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    Das Mayener Platt soll nicht sterben

    Das Mayener Platt darf nicht sterben. Diese Forderung verbindet die Teilnehmer des ersten Stammtisches "Mayener Platt", die sich kürzlich in der Reiterstube des Reiterhof Thomashof getroffen haben.

    Für den Erhalt der Mundart engagieren sich die Teilnehmer am ersten Stammtisch "Mayener Platt".
    Für den Erhalt der Mundart engagieren sich die Teilnehmer am ersten Stammtisch "Mayener Platt".
    Foto: Axel Holz

    Von unserem Mitarbeiter Axel Holz

    Ermutigt durch die große Resonanz von "En Ohmend off kär Mayena Platt" vor wenigen Wochen, ergriffen Oliver Nürnberg und Yvonne Roos die Initiative. Sie hörten sich um, berieten sich mit Gleichgesinnten und entschieden dann: Ein regelmäßiger Stammtisch soll helfen, die heimische Sprache zu erhalten und zu entwickeln. Der neue Stammtisch ist demnach die jüngste Bürgerinitiative der Stadt.

    Wer erhält die Mayener Lieder? Wer dichtet neue? Wer sammelt, archiviert und dokumentiert das Mayener Platt? Wer macht diesen Dialekt salonfähig? Am Anfang standen viele Fragen, auf die Antworten zu finden nicht immer leicht ist. Die Jugend muss begeistert werden, hieß es. Ein Raplied auf Mayener Platt könnte eine Idee sein, um das zu schaffen. Zudem wurde überlegt, ob sich ein Auftritt beim Stein- und Burgfest organisieren lässt. Alternativen dazu wären das Alte Arresthaus, der Hof der Genovevaburg, das Pfarrheim Herz Jesu und andere Lokalitäten, wurde in der Diskussionsrunde gesagt. Der Geschichts- und Altertumsverein Mayen und Umgebung soll als Ansprech- und Kooperationspartner gewonnen werden.

    Die Gründung eines eigenen Vereins wurde eher skeptisch betrachtet. Möglicherweise könne man aber eine Kampagne zugunsten des Mayener Platt starten. Die Aussicht auf eine erfolgreiche Entwicklung des Dialekts steigerte die Bereitschaft, sich für diese Sache zu engagieren. Das Beispiel aus Kruft, wo Kinder in den Schulferien das Krufter Platt lernen, sowie Theaterstücke im heimischen Dialekt, wie kürzlich in Kaifenheim aufgeführt, beflügelten die Teilnehmer.

    Nach rund zwei Stunden ging der erste Stammtisch "Mayener Platt" zu Ende. Und das nicht ohne Ergebnisse: Es wird das Gespräch mit dem Geschichts- und Altertumsverein gesucht; es soll vor allem darum gehen, einen öffentlich zugänglichen Raum zu finden, wo Dokumente gelagert werden sollen. Es werden ältere Menschen angesprochen und gebeten, Geschichten zu erzählen. Es wird der Mundart-Abend während des Stein- und Burgfestes am Samstag, 12. September, im "Klösterchen" vorbereitet. Der nächste Stammtisch "Mayener Platt" ist am Donnerstag, 24. September, 19.30 Uhr, der Ort steht noch nicht fest. Interessierte Bürger, die sich fürs Mayener Platt engagieren wollen, sind bei dem Treffen willkommen.

    Die Teilnehmer für den Erhalt der Mundart

    16 Teilnehmer waren beim ersten Stammtisch dabei. Fürs Mayener Platt engagieren sich Margret Ortmann, Silvia und Detlef Voppmann, Hermann und Florian Wagner, Albert Mohr, Uschi und Gerd Laux, Oliver Nürnberg, Willi Weingart, Hans Stein, Maria, Willi und Yvonne Roos, Doris und Michael Schüler. Am ersten Abend fehlte Werner Blasweiler; er gehört nach Ansicht aller Beteiligten aber unbedingt dazu. axe

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