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Koblenz/Region

Landesbetrieb will Todesfallen für Motorradfahrer entschärfen

Die rheinland-pfälzischen Straßen sollen für Motorradfahrer sicherer werden: Das ist das Ziel einer neuen Kooperation des Landesbetriebes Mobilität (LBM) mit dem ADAC Mittelrhein. Im Verbund werden derzeit die rund 140 Streckenwarte der 57 rheinland-pfälzischen Straßenmeistereien von Motorradexperten des Automobilclubs geschult. Jetzt ging es in Koblenz los.

Koblenz/Region – Die rheinland-pfälzischen Straßen sollen für Motorradfahrer sicherer werden: Das ist das Ziel einer neuen Kooperation des Landesbetriebes Mobilität (LBM) mit dem ADAC Mittelrhein. Im Verbund werden derzeit die rund 140 Streckenwarte der 57 rheinland-pfälzischen Straßenmeistereien von Motorradexperten des Automobilclubs geschult.

Der Auftakt-Lehrgang fand am Dienstag in Koblenz statt. 200 000 Euro stellt der LBM zudem in diesem Jahr für bauliche Maßnahmen der Streckensicherung in einem Sondertopf zur Verfügung.

"Ziel der Schulung ist es, die Streckenwarte dafür zu sensibilisieren, wie eine Straße beschaffen sein muss, damit sie auch für die Motorradfahrer besonders sicher ist", erklärt Bernd Hölzgen, Technischer Geschäftsführer des LBM. Beispiel: Werden schadhafte Stellen asphaltiert, sollen die Ränder der Flickstellen möglichst nicht mitten auf der Fahrbahn der Motorradfahrer liegen. Denn dann werden sie zu einer tückischen Rutschfalle. Außerdem sollen die Streckenwarte bei ihren täglichen Kontrollfahrten auf den insgesamt rund 18 000 Streckenkilometern, die der LBM in Rheinland-Pfalz unterhält, künftig gezielt Ausschau halten, in welchen Kurven sogenannten "Unterfahrschutz-Leitplanken" Sinn ergeben – und diese Stellen dann melden. Ohne Unterfahrschutz werden Motorradfahrer bei Unfällen in Kurven oft unter die Leitplanke geschleudert und ziehen sich an den stählernen Pfosten schlimmste, oft tödliche Verletzungen zu.

46 Motorradfahrer sind im vergangenen auf rheinland-pfälzischen Straßen tödlich verunglückt, sagt Hölzgen. Insgesamt starben 192 Menschen bei Unfällen. Während die Gesamtzahl der Verkehrstoten im Land seit Jahren sinkt, stagniert sie bei den Motorradfahrern. "Und: Motorradfahrer sind im Verhältnis zur Verkehrsmenge überproportional oft in tödliche Unfälle verwickelt", fügt er hinzu. Seit Jahren schon wertet der LBM deshalb Unfallstatistiken aus und greift schützend an neuralgischen Unfallschwerpunkten ein. Die Kooperation mit dem ADAC Mittelrhein verfolgt nun einen präventiven Charakter. Hölzgen betont: "Zukünftig sollen solche Maßnahmen aber stattfinden, bevor eine Strecke zum Unfallschwerpunkt wird."

Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

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