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    Einnahmen decken die Ausgaben nicht

    In seiner jüngsten Sitzung verabschiedete der Ortsgemeinderat Virneburg einstimmig den Gemeindeetat. In der Endsumme weist das Zahlenwerk einen Jahresmittelfehlbetrag in Höhe von rund 100 000 Euro auf.

    Virneburg – In seiner jüngsten Sitzung verabschiedete der Ortsgemeinderat Virneburg einstimmig den Gemeindeetat. In der Endsumme weist das Zahlenwerk einen Jahresmittelfehlbetrag in Höhe von rund 100 000 Euro auf. Darin enthalten sind auch Investitionen, etwa die Erschließung der Straße „Nitzblick“. Das Sparschwein der Virneburger ist leer. Mit anderen Worten, die Gemeinde hat keinerlei Rücklagen mehr, mit denen sie Fehlbeträge im Haushalt ausgleichen könnte. Aus diesem Grund ist es erforderlich, zur Deckung des jetzt entstandenen finanziellen Loches einen Investitionskredit in Höhe von 30 000 Euro aufzunehmen. Die restlichen 70 000 Euro werden mit einem Liquiditätskredit ausgeglichen. Somit steigen die Schulden des Dorfes letzten Endes auf mehr als 400 000 Euro an. Ortsbürgermeister Herbert Pung gab während der Ratssitzung einige Eckdaten des Zahlenwerkes bekannt. „Die Erschließung der Straße „Nitzblick“ ist der Hauptbrocken, den wir in diesem Jahr zu schultern haben“, sagte er. Diese Maßnahme sei aber notwendig, da sie schon über Jahre hinweg immer wieder hinausgeschoben wurde. Wie Pung anbrachte, könne man jetzt nicht mehr zögern, denn die Anwohner wünschen sich den Ausbau. „Ein längeres Warten wollen wir den Bürgern nicht mehr zumuten“, so der Ortschef.


    Bauplätze zu verkaufen
    Weiter verwies er auf die etwa 13 Bauplätze, die in Virneburg zum Verkauf stünden. Vier davon gehören der Gemeinde. „es wäre schön, wenn wir zumindest einen in diesem Jahr verkaufen können“, hofft Pung. Der Ortschef wies auf die allgemein miserable finanzielle Situation der Kommunen hin. „Ob es in den kommenden Jahren besser wird, bleibt abzuwarten. Eventuell müssen wir vom Rat aus besondere Maßnahmen ergreifen, damit mittelfristig wieder ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden kann“, führte er an. Im Zusammenhang mit den Grundstücken wies Ratsmitglied Bernd Schumacher darauf hin, dass die Gemeinde die Einnahmen für ein Grundstück „vorsorglich“ in den Haushalt eingestellt habe, dass das aber nicht heißt, dass es bereits verkauft sei. „Verkaufen wir den Bauplatz nicht, dann stehen wir mit dem Haushalt noch schlechter da als ohnehin schon“, so seine Anmerkung. Markus Hermann von der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel erläuterte dem Rat und den Zuhörern das Zahlenwerk näher, wobei er darauf hinwies, dass im vergangenen Jahr erfreulicherweise mehr eingenommen wurde, als ursprünglich geplant.

    Kredite abgetragen
    Dabei spielte ein bedeutendes Plus beim Holzverkauf eine Rolle, das aufgrund des Sturms Xynthia anfiel. Rund 110 000 Euro wurden mehr erwirtschaft, als geplant. „Einen Teil der Mehreinnahmen verwendeten wir zum Abtrag der Kassenkredite“, bemerkte Hermann. Er wies darauf hin, dass auch Virneburg das Problem hat, die laufenden Ausgaben nicht mehr durch die laufenden Einnahmen ausgleichen zu können. „Ein Finanzmittelfehlbestand (ohne Investitionen) in Höhe von 70 000 Euro, das ist eine Hausnummer, worüber man nicht einfach hinwegsehen kann“, so seine Beurteilung.
    Das Minus entstand nicht, weil die Ausgaben bedeutend gestiegen sind, sondern weil uns die Einnahmen flöten gehen“, ergänzte er. Allein an Schlüsselzuweisungen erhält die Gemeinde rund 50 000 Euro weniger. Der Forst schließt mit einem Minus von 10 000 Euro ab. Hätte es diese Mindereinnahmen nicht gegeben, dann wäre laut Hermann der Haushalt mit Mühe und Not auszugleichen gewesen. Virneburg macht seiner Ansicht nach nur das Nötigste vom Nötigen. „Wenn die Landesgelder nicht zunehmen, dann bekommen wir ein massives Problem“, so seine Befürchtung.

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