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    Schlick will erweitern und das Parkhaus der Stadtwerke Neuwied kaufen

    Wie die Jungfrau zum Kinde kamen die Stadtwerke Neuwied 1994 an das städtische Parkhaus an der Luisenstraße. Große Freude hatte das städtische Unternehmen nie an ihrem neuen „Kind“. Schon seit einigen Jahren hat es die Geschäftsführung quasi zur Adoption freigegeben. Jetzt hat sich ein Interessent gefunden: die Familie Schlick.

    Noch betreiben die Stadtwerke das Parkhaus in der Neuwieder City. Bald soll es der Familie Schlick gehören.
    Noch betreiben die Stadtwerke das Parkhaus in der Neuwieder City. Bald soll es der Familie Schlick gehören.
    Foto: Jörg Niebergall

    Dr. Robert Schlick beabsichtigt, einen entsprechenden Kaufvertrag mit den Stadtwerken zu schließen. Er kündigte an, das Haus weiterhin als öffentliches Parkhaus betreiben zu wollen. Zuvor muss allerdings noch ein formelles Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden. Das muss nach Auskunft von Bauamtsleiter Jörg Steuler deshalb sein, weil das Grundstück als öffentliche Verkehrsfläche mit der besonderen Zweckbestimmung „öffentliches Parkhaus“ ausgewiesen ist. Wenn die Einrichtung nun privat betrieben wird, muss dieser Bebauungsplan entsprechen geändert werden.

    Nachdem der Planungsausschuss bereits grünes Licht für die Einleitung des Verfahrens gegeben hat, befasst sich heute Abend der Stadtrat mit dem Thema. Das Verfahren hat zur Folge, dass mit einem Eigentumsübergang erst in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen ist. Insgesamt verfügt das 1980 mit Fördermitteln des Landes errichtete Parkhaus über 259 Stellplätze.

    Die Stadtwerke Neuwied sind nach Auskunft der beiden Geschäftsführer Dirk Hillesheim und Stefan Herschbach froh, das Sorgenkind abgeben zu können. Jahr für Jahr riss der Parkhausbetrieb ein sechsstelliges Loch in die Kasse. Zuletzt waren es nach Aussage von Dirk Hillesheim 145 000 Euro. „Man musste sich ohnehin die Frage stellen, ob es zu den originären Aufgaben der Stadtwerke zählt, ein Parkhaus zu betreiben.“ Die selbe Frage hat man sich offenbar auch beim Thema Ganzjahresbad gestellt und beschlossen, für den Betrieb der Deichwelle eine eigene GmbH zu gründen (die RZ berichtete).

    Für Dr. Robert Schlick lag ein Ankauf des Parkhauses förmlich auf der Hand: „Wir verfügen über die notwendige Infrastruktur, da wir in unserem Einkaufscenter selbst eine Tiefgarage betreiben“. Für sein Unternehmen bedeutet der Betrieb des Parkhauses also keinen großen Mehraufwand. Zudem trägt sich Schlick mit Erweiterungsplänen, die allerdings noch nicht spruchreif sind. Das bestehende Schlick-Center, das vor allem durch den Frequenzbringer Media-Markt bekannt ist, steuert nun auf eine Vollvermietung zu, wie Robert Schlick der RZ bestätigte. Im November 2009 kam eine große Augenarztpraxis (600 Quadratmeter) hinzu, es folgte ein Orthopäde (250 Quadratmeter), ein Gynäkologe (200 Quadratmeter), und eine Zahnarztpraxis komplettiert in Kürze das Ärztehaus, das mittlerweile im Schlick-Center entstanden ist.

    Weitere Investitionen und Erweiterungen des Centers seien geplant, verriet Schlick. Er leitete im Jahr 1999 den Wandel vom einstigen Möbelhaus zum Einkaufszentrum ein. Im Februar 2000 zog der Media-Markt ein, im Oktober folgte das Modehaus Adler. Weitere Veränderungen folgten in den vergangenen Jahren: Wo einst „Küchen Schlick“ seinen Sitz hatte, verkauft nun Rossmann Drogerieartikel, und wo zuvor die Bäckerei Geisen eine Filiale betrieb, bietet jetzt Höfer seine Backwaren an.

    Das Schlick-Center mit seinen rund 16 000 Quadratmetern verfügt über 210 Plätze in der Tiefgarage; weitere 120 gibt es auf dem Außengelände. Da er den Standort stärken und ausbauen wolle, sei der Ankauf des Stadtwerke-Parkhauses „die logische Konsequenz“, erklärte Robert Schlick.

    Ungeachtet des Parkhaus-Verkaufs wollen die Stadtwerke weiterhin ihr Servicecenter weiter an diesem Standort betreiben, kündigte Dirk Hillesheim an. Man werde einen entsprechenden Mietvertrag abschließen. Möglich sei allerdings auch ein Umzug auf die andere Straßenseite. Marcelo Peerenboom

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