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Engers

Anbau nötig: Neue Kunosteinschule ist endgültig zu klein

Ulf Steffenfauseweh

Im vergangenen Sommer hatte der Platz so eben noch gereicht, weil 49 i-Dötzchen auf zwei erste Klassen aufgeteilt werden konnten. Jetzt aber wird die erst vor zwei Jahren eingeweihte neue Kunostein-Grundschule in Engers endgültig zu klein.

Schön sieht sie aus, modern ist sie, nur zwei Jahre nach ihrer Einweihung bereits viel zu klein: Die Kunostein-Grundschule ist auf Zweizügigkeit ausgelegt, und im kommenden Schuljahr werden die erste und zweite Klasse dreizügig sein. Daher verhandelt die Stadt jetzt mit dem Land über einen Anbau.
Schön sieht sie aus, modern ist sie, nur zwei Jahre nach ihrer Einweihung bereits viel zu klein: Die Kunostein-Grundschule ist auf Zweizügigkeit ausgelegt, und im kommenden Schuljahr werden die erste und zweite Klasse dreizügig sein. Daher verhandelt die Stadt jetzt mit dem Land über einen Anbau.
Foto: Ulf Steffenfauseweh

Denn an der vom Land gegen den Rat der Stadt komplett zweizügig geplanten Schule werden laut Anmeldezahlen nicht nur drei neue erste Klassen eingeschult, sondern auch die künftige zweite Klasse muss nach den Ferien aufgeteilt werden. Wie Schulleiterin Silke Keck gestern Abend den Eltern mitteilte, wird die Gesamtstärke des Jahrgangs durch Zuzüge und Wiederholer von 49 auf 54 Schüler anwachsen. Und da die Messgrenze pro Klasse bei 24 liegt, sind somit auch sämtliche Toleranzgrenzen für eine Zweizügigkeit überschritten.

Mit Kritik am Land wegen dieser offensichtlichen Fehlplanung hielt sich Bürgermeister Michael Mang (SPD) als zuständiger Schuldezernent auf RZ-Nachfrage dennoch zurück. Wie er ausführte, sei man „in guten Gesprächen“ mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), dass es nicht nur eine Übergangslösung gibt, sondern eine bauliche Erweiterung. Die Hauptfrage sei dabei, ob auf Zweineinhalb- oder Dreizügigkeit angebaut wird. „Mir ist es wichtig, dass wir den Weg gemeinsam gehen. Aber ganz klar ist mein Ziel, dass wir vier zusätzliche Klassenräume anbauen“, machte Mang deutlich. Darüber werde aber auch noch der Schulträgerausschuss zum Ende des Jahres beraten müssen.

Bis wirklich wieder die Bagger an der Orffstraße rollen, wird es ohnehin noch dauern. „Bei optimalem Verlauf könnte der Bau 2020 beginnen“, schätzt Mang mit Verweis auf Finanzierung und Fristen.

Bis dahin muss folglich eine Übergangslösung her. Eine Baugenehmigung für Container hat die Stadt bereits eingeholt. Derzeit prüft das Immobilienmanagement, ob es sinnvoll ist, diesen in der Größe von ein oder zwei Klassenräume aufzustellen. Dabei geht es um die Frage, ob die ADD darauf besteht, dass der Computerraum umfunktioniert wird, auch wenn das nicht dem Willen von Schulleitung und Stadt entspräche. „Das Land kann sagen, dass ein eigener Computerraum nicht mehr benötigt wird, weil in den Klassen Pads benutzt werden“, weiß Mang, macht aber gleichzeitig deutlich, dass der Platz dennoch gebraucht wird, zum Beispiel für Ethik- oder herkunftssprachlichen Unterricht.

Ob die Container pünktlich zum Start des neuen Schuljahres stehen oder ob noch Zwischenlösungen im bestehenden Gebäude gefunden werden müssen, darauf wollte sich Mang zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen.

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