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    Kröv/Region

    Gesundheitsprojekt an Mittelmosel: Wie es besser geht, sollen die Bürger vorschlagen

    Der Anfang ist gemacht, nun ist es vor allem an den Einwohnern der Verbandsgemeinden Kröv-Bausendorf, Traben-Trarbach und Zell, das Modellprojekt "Gesundheit und Pflege in der Bedarfsregion Mittelmosel" zum Erfolg zu führen. Das Ziel ist ehrgeizig: Bis Mitte 2016 sollen konkrete Vorschläge her, wie man trotz demografischen Wandels dauerhaft eine gute medizinische Versorgung der Menschen in der Region gewährleisten kann. Beim Projektauftakt in der Weinbrunnenhalle Kröver Nacktarsch haben die Partner jetzt die nächsten Schritte auf dem Weg vorgestellt.

    Freuen sich aufs Modellprojekt zu den Themen Gesundheit und Pflege: (von rechts) Ulrich K. Weisgerber (VG Traben-Trarbach), Bernward Helms-Derfert (VG Kröv-Bausendorf), Elisabeth Disteldorf (Klinikum Mittelmosel), Karl Heinz Simon (VG Zell) und Infrastruktur-Staatssekretärin Heike Raab.
    Freuen sich aufs Modellprojekt zu den Themen Gesundheit und Pflege: (von rechts) Ulrich K. Weisgerber (VG Traben-Trarbach), Bernward Helms-Derfert (VG Kröv-Bausendorf), Elisabeth Disteldorf (Klinikum Mittelmosel), Karl Heinz Simon (VG Zell) und Infrastruktur-Staatssekretärin Heike Raab.
    Foto: David Ditzer

    Von unserem Redakteur David Ditzer

    Auch und vor allem ländliche Regionen stellt der demografische Wandel vor enorme Herausforderungen, wenn es um die medizinische Versorgung geht: Der Anteil älterer Menschen an der Einwohnerschaft wächst, der Bedarf an Gesundheits- und Pflegeleistungen steigt. Doch im Pflegesektor fehlt es an Fachkräften, Landärzte finden immer seltener ohne Probleme einen Nachfolger. Ulrich K. Weisgerber, Bürgermeister der VG Traben-Trarbach, unterstrich vor rund 200 Zuhörern in Kröv: "Praxisauf- und -abgaben - das darf so nicht weitergehen." Wenn man nichts dagegen unternehme, werde man künftig Probleme haben, die Menschen in der Region mit Gesundheits- und Pflegeleistungen zu versorgen.

    Land fördert das Projekt mit bis zu 228 000 Euro

    Das gilt für die VG Traben-Trarbach genauso wie für die Nachbarverbandsgemeinden Kröv-Bausendorf und Zell. Genau deshalb gibt es das Gemeinschaftsprojekt dieses Trios und des Klinikums Mittelmosel, das Standorte in Zell und Traben-Trarbach hat. Über seine Zukunftsinitiative "Starke Kommunen - Starkes Land" fördert das Land das Modellprojekt mit bis zu 228 000 Euro, verteilt über die Jahre 2013 bis 2016.

    In erster Linie setzen die Partner an der Mittelmosel für den Erfolg auf Ideen der Menschen, die in der Region leben. "Weil es immer am besten wird, wenn etwas von unten aufgebaut wird", begründete der Zells VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon. "Wir wollen das Potenzial anzapfen, das in Ihren Köpfen steckt." Dazu wurde eine Umfrage gestartet, die noch bis Ende April läuft (siehe Zusatztext). Rund 600 Menschen haben bislang einen sechsseitigen Fragebogen ausgefüllt. Er enthält etwa Fragen zur Qualität der ambulanten und stationären Versorgung. "Wir wollen wissen, was ihre Wünsche sind", sagte Elisabeth Disteldorf, Geschäftsführerin der Trägergesellschaft des Klinikums Mittelmosel.

    Umfrageergebnisse werden im Juni präsentiert

    Die Ergebnisse dieser Befragung sollen während einer Bürgerinformationsveranstaltung im Juni vorgestellt werden. Bis dahin befassen sich eine Lenkungsgruppe, in der alle Projektpartner vertreten sind, sowie ein regionaler Beirat mit einer Analyse des Istzustandes in fünf Handlungsfeldern: Gesundheit, Pflege, Ehrenamt, Mobilität/Infrastruktur und Fachkräfte. In dem Beirat sind alle relevanten Gruppen vertreten, führte Simon aus, zum Beispiel Ärzte, Pflegekräfte oder Physiotherapeuten.

    Aus Ergebnissen der Umfrage und der Bestandsanalyse sollen im Juni die nächsten Schritte abgeleitet werden. Dann sollen erste Arbeitskreise für die einzelnen Handlungsfelder entstehen, Mitglieder dafür gewonnen werden. Bei alledem spielt auch die Regionalentwicklungsgesellschaft Entra aus Winnweiler (Pfalz) eine wichtige Rolle. Sie begleitet und moderiert das Modellprojekt professionell. In Kröv übernahm das deren Mitarbeiterin Michaela Wrobel. Wer Interesse habe, in Zukunft an dem Projekt mitzuwirken, könne sich jederzeit an einen der Partner oder an Entra (Michaela Wrobel, Telefon 06302/9239-17, E-Mail michaela.wrobel@entra.de) wenden.

    Ein solches Interesse bekundeten einige Zuhörer in Kröv bereits. Ihre Ideen und die Gedanken aller anderen Beteiligten werden Basis für den Erfolg des Gesundheits-Modellprojekts an der Mittelmosel sein. Heike Raab, Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, versicherte in Kröv, es sei für die Landesregierung "ein zentrales und wichtiges Projekt". Resultate wolle man "als Best-Practice-Beispiele ins Land hineintragen".

    Infos zu Projekt und Kontakten www.gesundheit-mosel.de

    Das Netz als Mitmachmedium

    Die Umfrage zur Bestandsanlayse im Gesundheitswesen der Region kann man entweder aus dem Internet herunterladen oder sie gleich online ausfüllen. Weil es sich um ein Gemeinschaftsprojekt einer größeren Region handelt, ist die dazugehörige Internetseite nicht nur über die Adresse www.gesundheit-mosel.de erreichbar. Auch über die Endungen „-alftal-kondelwald.de“ sowie „-hunsrück.de“ funktioniert's. Fragebögen sind auch in den VG-Verwaltungen erhältlich. Erste Einfälle zum Projekt kann man direkt auf der Webseite hinterlassen, indem man auf eine Ideenbox klickt. dad

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