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    Buga 2031: Konzept sorgt für Gesprächsstoff

    Es ist ein Projekt, das begeistern und für Aufbruchsstimmung sorgen soll: die Buga 2031. Einen ersten Eindruck hiervon, wie eine mögliche Bundesgartenschau im Welterbe Oberes Mittelrheintal aussehen könnte, hat die Präsentation der Machbarkeitsstudie geliefert (die RZ berichtete). Die Zustimmung zu den Planungen ist groß, doch es werden auch kritische Stimmen laut. Die RZ hat sich bei Entscheidungsträgern umgehört.

    Die blauen Fahnen entlang des Oberen Mittelrheintales verkünden es: Eine ganze Region will die Bundesgartenschau 2031. Erste Zwischenergebnisse zur Machbarkeitsstudie wurden nun vorgestellt und werden von den politischen Entscheidungsträgern jetzt diskutiert.
    Die blauen Fahnen entlang des Oberen Mittelrheintales verkünden es: Eine ganze Region will die Bundesgartenschau 2031. Erste Zwischenergebnisse zur Machbarkeitsstudie wurden nun vorgestellt und werden von den politischen Entscheidungsträgern jetzt diskutiert.
    Foto: Sascha Ditscher

    „Wir sind auf dem richtigen Weg“, findet Hans-Dieter Gassen, Ortsbürgermeister von Brey. Sein Dorf ist neben Rhens und Spay eine von drei Gemeinden der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, die im Gebiet der möglichen Buga 2031 liegen. „Der Gemeinderat und die Verwaltung stehen einer Buga 2031 sehr positiv gegenüber“, erklärt Gassen. Grundvoraussetzung sei es allerdings, dass alle Gemeinden im Welterbegebiet die Großveranstaltung auch als ihre Buga betrachten – unabhängig davon, ob sie letztlich eine Ausstellungs- oder Veranstaltungsfläche haben werden. „Die Gemeinde Brey hat diese Haltung.“ Derzeit sieht die Machbarkeitsstudie keine Buga-Flächen in dem rund 1510 Seelen zählenden Ort vor. Gemeinsam mit Spay hatte die Breyer Kommune südlich des Neubaugebietes Brey-Süd Flächen angemeldet, in denen beispielsweise Blumenhallen und Schaugärten entstehen könnten. „Wir halten unsere Flächen weiter in Reserve“, sagt Gassen und verweist auf die noch ausstehende Ausarbeitung möglicher Buga-Flächen.

    Auf eine Nachuntersuchung der gemeldeten Flächen hofft auch Spays Ortsbürgermeister Peter Heil, auch wenn die Gemeinde mit der Alten Kirche ohnehin vertreten sein wird. Generell beurteilt Heil den nun veröffentlichten Planungsstand als positiv: „Die Planer haben eine sehr, sehr gute Arbeit gemacht in den letzten Wochen und Monaten. Die Buga 2031 ist eine immense Chance für Spay und das Mittelrheintal allgemein.“ Vor allem die in den Gesamtkosten von 108 Millionen Euro enthaltenen 50 Millionen Euro an Investitionen lobt der Spayer Ortschef, da diese das Mittelrheintal dauerhaft voranbringen würden. Der Gesamkostenschlüssel, der vorsieht, dass der auf die Kommunen zukommende 14,4 Millionen Euro Kostenanteil analog zur Umlage des Zweckverbandes Oberes Mittelrhein-Tal verteilt wird, ist für Peter Heil eine gute Diskussionsgrundlage. „Die Frage ist allerdings, inwieweit wird sich die Verbandsgemeinde beteiligen?“, findet der Ortsbürgermeister von Spay.

    Für Bruno Seibeld, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, ist klar, dass die VG ihre Rheingemeinden unterstützen wird: „Die Finanzierung ist in Gemeinsamkeit mit den drei Anrainergemeinden am Rhein und der Verbandsgemeinde zu schultern.“ Die Verwaltung will mit den Gemeinden in den nächsten Wochen die Machbarkeitsstudie bewerten und erst danach die weiteren Schritte der Finanzierung klären. Laut Umlagenschlüssel kämen auf die VG 385 710 Euro, auf den Landkreis Mayen-Koblenz 270 210 Euro und die Stadt Koblenz 2,125 Millionen Euro an Kosten zu.

    Die vorliegenden Planungen für die Buga 2031 sieht Seibeld unterdessen als „eine Chance, die man nutzen sollte“. Der VG-Chef ist allerdings auch etwas enttäuscht: „Wir hätten uns etwas mehr für unsere Rheinschiene gewünscht.“ Nichtsdestotrotz geht Seibeld davon aus, dass – wie bereits bei der Buga 2011 – auch das Umfeld nachhaltig von einer erneuten Gartenschau im Jahr 2031 profitieren würde. Als Beispiel führt er die Übernachtungszahlen an der Mosel an.

    Genau hier gibt es laut Jörg Schüller, Erster Beigeordneter der Stadt Rhens, am Mittelrhein noch Nachholbedarf: „Im Gastronomie- und Hotellerie-Bereich ist einiges aufzuarbeiten am Mittelrhein bis zu einer möglichen Buga 2031.“ Die Buga sei ein wichtiges Instrument, um die Entwicklung der Stadt nicht nur in dieser Hinsicht voranzutreiben. „Die Touristen sollen nicht nur durch Rhens durchfahren, sondern auch bleiben.“ Zudem hofft Schüller, dass letztlich nicht nur die Hotspots wie die Loreley oder Koblenz von einer Buga 2031 profitieren, sondern beispielsweise auch die Rheinanlagen in Rhens, die in der Machbarkeitsstudie auftauchen.

    Vorteile aus der Gartenschau ziehen will auch die Stadt Boppard. Der Bopparder Bürgermeister Walter Bersch fordert allerdings, dass seine Stadt sich nur mit den zum Welterbe Mittelrhein gehörenden Stadtteilen an den Kosten für die Buga beteiligt. Das wären dann ein Drittel weniger als die nach dem Umlageschlüssel für den Zweckverband errechneten Finanzierungskosten von 935 225 Euro. Aber die Einigung darüber steht noch aus. Die Kernstadt von Boppard soll in den Augen Berschs eine bedeutende Rolle spielen. Die Rheinallee biete sich außerdem als Spielfläche für die Buga an.

    Von Andreas Egenolf und Wolfgang Wendling

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