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    Rhein-Mosel-Halle Koblenz: Der Parkfrust geht weiter

    Lange Schlangen an den Kassenautomaten, schlechte Beschilderung, schlechter Gesamtzustand: Zuletzt endete ein Abend in der Rhein-Mosel-Halle für viele Besucher mit einem unerfreulichen Erlebnis im benachbarten Parkhaus

    Die Sanierung des Parkhauses an der Rhein-Mosel-Halle läuft – und hat dieses an vielen Stellen in eine Baustelle verwandelt.
    Die Sanierung des Parkhauses an der Rhein-Mosel-Halle läuft – und hat dieses an vielen Stellen in eine Baustelle verwandelt.
    Foto: Ingo Schneider

    Von Ingo Schneider und Katharina Demleitner

    Lange Schlangen an den Kassenautomaten, schlechte Beschilderung, schlechter Gesamtzustand: Zuletzt endete ein Abend in der Rhein-Mosel-Halle für viele Besucher mit einem unerfreulichen Erlebnis im benachbarten Parkhaus. Das war die Ausgangslage, bevor die Sanierung begann. Und jetzt, während die Bauarbeiten laufen, hat sich die Lage nicht entspannt. Im Gegenteil: Das Parkhaus hat sich an vielen Stellen in eine Baustelle verwandelt. Wollen gleichzeitig viele Besucher rein- oder rausfahren, brauchen sie Geduld – und wer sein Auto geparkt hat, findet nur mit Mühe den richtigen Ausgang.

    Diese Klagen erreichen Raimund Lehmkühler regelmäßig. Von den Veranstaltern hört sie der Bereichsleiter von Koblenz-Kongress – oder direkt von Besuchern, die meinen, das Parkhaus gehöre unmittelbar zur Rhein-Mosel-Halle dazu. Doch das ist nicht der Fall. Es wird betrieben von der Firma B+B. Und darauf, wie der Betreiber seine Baustelle abwickelt, hat Koblenz-Kongress kaum Einfluss, wie Lehmkühler betont.

    "Die Sanierung ist grundsätzlich eine gute Sache", sagt er – mit Blick auf den Zustand der Garage vor der Sanierung. Aber Lehmkühler fehlt es vor allem an einem ausreichenden Hinweis vor der Einfahrt, durch den der Autofahrer erfährt, dass er in eine Baustelle fährt. Und der dazu führt, dass er sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden kann. Und: Vor allem die Steuerung der Besucher durch eine entsprechende Beschilderung lasse nach wie vor deutlich zu wünschen übrig.

    Per E-Mail hatte Lehmkühler noch mal den Kontakt gesucht, um einen Baustellenhinweis vor der Einfahrt gebeten. Eine Antwort von B+B hat er nicht erhalten. Aber: Es wurde jetzt ein Hinweisschild angebracht. Richtig transparent mache das die schwierige Situation im Parkhaus nicht, sei aber zumindest ein Anfang. Empfehlen will Lehmkühler das Parkhaus dennoch keinesfalls: Koblenz-Kongress rät dazu, die Tiefgarage am Schloss zu nutzen. Eine gute Alternative für alle, die von der rechten Rheinseite über die Pfaffendorfer Brücke anfahren, sei auch der Behördenparkplatz am Schloss. Auf diesen gelangt man über eine Zufahrt unmittelbar rechts hinter der Brückenabfahrt. Außerhalb der Behördenzeiten kann dort gegen Entgelt geparkt werden, vor allem im Abendtarif sogar vergleichsweise sehr günstig. Überlegungen laufen, wie man diesen Parkplatz noch stärker für eine Lösung der Probleme heranziehen kann. Spruchreif ist da aber noch nichts.

    Zu den Klagen der Nutzer wollte sich B+B-Niederlassungsleiter Bodo Ruschmeier auf Nachfrage der RZ nicht äußern, ebenso wenig zu den weiteren Plänen für die Baustelle. Im November 2013 hatte B+B in Aussicht gestellt, dass die Sanierung im Sommer 2015 beendet sein könnte. Nach Kenntnis von Raimund Lehmkühler sollte die Baustelle in zwei Abschnitten ablaufen: Der erste sollte im März 2014 beendet sein, ein weiterer im Dezember 2014 beginnen und im März 2015 abgeschlossen werden. Ob das aber noch aktuell ist, kann auch der Bereichsleiter von Koblenz-Kongress derzeit nicht sagen.

    Auch die Frage, ob es doch noch einen Kassenautomaten im Foyer der Halle geben wird, bleibt weiter offen. Dieser könnte für eine Entlastung nach Veranstaltungen sorgen, allerdings verwies B+B in der Diskussion auf die hohen Investitionskosten. Im Frühjahr, so hatte B+B gegenüber Koblenz-Kongress angekündigt, wolle man über Verbesserungen entscheiden.

    Raimund Lehmkühler hat immer noch die Hoffnung, dass sich das Parkhaus nach der Sanierung in dem angekündigten, aufgewerteten Zustand befinden wird, mit einer deutlich besseren Beschilderung. Die Lage während der Arbeiten bleibt aber wohl erst mal schwierig. Und so heißt es weiter bei den Besucherhinweisen von Koblenz-Kongress im Internet: "Aufgrund von Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage Rhein-Mosel-Halle kommt es zu umbaubedingten Beeinträchtigungen. Wir empfehlen, auf die Tiefgarage Kurfürstliches Schloss auszuweichen."

    Eine Parkalternative für Besucher der Rhein-Mosel-Halle ist der Behördenparkplatz am Schloss, außerhalb der Behördenzeiten.
    Eine Parkalternative für Besucher der Rhein-Mosel-Halle ist der Behördenparkplatz am Schloss, außerhalb der Behördenzeiten.
    Foto: Ingo Schneider

    Baustelle beeinträchtigt Abläufe im Hotel Mercure kaum

    Genutzt wird das Parkhaus an der Rhein-Mosel-Halle auch von den Gästen des benachbarten Mercure-Hotels. Doch in dem Vier-Sterne-Haus mit rund 350 Betten macht die Sanierung des Parkhauses weniger Probleme, beeinträchtigen die Abläufe im Hotel jedoch nicht. Drei Parkdecks sind normalerweise mit dem Parkhaus direkt verbunden. Wegen der Baustelle, für die im Moment drei Decks gesperrt sind, ist derzeit jedoch nur ein Zugang offen, "aber das funktioniert gut, weil wir entsprechend ausgeschildert haben, welches Parkdeck am besten zu nutzen ist", berichtet Mercure-Direktor Robert Strohe. Beschwerden von Gästen, die sich nicht zurechtgefunden oder Probleme mit der von zwei auf eine Einfahrt reduzierten Zufahrt zum Parkhaus gehabt hätten, habe es bislang keine gegeben. Auch die Lärmbelästigung biete keinen Grund zur Klage. "Der Beton wird in einem speziellen Wasserstrahlverfahren abgetragen, das relativ geräuscharm ist", sagt Robert Strohe, der "froh ist, dass wir bald eine wunderschöne Garage hier haben werden". kde

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