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Mayen

Kein Frust wegen Zwangsversetzung

Ab Montagmorgen geht in der DRK-Rettungsleitstelle Mayen keiner mehr ans Telefon, sie ist geschlossen. Wer die Notrufnummern 19222 oder 112 wählt, landet dann in der neuen integrierten Rettungsleitstelle bei der Feuerwehr in Koblenz (die RZ berichtete). Doch was bedeutet dies für Menschen, die schnelle Hilfe bei Herzinfarkt oder Schlaganfall brauchen?

Mayen – Seit heute Morgen geht in der DRK-Rettungsleitstelle Mayen keiner mehr ans Telefon, sie ist geschlossen. Wer jetzt die Notrufnummern 19222 oder 112 wählt, landet dann in der neuen integrierten Rettungsleitstelle bei der Feuerwehr in Koblenz (die RZ berichtete). Doch was bedeutet dies für Menschen, die schnelle Hilfe bei Herzinfarkt oder Schlaganfall brauchen?

„Einige Leute hatten schon Sorge, dass die Rettungsfahrzeuge jetzt auch aus Koblenz kommen, aber das ist nicht so. Die Rettungswachen, wie hier in Mayen, bleiben bestehen. Nur die Anrufe kommen dann in Koblenz an“, beruhigt der Leiter der Rettungsleitstelle Mayen, Karl-Heinz Groß. Ob schwere Krankheit, Unfall oder Feuer: Jetzt landet jeder Hilferuf aus der Stadt Koblenz und den Landkreisen Mayen-Koblenz, Ahrweiler sowie Cochem-Zell zentral in der neuen Rettungsleitstelle der Koblenzer Feuerwehrwache. Die einheitliche Notrufnummer ist dann die 112. Die bisherige Notrufnummer 19222 bleibt zwar bestehen, ist aber vorrangig die Servicenummer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

In Koblenz sitzen dann auch die Mitarbeiter, die bis vor kurzemt noch in der seit 1999 bestehenden Rettungsleitstelle Mayen ihren Dienst verrichtet haben. Dorthin wurden die Leitungen umgeschaltet. Es sind insgesamt 30 Leute, die sich 17 Planstellen teilen. In Koblenz treffen sie auf ihre 12 neuen Kollegen von der Feuerwehr, mit denen sie künftig zusammenarbeiten.

Dass die Mayener jetzt praktisch „versetzt“ wurden stört die Männer und Frauen wenig. „Klar wären wir lieber hier geblieben und haben auch dafür gekämpft, aber es herrscht kein Frust“, sagt Karl-Heinz Groß. „Seit 2005 wissen wir ja, dass es so kommen wird“. Damals beschloss, das Land Rheinland-Pfalz, dass alle Rettungsleitstellen dort eingerichtet werden, wo eine Berufsfeuerwehr sitzt. Außerdem läuft die Zusammenarbeit, laut Groß, sehr einvernehmlich. Dass die Mitarbeiter so locker mit dem „Zwangsumzug“ umgehen, liegt auch daran, dass sie ohnehin in der ganzen Region wohnen. Einige haben dann einen etwas längeren Fahrweg, einige einen etwas kürzeren. Für die nächsten zwei Jahre gibt es noch zusätzlich Kilometergeld.

In der neuen Zentrale sind die Mayener ihren Feuerwehrkollegen absolut gleichgestellt. „Es wird keine oder Ober- oder Untergeordnete geben“, sagt Groß. Seit mehr als einem Jahr arbeiten die Koblenzer und Mayener sehr intensiv zusammen, um die neue Arbeit zu koordinieren. Der Stellvertreter von Karl-Heinz Groß, Daniel Schäfer, ist schon seit einem halben Jahr in Koblenz. „Das war sehr viel Organisationsarbeit, aber die neue Rettungsleitstelle ist jetzt komplett funktionsfertig, mit den neuen Geräten, der neuen Software und allem was dazugehört", erklärt Groß. Bis zu 1000 Anrufe gingen bisher täglich in Mayen ein, die im Jahr 2010 zu rund 120.000 Einsätzen führten. 1999, zu Beginn, waren es noch 70.000.

Lesen Sie mehr dazu in der Montagsausgabe der Mayener Rhein-Zeitung.

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