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Kreis Birkenfeld

ABZ-Verlegung: Ein Schildbürgerstreich

Im Mittelpunkt einer Fraktionssitzung der SPD-Kreistagsfraktion stand insbesondere die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) beabsichtigte Verlagerung der Ärztlichen Bereitschaftszentrale (ABZ) von Idar-Oberstein nach Kirn. Einigkeit herrschte bei den Mitgliedern der Fraktion, dass eine solche Entscheidung günstigstenfalls als Schildbürgerstreich bezeichnet werden könne. Idar-Obersteins Oberbürgermeister Bruno Zimmer betonte, dass er gemeinsam mit Bürgermeister Frank Frühauf bereits frühzeitig in dieser Angelegenheit tätig geworden sei und er es für wichtig erachte, dass alle politischen Kräfte gemeinsam agieren, um die ABZ in Idar-Oberstein zu sichern.

Zimmer führte weiter aus, dass er "keinen einzigen nachvollziehbaren Grund" für die Verlegung nach Kirn erkennen könne. Nachdem die Ärzteschaft ihr Einverständnis für die Übergabe der Einrichtung an die KV erklärt hat, so Zimmer, seien alle ursprünglich geäußerten Hindernisse für einen Verbleib am Klinikum beseitigt.

Während das Klinikum als Schwerpunktkrankenhaus alle Notfälle bei Bedarf direkt im Haus behandeln kann, wäre es wohl öfter erforderlich, die Notfallpatienten in Kirn, einem Krankenhaus der Grundversorgung, an andere Krankenhäuser – zum Beispiel auch nach Idar-Oberstein – zur weiteren Behandlung zu überweisen. Diese Feststellung sei ausdrücklich nicht als Diskreditierung des Kirner Krankenhaus zu verstehen, unterstrich Zimmer, sondern ergebe sich einfach aus der unterschiedlichen Ausstattung beider Häuser.

Uwe Weber, Verbandsbürgermeister in Herrstein, betonte, dass es keinen Sinn mache, wenn die fast 50 000 Einwohner der VG Herrstein und der Stadt zur Notfallbehandlung nach Kirn fahren müssten, obwohl Idar-Oberstein die bestmögliche Behandlung gewährleisten kann. Der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss machte deutlich, dass der Idar-Obersteiner Stadtrat und der Verbandsgemeinderat Herrstein in ihren Resolutionen viele Argumente für einen Verbleib der ABZ am jetzigen Standort angeführt haben. Darüber hinaus hätten insbesondere OB Zimmer, Bürgermeister Uwe Weber und er selbst in dieser Angelegenheit zahlreiche Schreiben an die zuständigen Stellen gesandt sowie viele Gespräche geführt, um den Bestand der Bereitschaftsdienstzentrale in Idar-Oberstein zu sichern.

Bruno Zimmer machte abschließend deutlich, dass es "keinem Menschen" im jetzigen Zuständigkeitsbereich der ABZ zu vermitteln sei, warum eine Verlegung nach Kirn Sinn mache. Die SPD-Kommunalpolitiker wollen alle Bemühungen, die ABZ in Idar-Oberstein zu belassen, unterstützen.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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