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Baumholder

VG Baumholder wirbt um internationale Schule: Auch Chinesen könnten im Westrich lernen

Im Dornröschenschlaf befindet sich seit Beginn der Sommerferien das frühere Realschulgebäude an der Straße "Im Brühl". Die 13 Schüler, die derzeit noch in der zehnten Klasse unterrichtet werden, sind ins gegenüberliegende Hauptschulgebäude umgezogen. Die leer stehende Immobilie, die im Besitz der Verbandsgemeinde Baumholder ist, wieder mit Leben zu füllen, ist eine der Aufgaben, die der neue Bürgermeister Bernd Alsfasser von seinem Vorgänger Peter Lang geerbt hat.

Im Dornröschenschlaf liegt das frühere Realschulgebäude seit Ende des vergangenen Schuljahrs. Eine internationale Schule könnte dort aus dem Stand den Betrieb aufnehmen, meinen Bürgermeister Bernd Alsfasser und Fachbereichsleiter Torsten Genenger.  Foto: Michael Fenstermacher
Im Dornröschenschlaf liegt das frühere Realschulgebäude seit Ende des vergangenen Schuljahrs. Eine internationale Schule könnte dort aus dem Stand den Betrieb aufnehmen, meinen Bürgermeister Bernd Alsfasser und Fachbereichsleiter Torsten Genenger.
Foto: Michael Fenstermacher

Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

Um eine mögliche Zukunftsoption ging es bereits bei einem Termin, den beide während der Amtsübergabe Ende August noch gemeinsam absolvierten. Die Kinder chinesischer Geschäftsleute könnten hier künftig an einer internationalen Schule lernen.

"Das Interesse ist da", berichtet Alsfasser, der kürzlich gemeinsam mit Lang und Michael Dietz, Leiter der Stabstelle Wirtschaftsförderung beim Landkreis, für ein Gespräch das internationale Handelszentrum in Neubrücke (ICCN) besuchte. Dabei hätten Gesellschafterin Jane Hou und Geschäftsführer Andreas Scholz vom ICCN signalisiert, dass unter den von ihnen betreuten chinesischen Geschäftsleuten durchaus Bedarf an einer internationalen Privatschule bestehe.

"Für Kinder aus Familien, die in Neubrücke wohnen, wäre der Weg nicht weit. Aber es ist auch denkbar, dass Schüler zunächst ohne ihre Familien hierherkommen und in Gastfamilien wohnen, die ihnen auch die deutsche Kultur vermitteln", erklärt Alsfasser. Und darüber hinaus sei sei aus Sicht der Chinesen auch eine Art Campusmodell vorstellbar, bei dem die älteren Schüler eigene Apartments in einem Gästehaus im Stadtgebiet beziehen würden. "Genügend freien Wohnraum dafür gibt es bei uns in jedem Fall", betont der Bürgermeister.

In eine gute Verhandlungsposition könnte das Interesse aus Neubrücke Alsfasser und Fachbereichsleiter Thorsten Genenger bringen, wenn sie am 22. September – erneut begleitet von Wirtschaftsförderer Dietz – in Kaiserslautern vorstellig werden. Bei Dr. Hans-Günther Clev, Geschäftsführer der regionalen Initiative Zukunftsregion Westpfalz (ZRW), der auch die VG Baumholder seit 2015 angehört, wollen sie für die frühere Realschule als Standort einer internationalen Schule werben. Denn die ZRW ist bereits seit zwei Jahren bestrebt, eine internationale Schule in der Region Kaiserslautern anzusiedeln – bislang jedoch ohne Erfolg, obwohl mit der Schweizer Seelab AG bereits ein Betreiber bereitsteht.

Das Problem, von dem Baumholder profitieren könnte: "In Kaiserslautern gibt es kein geeignetes Gebäude, das frei wäre", berichtet Alsfasser. In Baumholder dagegen, das von Kaiserslautern und auch von Ramstein – auch dort sieht die ZRW im Umfeld des NATO-Stützpunkts Bedarf ausländischer Führungskräfte – aus über die Autobahn zügig zu erreichen ist, wäre die frühere Realschule quasi sofort nutzbar. Ende 1950er-Jahre errichtet, ist das Gebäude zudem immer mit Investitionen auf einem modernen Stand gehalten worden. Top sei die Ausstattung in Sachen EDV und in den naturwissenschaftlichen Fachräumen.

Schon vor Monaten hatten daher Altbürgermeister Lang und Genenger den Standort Baumholder mit einer Präsentation ins Spiel gebracht, die in Kaiserslautern durchaus auf Interesse gestoßen war. Von dem Termin in 14 Tagen erhofft sich die VG nun Klarheit, ob die ZRW als Kooperationspartner infrage kommt. Sollte das nicht der Fall sein, müsste dies aber nicht das Ende der Pläne sein. Es wäre auch denkbar, dass das Handelszentrum in Neubrücke das Projekt mit einem selbst gewählten Bildungsträger organisiert, betonen Alsfasser und Genenger.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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