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Oberbrombach

Neues Einsatzfahrzeug für 164000 Euro: Oberbrombacher Feuerwehr erhöht ihre Schlagkraft

Ein rund 164.000 Euro teures Mitbringsel aus Sachsen macht die Freiwillige Feuerwehr Oberbrombach froh. Vertreter der Truppe um Wehrführer Björn Symanzik haben vor wenigen Tagen bei einer Fachfirma in Görlitz ihr neues Einsatzfahrzeug abgeholt und in den Hunsrück gebracht. Mit dem Mittleren Löschfahrzeug (MLF) „wird sich unsere Schlagkraft enorm erhöhen. Zugleich wissen wir aber auch, dass das neue Auto mehr Verantwortung für uns bedeutet“, sagt Symanzik.

In Sachsen abgeholt und nun in Oberbrombach stationiert: Die Feuerwehr im 460-Einwohner-Ort freut sich über ihr neues Auto.  Foto: Björn Symanzik
In Sachsen abgeholt und nun in Oberbrombach stationiert: Die Feuerwehr im 460-Einwohner-Ort freut sich über ihr neues Auto.
Foto: Björn Symanzik

Diese Einschätzung bestätigt Lars Benzel, Wehrleiter der Verbandsgemeinde (VG) Birkenfeld. Das MLF für die Truppe in Oberbrombach ist die erste größere Anschaffung im Rahmen des neuen Fahrzeugkonzepts auf VG-Ebene. „Das MLF ist ein echter Allrounder“, betont Benzel. Für die Brandbekämpfung ist es beispielsweise mit einem 1000-Liter-Wassertank ausgestattet. Es hat zudem eine Wärmebildkamera an Bord, die bei der Suche nach vermissten Personen wichtig ist. Und es ist mit Rettungsschere sowie Spreizer beladen. Die Stationierung in Oberbrombach bedeutet also, dass von einer strategisch wichtigen Stelle aus schnellere Hilfe möglich ist, wenn sich zum Beispiel auf dem B 41-Abschnitt zwischen Birkenfeld und Idar-Oberstein ein schwerer Verkehrsunfall ereignet und Autoinsassen eingeklemmt sind.

Symanzik geht zudem davon aus, dass die Oberbrombacher Wehr künftig auch bei Einsätzen der Risikoklasse B 3 – exemplarisch dafür sei etwa der Dachstuhlbrand eines Wohnhauses, der vor einigen Monaten in Schmißberg ausbrach – stärker gefordert sein wird. In den nächsten zwei, drei Wochen stehe nun noch die Beladung des MLF in der zentralen Wache in Birkenfeld und die intensive Ausbildung der Oberbrombacher Kameraden an ihrem neuen Fahrzeug an, bevor es endgültig seinen Platz im direkt an der B 41 gelegenen Feuerwehrgerätehaus der 460-Einwohner-Gemeinde einnimmt.

Das hat gleichzeitig zur Folge, dass das bisherige Auto der Oberbrombacher Wehr seinen Standort wechselt. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), das Baujahr 2009 ist und nun nach Börfink kommt. Die dortigen Feuerwehrleute haben nämlich bis dato ein mehr als 30 Jahre altes TSF im Einsatz, das erhebliche Mängel aufweist, wie es im Fahrzeugkonzept der VG heißt.

Laut Ausschreibung muss die VG als Trägerin des Brandschutzes 164.000 Euro für den Kauf des Oberbrombacher MLF investieren. Sachbearbeiter Gerhard Ding weist aber darauf hin, dass – verteilt auf die Jahre 2018 bis 2020 – ein Gesamtzuschuss des Landes in Höhe von 51.000 Euro zugesagt ist. Mittel- und langfristig soll der Fuhrpark auch bei anderen Schwerpunktwehren im VG-Gebiet modernisiert werden, sagt Benzel. So sei aus Sicht der Wehrleitung die Anschaffung eines weiteren MLF sinnvoll, „das im Bereich Brücken stationiert wird“.

Zurück nach Oberbrombach: Die dortige Truppe bildet zusammen mit den Kameraden aus Niederbrombach und Sonnenberg-Winnenberg den sogenannten Ausrückbereich 2 in der VG Birkenfeld. Neben der Freude über das neue Einsatzfahrzeug kann Symanzik auch von positiven Entwicklungen berichten. Denn während in Ellenberg die freiwillige Feuerwehr gerade ihre Auflösung beschlossen hat und zum Beispiel in Niederhambach oder Gimbweiler über akuten Personalmangel geklagt wird, sieht der Trend in Oberbrombach anders aus. 2015 wurde dort eine Jugendfeuerwehr gegründet. Ende des Jahres sind dort zwei Nachwuchskräfte so alt, dass sie zu den Aktiven wechseln können. Zwei weitere frühere Mitglieder aus der Jugendabteilung verstärken schon jetzt Symanziks Truppe. Dieser Zuwachs bedeutet, dass die Oberbrombacher Wehr bald aus 20 Aktiven bestehen wird, was der Wehrführer erfreut so kommentiert: „Dass bei der Anzahl unseres Personals eine Zwei vorn steht, war das letzte Mal vor etwa 15 Jahren der Fall.“

Von unserem Redakteur
Axel Munsteiner

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