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    Simmern rückt Europa in den Blick

    Der europäische Gedanke steht am kommenden Mittwoch, 20. September, in Simmern im Fokus. Unter den Titel „60 Jahre Römische Verträge – 60 Jahre Europa! Eine Bilanz“ geht es bei einem Vortrag des Politologen Ingo Espenschied ab 18 Uhr in der Hunsrückhalle um die Frage, welche Anfänge und Entwicklungen die heutige Europäische Union genommen hat. Espenschied diskutiert dies mit den Zuhörern im Rahmen einer „multimedialen Zeitreise“ durch sechs Jahrzehnte europäische Geschichte.

    Simmerns Stadtbürgermeister Andreas Nikolay (links) und VG-Chef Michael Boos freuen sich auf die Veranstaltung am Mittwoch, bei der die Bedeutung von Europa in den Vordergrund gerückt wird.  Foto: Volker Boch
    Simmerns Stadtbürgermeister Andreas Nikolay (links) und VG-Chef Michael Boos freuen sich auf die Veranstaltung am Mittwoch, bei der die Bedeutung von Europa in den Vordergrund gerückt wird.
    Foto: Volker Boch

    Simmerns Stadtchef Andreas Nikolay und Michael Boos als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Simmern laden herzlich zu dieser kostenfreien Vortragsveranstaltung ein. Stadt und Verbandsgemeinde zeichnen gemeinsam für den Vortragsabend verantwortlich, der alle Altersklassen von geschichts- und gegenwartsinteressierten Schülern bis hin zu Senioren anspricht. „Wir wollen möglichst viele Menschen mit diesem Thema erreichen“, sagen Boos und Nikolay, die ohne jedes Parteiinteresse politische Bildung betreiben möchten, auch um die Bürger in wechselhaften Zeiten auf die Bedeutung von Europa aufmerksam zu machen. „Europa liegt uns am Herzen“, sagen die Simmerner, die sich verwurzelt in Europa fühlen.

    Politologe aus Rheinhessen spricht

    Anfang des Jahres hat Michael Boos den Multimediavortrag des im rheinhessischen Horrweiler lebenden Politologen Espenschied schon einmal in der Mainzer Staatskanzlei erlebt. „Ich war begeistert“, sagt Boos heute, „der Vortrag war sehr spannend, abwechslungsreich und inhaltlich stark.“ Boos überlegte danach, ob es nicht sinnvoll wäre, den Politologen einmal nach Simmern einzuladen und sprach Stadtbürgermeister Nikolay darauf an, was er zu dieser Idee meinte. Dieser stimmte prompt zu, und nun laden Stadt und Verbandsgemeinde gemeinsam zu dem europäischen Abend ein. „Es ist eine Stunde, die man sich wirklich einmal Zeit nehmen sollte“, sagt Boos, „man lernt wirklich etwas.“

    Der Vortrag Espenschieds beschreibt die Grundlagen der Europäischen Gemeinschaft und nimmt die Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 in den Blick sowie die Entwicklung der folgenden Jahrzehnte. An jenem 25. März 1957 haben Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge unterzeichnet, die am 1. Januar 1958 in Kraft traten und drei Teilabkommen umfassten. Diese beinhalteten Fragen einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), einer Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) sowie ein Abkommen über gemeinsame Verwaltungs- und Vertretungsorgane wie dem späteren Europaparlament. Diese Verträge waren der erste Startschuss für den heutigen Euro und viele weitere Entwicklungen in Europa. Und, wie Boos und Nikolay betonen, „für Jahrzehnte ohne Krieg“.

    Diskussion ist höchst aktuell

    „Gerade nach dem Brexit ist es wichtig, dass Europa stark bleibt“, sagt Boos, der erklärt, dass man gemeinsam an Europa arbeiten müsse. Nikolay ergänzt mit einem Blick auf die seit 1969 bestehende Partnerschaft mit der französischen Partnerstadt Migennes, wie wichtig und gewinnbringend das Miteinander in Europa ist. „Der Begriff ,Europa' ist heute oft nicht positiv besetzt“, erklären die beiden Bürgermeister, die offen zu einem Dialog und Austausch am kommenden Mittwoch in die Hunsrückhalle einladen. Denn Espenschieds Vortrag geht nicht nur der Frage nach, woher und wohin sich Europa entwickelt hat, sondern bietet auch Anknüpfungspunkte für eine Debatte, wie es mit dem Europa von heute in Zukunft weitergehen kann.

    Stadt und Verbandsgemeinde Simmern laden am Mittwoch, 20. September, um 18 Uhr zum kostenfreien Vortrag in die Hunsrückhalle nach Simmern ein.

    Von unserem Chefreporter Volker Boch

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