40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Mayen: "Haus im Möhren" bleibt dauerhaft geschlossen
  • Aus unserem Archiv
    Mayen

    Mayen: "Haus im Möhren" bleibt dauerhaft geschlossen

    Das "Haus im Möhren" hat als Soldatenfreizeitheim ausgedient. Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS), der das "Haus im Möhren" gehört, wird die Einrichtung nicht wieder eröffnen. Das bestätigte KAS-Geschäftsführer Rainer Krotz auf Anfrage der Rhein-Zeitung.

    Schon seit März 2010 ist das "Haus im Möhren" geschlossen. "Wir haben damals zur Kenntnis genommen, dass die Bundeswehr das Haus nicht mehr so intensiv nutzt", erläutert Krotz. Gemeinsam mit den Soldaten wurde daraufhin in einer Zukunftswerkstatt ein neues Konzept für die Einrichtung entwickelt, die zu einem familienfreundlichen Treffpunkt mit kulturellem Schwerpunkt werden sollte. "Das wäre vermutlich gut angenommen worden", sagt Krotz. Umgesetzt wird das neue Konzept aber nicht mehr. Denn das Bundesverteidigungsministerium hat der KAS jetzt den Auftrag entzogen, das Soldatenfreizeitheim weiter zu betreiben. Mayen ist dabei kein Einzelfall. Die KAS wird auch an fünf weiteren Standorten Einrichtungen schließen.

    Im Fall von Mayen haben finanzielle Gründe den Ausschlag gegeben. Um das geplante neue Konzept umsetzen zu können, wäre ein Umbau des "Hauses im Möhren" erforderlich gewesen. "Dafür hatten wir ursprünglich mit einer Investition von 1 Million Euro gerechnet", schildert Krotz. Eine viel zu optimistische Schätzung, wie sich herausstellte. Denn bei einem Umbau müssen zahlreiche neue Bauvorschriften erfüllt werden, beispielsweise die Energieeinsparverordnung. Dafür ist eine umfangreiche energetische Sanierung von Fassade und Dach des Hauses erforderlich. "Dadurch ist der Investitionsbedarf auf mehr als 4 Millionen Euro gestiegen", sagt Krotz. Als das Verteidigungsministerium, aus dessen Budget die Soldatenfreizeitheime finanziert werden, in diesem Frühjahr den militärischen Bedarf an allen zwölf Einrichtungen der KAS überprüfte, war das Aus für das "Haus im Möhren" absehbar. Der erforderliche Investitionsaufwand steht aus Sicht des Ministeriums in keinem Verhältnis zum erwarteten Nutzen; die "Mittel können nicht zur Verfügung gestellt werden", heißt es in einer Pressemitteilung der KAS.

    Dass es in Mayen gleichwohl Bedarf für eine Soldatenbetreuung gibt, stellt Rainer Krotz nicht in Abrede. Schließlich wird sich die Zahl der Soldaten am Standort Mayen im Zuge der Bundeswehrreform fast verdoppeln. "Dadurch, dass der Standort wächst, ist der Bedarf vorhanden", betont Krotz. Er soll künftig durch die sogenannte offene Betreuung gedeckt werden. Das bedeutet, dass die KAS für die Soldaten diverse Veranstaltungen organisieren wird. Mayen ist bereits Teil des Programms. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt auf Exkursionen sowie Sport- und Kulturveranstaltungen. "Das wichtige Signal ist, dass die Betreuung weitergeht", betont Krotz.

    Wie es hingegen mit dem "Haus im Möhren" weitergeht, ist im Moment völlig offen. Zwar ist die KAS Eigentümerin der Immobilie. Dass sie das Haus in Zukunft aber auch nutzen wird, ist aufgrund des erforderlichen Investitionen so gut wie ausgeschlossen. "Wir müssen jetzt über einen Verkauf nachdenken", sagt Rainer Krotz. Das ist für die KAS allerdings keine neue Situation. "Wir hatten solche Fälle schon öfter", berichtet der KAS-Geschäftsführer.

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

    Mayen-Andernach
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Samstag

    10°C - 17°C
    Sonntag

    9°C - 13°C
    Montag

    9°C - 13°C
    Dienstag

    9°C - 13°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige