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    Sienhachenbach

    Luxtram-Hallen werden gut belüftet

    Seit einem Jahr hatte Gerd Wobito nicht gesehen, was aus dem Projekt geworden ist, an dem er mitgearbeitet hatte – damals, als er das Konzept für das dezentrale Lüftungssystem in den Hallen der futuristischen Straßenbahnanlage in Luxemburg-Stadt entworfen hatte. Und er staunte nicht schlecht, als er sah, was sich in diesem einen Jahr auf dem Kirchberg entwickelt hatte. „Mensch, was ist das für eine tolle Sache geworden.“

    Im Hintergrund sieht man die Luxtram-Zugmaschinen im modernen Design, die ab Dezember in Luxemburg-Stadt fahren werden. Am Projekt mitgearbeitet hat Gerd Wobito (Mitte), der in Sienhachenbach ein Ingenieurbüro besitzt. Foto: Gerd Wobito
    Im Hintergrund sieht man die Luxtram-Zugmaschinen im modernen Design, die ab Dezember in Luxemburg-Stadt fahren werden. Am Projekt mitgearbeitet hat Gerd Wobito (Mitte), der in Sienhachenbach ein Ingenieurbüro besitzt.
    Foto: Gerd Wobito

    Tatsächlich sieht das Straßenbahnprojekt, das sich Luxtram nennt, mit seinen aerodynamischen Zugmaschinen nicht nur futuristisch aus, es geht auch mit der Zeit: Künftig sollen nicht mehr Dieselbusse die Mitte und den Süden der Stadt miteinander verbinden, Europaparlament und Flugplatz inklusive, sondern diese Trams, die Straßenbahnen, die über elektrifizierte Oberleitungen geführt werden. Am 10. Dezember wird der erste Zug ans Europaparlament auf dem Kirchberg fahren, drei Monate vorher, am 23. und 24. September, werden die Türen geöffnet, um den Besuchern einen Eindruck davon zu geben, was dort entstanden ist.

    Und Gerd Wobito, der technische Berater aus Sienhachenbach, hat daran mitgearbeitet. Seit mehr als 40 Jahren ist er in der technischen Gebäudeausstattung tätig, davon 15 Jahre als selbstständiger Planer. Er kann in der Industrietechnik eine Reihe bemerkenswerter Referenzen vorweisen: Zum Beispiel hat er an den ersten Baumärkten in Moskau mitgearbeitet, war in Vilnius, der litauischen Hauptstadt, aktiv, hat für Daimler, Bosch, Continental und die Hilton-Gruppe gearbeitet. Und immer war sein Tätigkeitsfeld die technische Gebäudeausstattung, also Heizung, Elektro, Lüftung und Sanitär.

    Im September 2013 hatte er einen Anruf aus Luxemburg erhalten: Das Beratungs- und Planungsbüro RMC Consulting bat ihn, ein Konzept für die Heizungs- und Lüftungsplanung der künftigen Luxtram mit der Montage- und Reparaturhalle auf dem Kirchberg zu entwerfen. Später kamen eine Waschhalle, ein Nachtbahnhof für 32 Züge und ein Verwaltungsgebäude dazu.

    Wobito arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit RMC Consulting in der Objektplanung zusammen, er sagte zu. Für die Montage- und Reparaturhalle gab es 2013 eine Grundplanung, allerdings mit einer zentralen Lüftungsanlage, die nur mit größeren baulichen Maßnahmen zu realisieren war. Wobito bekam den Auftrag für ein Konzept mit dezentralen Lüftungsgeräten, die statt eines tonnenschweren Lüftungsgeräts auf dem Dach die Aufgabe auf kleinere, dezentrale Geräte aufteilt und in die Dachkonstruktion integriert sind. Bei diesem dezentralen System für Heizung und Belüftung benötigt man nur einen Luftkanal, der unter den Dachträgern endet, die Halle kann niedriger gebaut werden, die Wartungskosten sind geringer, weil nur ein kleiner senkrechter Kanal geprüft werden muss. Alles in allem, sagt Wobito, seien durch dieses Alternativsystem und Baumaßnahmen mehr als eine halbe Million Euro eingespart worden.

    Während die Planung lief, trat 2014 und 2016 die EU-Verordnung zur Mindesteffizienz von Lüftungsanlagen in Kraft, die starken Einfluss auf die technische Auslegung von Lüftungsgeräten hat. Die Bestimmungen beschreiben, erklärt Wobito, die Wärmerückgewinnung und die Motorleistung, die mindestens erreicht werden müssen. Auch die Berechnung des Dachsockels fürs Einmontieren der Geräte war nicht einfach. „Insgesamt“, sagt der Sienhachenbacher, „war das Projekt eine große Herausforderung für den Architekten, die Planer von RMC Consulting“ – und für die Produktionsfirma Hoval Heizungs- und Lüftungstechnik in Vaduz in Liechtenstein.

    Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Dahmer

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