagierten einen Musiklehrer, der ihnen die Noten und das Spielen beibrachte“, erzählt sie. Heute besteht das Mandolinenorchester aus 17 aktiven Spielern, Männern wie Frauen, Kindern wie Erwachsenen, in den Registern erste und zweite Mandoline, Mandola, Gitarre und Bass. Die Musiker werden bei Bedarf von Querflöte, Saxofon, Violine und Percussion unterstützt, erläutert die 66-Jährige.

    Das Ensemble ist Mitglied in der Vereinigung Westerwälder Mandolinenorchester und seit 1993 im Bund Deutscher Zupfmusiker. „Unsere Mitglieder haben die hier angebotenen Fortbildungsmöglichkeiten rege genutzt“, erzählt die Vereinsvorsitzende. Dadurch habe sich nicht nur die Spielart, sondern auch das Repertoire des Vereins verändert, sagt sie. Heute reicht die Bandbreite des Ensembles von klassischer Mandolinenmusik des 18. und 19. Jahrhunderts über europäische Folklore bis hin zu Pop- und Rock-Musik. Dazu gehört auch Filmmusik wie „Fluch der Karibik“ oder „Music“.

    Als regelrechter Glücksfall für das Orchester erwies sich seine engagierte Dirigentin Corina Supper-Münzer. Bereits im Alter von neun Jahren spielte die Musikerin im Orchester mit und übernahm in „einer schwierigen Vereinssituation“, wie Lucia Zinndorf sagt, im Jahr 2001 die musikalische Leitung. Zuvor hatte sie bereits das Nachwuchsorchester dirigiert. Mit der Vollblutmusikerin, die auch als Mandolinen- und Klavierlehrerin sowie als Chorleiterin tätig ist, konnte das Orchester zahlreiche Erfolge erzielen. So belegten die Musiker 2008 den zweiten Platz beim Europäischen Orchesterwettbewerb in Koslar und lagen auch beim Landesorchesterwettbewerb in Kaiserslautern im Jahr 2015 vorn. Mehrere junge Spieler des Vereins haben zudem mit Erfolg bei „Jugend musiziert“ teilgenommen und sogar Musik studiert, erzählt Zinndorf begeistert. Ohnehin hat die Nachwuchsarbeit einen hohen Stellenwert im Verein: Seit dem Jahr 1988 gibt es das Nachwuchsorchester „Saitenhüpfer“, das heute von Barbara Hermann geleitet wird. „Die Ausbildung unseres Nachwuchses erfolgt hauptsächlich durch Orchesterspieler, die sich durch Ausbilder-Lehrgänge weitergebildet haben“, betont Lucia Zinndorf.

    Um den Fortbestand des Orchesters unabhängig von Ausbildung, Studium und Beruf zu sichern, hat sich der Verein etwas einfallen lassen – einfach, aber genial: So finden die Proben nicht nur mittwochs, sondern zusätzlich an einem Proben-Wochenende im Monat statt. „So können Musiker, die wochentags verhindert sind, weiter im Orchester mitspielen“, ist Lucia Zinndorf froh. Und neue Mitglieder seien immer willkommen.

    Weitere Infos und Kontakt unter www.mandolinenorchester-sessenbach.de

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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