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    Spielleitplanung: Kleine Detektive durchforsten Argenthal

    Den Fokus vermehrt auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen legen – das hat sich Argenthal zum Ziel gesetzt. Deshalb ist die Gemeinde auch die erste im Rhein-Hunsrück-Kreis, die eine sogenannte Spielleitplanung ins Leben gerufen hat. Langfristig soll sich dadurch die Lebensqualität des Nachwuchses verbessern. Ihm wird ein höherer Stellenwert beigemessen, und er soll über Dinge, die ihn betreffen, mitreden können. Die Auftaktveranstaltung zur Spielleitplanung fand bereits im September in der Chur-Pfalz-Halle statt. Angesprochen waren Eltern und Kinder, aber auch Argenthaler, die in jedweder Form in der Jugendarbeit engagiert sind.

    Die Kinder nehmen im Rahmen der Spielleitplanung ihren Heimatort unter die Lupe und teilen den Erwachsenen mit, wo es Defizite gibt und was sie sich wünschen.
    Die Kinder nehmen im Rahmen der Spielleitplanung ihren Heimatort unter die Lupe und teilen den Erwachsenen mit, wo es Defizite gibt und was sie sich wünschen.
    Foto: Werner Dupuis

    Argenthal - Den Fokus vermehrt auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen legen – das hat sich Argenthal zum Ziel gesetzt. Deshalb ist die Gemeinde auch die erste im Rhein-Hunsrück-Kreis, die eine sogenannte Spielleitplanung ins Leben gerufen hat. Langfristig soll sich dadurch die Lebensqualität des Nachwuchses verbessern. Ihm wird ein höherer Stellenwert beigemessen, und er soll über Dinge, die ihn betreffen, mitreden können. Die Auftaktveranstaltung zur Spielleitplanung fand bereits im September in der Chur-Pfalz-Halle statt. Angesprochen waren Eltern und Kinder, aber auch Argenthaler, die in jedweder Form in der Jugendarbeit engagiert sind.

    Ins Rollen gebracht hatte das Projekt der Argenthaler Gemeinderat, der sich zuvor im pfälzischen Otterberg über die Spielleitplanung informierte. Danach votierte der Rat einstimmig dafür, eine Spielleitplanung ins Leben zu rufen. Dabei geht es um weit mehr als nur um die Schaffung oder die Umgestaltung von Spielplätzen. Kinder sollen sich in ihrem Umfeld umschauen und Defizite und mögliche Gefahrenquellen erkennen. „Auch in einer ländlichen Region wie unserer hat sich die Lebenswelt von Kindern in der Vergangenheit sehr geändert“, führt Bürgermeister Heinz-Otto Kretzschmar aus. „Die Möglichkeiten für Kinder, anregende und vielfältige Spiel- und Aufenthaltsbereiche zu finden, die möglichst gefahrlos zu erreichen sind, sind weniger geworden.“

    Mithilfe eines Planers, den die 1700-Einwohner-Gemeinde engagiert hat, soll sich das Wohn- und Lebensumfeld für die Kinder verbessern. Immerhin 350 Argenthaler sind jünger als 18 Jahre. „Bisher wurde immer nur punktuell etwas gemacht“, erläutert Christan Staudt, selbst Ratsmitglied und Vater von zwei Kindern, „die Kinder sollen nun das Signal von uns erhalten, dass sie mitreden und mitgestalten können.“

    Nach dem ersten Zusammentreffen hat jetzt der Nachwuchs die Aufgabe, das Gemeindegebiet aus seiner Sicht – je nach Altersgruppe – zu durchforsten. Dazu wurden die „Argenthaler Detektive“ gegründet, die den Ort genauestens unter die Lupe nehmen sollen. Sie sollen den Erwachsenen anschließend mitteilen, was ihnen gefällt und was nicht; wo aus ihrer Sicht Handlungsbedarf besteht, wo etwas verbessert werden kann. Die Erwachsenen, die sich in einer Arbeitsgruppe zusammengetan haben, sollen dabei vor allem zuhören und dann die Erkenntnisse aufarbeiten.

    Mit dem Planer, der durch Fördermittel aus Mainz finanziert wird, sollen Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden. „Wir möchten bei der weiteren Entwicklung unseres Ortes die Interessen von Kindern und Jugendlichen besonders berücksichtigen“, unterstreicht Bürgermeister Kretzschmar, „auch bei uns wird die demografische Entwicklung spürbar. Deshalb wollen wir als Gemeinde für Familien attraktiver werden. Davon erhoffen wir uns eine Belebung des Ortskerns.“ Die Erkenntnisse des Nachwuchses, die Ausarbeitungen von Arbeitsgruppen und Planer sollen dann über die nächsten Jahre hinweg in die Entwicklung des Dorfes einfließen. Denn die Spielleitplanung setzt auf Langfristigkeit und nicht nur auf kurzfristige Effekte. mal

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