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Herrstein/Rhaunen

Fusion: Initiative zieht Antrag auf Bürgerentscheid zurück

Das war mit Sicherheit kein leichter Gang. Am frühen Mittwochmorgen übergab Jana Trotzky, Sprecherin der Initiative „Bürger pro Hunsrück“, Georg Dräger, Bürgermeister der VG Rhaunen, ein Schreiben: Die Initiative zieht ihren Antrag, einen Bürgerentscheid auf Verbandsgemeindeebene durchführen zu lassen, offiziell bei der VG-Verwaltung zurück. Die Initiative „Bürger pro Hunsrück“, die mit viel Einsatz und intensiver Öffentlichkeitsarbeit einen Wechsel der fünf Dörfer Krummenau, Gösenroth, Schwerbach, Oberkirn und Hausen in die Verbandsgemeinde (VG) Kirchberg im Rhein-Hunsrück-Kreis zum Ziel hatte, hatte für Dienstagabend ins Oberkirner Gemeindehaus eingeladen: Rund 50 Besucher kamen und ließen sich erklären, woran das Anliegen der Bürger der einzelnen Orte aktuell scheitert.

Gespräche im Innenministerium in Mainz hatten die Initiative zum Umdenken gebracht: Das Anliegen ist zum jetzigen Zeitpunkt aussichtslos. Auch ein aus Sicht der Initiative positiver Bürgerentscheid hätte nichts an den Plänen der Landesregierung, die Fusion mit allen 50 und nicht nur mit 44 oder 45 Dörfern zu realisieren, geändert. Ausschlaggebend ist die Haltung des Kreistags, die Landkreisgrenzen auf keinen Fall zu verändern. Gut eineinhalb Jahre dauerte der Kampf der Gemeinden, die bis zuletzt an die Chance auf Umsetzung ihres Wechselwunsches geglaubt hatten: Entsprechend groß war die Enttäuschung bei vielen Mitstreitern beim Treffen in Oberkirn.

Trotzky berichtet: „Klar gab es da Frust. Aber der größte Teil der Besucher konnte nachvollziehen, warum der Bürgerentscheid nichts bringt. Ich selbst sehe das Ganze eher nüchtern: Die Gesetzeslage gibt es nicht her.“ Die Initiative werde sich jetzt keinesfalls auflösen oder ihre Ziele komplett aus den Augen verlieren: „Wir werden die Entwicklung beobachten und denken darüber nach, vielleicht eine eigene Liste zu gründen, die dann zur nächsten VG-Ratswahl im Herbst 2018 antritt.“

Dann könnten die Karten womöglich neu gemischt werden und dem Anliegen auf politischer Ebene stärker Nachdruck verliehen werden, hoffen die Akteure der Initiative, die planen, im Rahmen der heutigen Sitzung des VG-Rates Rhaunen – 18.30 Uhr, in der Verwaltung – eine umfassende Stellungnahme zum viel diskutierten Tema abzugeben. Georg Dräger wollte sich am Mittwoch gegenüber der NZ nicht äußern und kündigte an, dass die Problematik sauber abgearbeitet werden soll. Er werde sich im Rahmen der Sitzung am Donnerstagabend äußern.

Von unserer Redakteurin Vera Müller

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