40.000
Aus unserem Archiv
Kreis Neuwied

Protest gegen Bahnlärm wird auch im Kreis Neuwied lauter

Die Vertreter der Deutschen Bahn und des Bundesverkehrsministeriums können sich auf etwas gefasst machen. Immer lauter wird der Protest gegen den anhaltenden Bahnlärm. Mit Unterstützung von Pro Rheintal gründen sich derzeit von Mainz bis Köln weitere Initiativen, die Widerstand leisten wollen. Die einzelnen Gruppierungen wollen Hand in Hand gehen und erst dann Ruhe geben, wenn endlich Ruhe herrscht im Rheintal.

Initiativen aus dem Kreis Neuwied wollen die Notbremse ziehen.
Initiativen aus dem Kreis Neuwied wollen die Notbremse ziehen.
Foto: Pro Rheintal

Die Interessengemeinschaft gegen Bahnlärm und -erschütterung aus Leutesdorf, der Verein zum Schutz gegen Immissionen im Neuwieder Becken, die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm und Pro Rheintal wollen bei der Gründung weiterer Initiativen rechts und links des Rheins behilflich sein. Unterstützung bekommen sie dabei durch den Kreis Neuwied. Das Ziel sind eigenständige und autonome Gruppen, die sich ganz gezielt mit dem Lärmproblem vor Ort befassen und dabei Bürger, Kommunen und Vereine mit einbeziehen.
Unter Leitung des Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach hat sich ein Arbeitskreis Bahnlärm Rheintal gegründet, der zunächst drei Informationsveranstaltungen durchführen will, um Bürger zu motivieren, für mehr Lärmschutz vor Ort einzutreten und sich einer örtlichen Initiative anzuschließen.
„Es ist leider so, dass man am ehesten Gehör findet, wenn man am lautesten schreit. Wir sind bereits auf einem guten Weg“, sagt Frank Gross von Pro Rheintal, denn der Schienenbonus sei gefallen und erste innovative Lärmschutzmaßnahmen stünden derzeit am Rhein in der Erprobung. Außerdem sind die lärmabhängigen Trassenpreise, die für leise Güterwagen sorgen sollen, beschlossene Sache. Das Rheintal kann laut Frank Gross also beginnen, für die Zeit nach dem Lärm zu planen. Wenn der Lärm geht, heißt es von Pro Rheintal, kommen die Touristen, Häuser erhalten ihren wahren Wert und Gesundheitskosten und Krankheitsausfälle sinken.
Doch das Ziel ist noch nicht erreicht. In ganz Deutschland werden die Beschwerden über Bahnlärm immer lauter. Obwohl die Rheinschiene als Brennpunkt in Sachen Lärm gilt und dies seit fast zwei Jahrzehnten moniert wird, besteht nach Ansicht der Initiative die Gefahr, nur noch einer unter vielen zu sein – wenn sich das Engagement von Bürgern und Gemeinden nicht auf der Zielgeraden erhöht.
Eine erste Veranstaltung findet am Mittwoch, 7. März, um 19 Uhr im Bürgersaal in Heister statt. Frank Gross von Pro Rheintal hält dort zunächst einen Vortrag. Es schließt sich eine Diskussion an, die von RZ-Redakteur Marcelo Peerenboom moderiert wird.
Eine weitere Veranstaltung ist am Montag, 12. März, um 19.30 Uhr in der Volkshochschule Neuwied an der Heddesdorfer Straße. Neben Frank Gross wird auch der Mainzer Infrastrukturminister Roger Lewentz erwartet. Veranstalter ist hier der Verein zum Schutz gegen Immissionen im Neuwieder Becken. Dessen neuer Vorsitzender Gunter Fröhlich sagt: „Da auch in der Stadt Neuwied viele Bürger, Institutionen und Firmen Anlieger der Bahnlinie sind, war uns eine eigene Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Leutesdorfer Interessengemeinschaft gegen Bahnlärm mit Unterstützung der Stadt Neuwied wichtig.“ Fröhlich beklagt, dass der Bahnlärm weiter zugenommen hat. „Wenn dagegen nichts unternommen wird, nimmt die Belastung spätestens mit Inbetriebnahme des europäischen Güterverkehrskorridors Nummer eins ab 2015/2016 unerträgliche Ausmaße an.“ (mp)

Neuwied Linz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Neuwied
Donnerstag

15°C - 21°C
Freitag

15°C - 26°C
Samstag

16°C - 29°C
Sonntag

17°C - 29°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach