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Koblenz

Koblenz: Bekommen Hunde einen eigenen Spielplatz?

Stephanie Mersmann

In der Stadt müssen Hunde stets an der Leine geführt werden, nur auf der Hundewiese auf dem Oberwerth können sie (unter Vorbehalt) frei laufen. Das ist zu wenig, finden Grüne, CDU, FDP und Linke.

Ein Hundespielplatz wie dieser in Fuerteventura wäre auch in Koblenz ein gutes Angebot für die Vierbeiner und ihre Besitzer, finden mehrere Fraktionen.
Ein Hundespielplatz wie dieser in Fuerteventura wäre auch in Koblenz ein gutes Angebot für die Vierbeiner und ihre Besitzer, finden mehrere Fraktionen.
Foto: Grüne Koblenz

Die Fraktionen und die Vertreterin der Linken im Rat fordern gemeinsam in einem Antrag, die Einrichtung eines Hundespielplatzes zu prüfen. Bis zum Sommer will der zuständige Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen dies nun tun.

In der Stadt gibt es viele Freiflächen, auf denen sich die Koblenzer aufhalten, spazieren gehen und die Kinder spielen können. „Seit Jahren versuchen Stadtratsmitglieder, einen kleinen Teil davon als Hundefreilauffläche auszuweisen, da es bis zum jetzigen Zeitpunkt für Hundebesitzer nicht möglich ist, zentrumsnah ihre Tiere frei laufen zu lassen“, argumentieren die Grünen.

Bisher vergeblich: Die Verwaltung sprach sich in der Vergangenheit dagegen aus, da die Flächen den Bürgern dann nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Die Fraktionen, die jetzt einen Hundespielplatz beantragt haben, sehen hingegen vor allem Vorteile: Wenn die Hunde – mehrere Hundert leben in Koblenz – auf einem umzäunten Spielplatz umherlaufen, gibt es an anderer Stelle weniger Konflikte mit den Passanten, sind sie überzeugt.

Beim Spiel könnten die Tiere ihre Energie herauslassen und würden insgesamt ausgeglichener, die Stadt außerdem sauberer, wenn die Hunde auf dem Spielplatz ihr Geschäft verrichten. „Jeder Haufen, der hier gelassen wird, landet nicht in der Alt- oder Innenstadt, davon profitieren alle Bürger“, sagt Sylvie Weber von den Grünen. Und: Im Gegensatz zu einer Hundewiese beansprucht ein Hundespielplatz nicht so viel Fläche.

Auf diesem sollte es nach dem Willen der Politiker eine Hundetoilette, Hundebeutelspender und Mülleimer geben, außerdem Sitzgelegenheiten für die Hundebesitzer. Die einfachen Spielgeräte für die Tiere, so regen sie an, könnten zum Beispiel von Firmen für Tierfutter und -bedarf gesponsert werden, die im Gegenzug auf dem Gelände werben könnten.

Aus Sicht des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen eignen sich nach wie vor keine innenstadtnahen Parkanlagen für die Einrichtung eines Hundespielplatzes. Stattdessen könnten aber geeignete Freiflächen in den Stadtteilen geprüft werden, und im Rahmen der Weiterentwicklung und Sanierung des städtischen Freiraums ergebe sich vielleicht die Prüfung von neuen Flächen.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann
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