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    Emmelshausen will dem Gast am Bahnhof ein Wohlfühlambiente bieten

    Emmelshausen bringt sein Bahnhofsviertel weiter auf Hochglanz. Ein modernes Bahnhofsportal soll dem Gast die Ankunft mit dem Zug und den Aufenthalt in der Vorderhunsrücker Kleinstadt schmackhafter machen.

    Foto: wendling

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

    Emmelshausen. Die Stadt Emmelshausen verändert deutlich wahrnehmbar ihr Gesicht. Im entstehenden neuen Zentrum im Dreieck zwischen Bahnhof, Marktplatz und der ehemaligen Hunsrückhöhenstraße (K 96) ist die verkehrsinfrastrukturelle Frischzellenkur seit geraumer Zeit abgeschlossen. Vom neuen Kreisel an der Einmündung Trift/K 96 führt jetzt eine Straße durch das neue Viertel zum Bahnhof und zum Marktplatz.

    Auf dem über drei Hektar großen Areal, städteplanerisch als Stadtumbaugebiet definiert, ist eine rege Bautätigkeit im Gange. Die ersten Wohn- und Geschäftshäuser werden hochgezogen, zwei Gebäude stehen bereits kurz vor ihrer Vollendung.

    Das neue Viertel ist für die prosperierende Kleinstadt im Vorder-hunsrück auch deshalb von großer Bedeutung, weil ein Zugang zum Quartier direkt vom Bahnhof aus erfolgen kann. Denn es ist ja gar keine Frage, dass Emmelshausen als eine der wenigen Gemeinden im Kreis mit Bahnanschluss durch den Rheinland-Pfalz-Takt das Privileg genießt, auch über die Schiene verkehrsmäßig gut angebunden zu sein.

    Der Bahnanschluss selbst und die Bahnsteige wurden in den vergangenen Jahren auf Vordermann gebracht. Das Hunsrückbahn-Museum im historischen Güterschuppen ist vor allem für Eisenbahnfreaks ein zusätzlicher Anziehungspunkt.

    Was jetzt noch fehlt, ist eine einladende Komponente im Bahnhofsumfeld. Denn am Bahnhof sollen nicht nur die Reisenden eine Wohlfühlatmosphäre spüren, sobald sie aus dem Zug ausgestiegen sind. Hier beginnt auch der überregional bedeutsame Rad- und Wanderverkehr. Der dem sanften Tourismus zugetane Gast soll sich nicht mit Grausen wenden, wenn er auf seiner Rundtour das Etappenziel Emmelshausen erreicht hat und vom Zug aufs Rad umsteigt.

    Friedrich Hachenberg vom Büro Stadt-Land-plus stellte dem Stadtrat jüngst seine Entwurfsplanung des "Entree für Emmelshausen" - wie er es formulierte - vor. Mit Umsetzung dieses Projektes legt sich die Stadt ein Bahnhofsportal zu.

    "Mit der Neugestaltung des Platzes westlich des Güterschuppens, welche auch weitere Flächen für den ruhenden Verkehr aufnimmt, soll ein Portal geschaffen werden, das insbesondere Reisenden, aber auch Touristen eine klare Orientierung und eindeutigen Zugang zu Bahnhof und Bahnsteig erleichtert", heißt es in der Verwaltungsvorlage zum Projekt.

    750 Quadratmeter umfasst die Fläche zwischen Güterbahnhof und dem neuen Wohn- und Geschäftszentrum, die es zu gestalten gilt. Das Pflaster wird dem Erscheinungsbild der Stadt angepasst. Acht Parkplätze werden angelegt, zudem als eine Art "Wohnzimmer-Außenraum" eine Grünfläche mit Sitzecke.

    Keine Einigkeit im Stadtrat gab es über die Toilettenanlage. Laut erster Planung sollte sie 135 000 Euro bei Gesamtkosten des Portals von 327 000 Euro kosten. Das ist jedoch für viele Ratsmitglieder des Guten zu viel.

    Einigkeit besteht im Grundsätzlichen darin, dass Emmelshausen eine öffentliche Toilette benötigt und am Bahnhof dafür der ideale Standort ist. Aber die Ratsmitglieder sehen noch Diskussionsbedarf über die konkrete Ausstattung der Toilettenanlage.

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