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Limburg

Frisch renoviert: Pallottinerkirche St. Marien im neuen Kleid

Dieter Fluck

Es ist vollbracht. Die seit 8. Januar wegen umfangreicher Renovierung geschlossene Pallottiner- und Pfarrkirche St. Marien in Limburg öffnet ab Samstag, 14. Juli, wieder ihre Pforten. Den Einsegnungsgottesdienst feiern die Pallottinische Gemeinschaft und die Pfarrei am kommenden Sonntag um 9.30 Uhr im Rahmen des Konventamts. Hauptzelebrant ist Pater Bernhard Pieler. Zur Feier des Tages singt der Chor aus dem Wallfahrtsort Kälberau, einem Stadtteil im unterfränkischen Alzenau, wo Pieler und die Pallottiner im Oktober vorigen Jahres ihren Dienst beendet hatten.

Blick in die frisch renovierte Pallottinerkirche, die in einem neuen Licht erstrahlt.  Foto: Dieter Fluck
Blick in die frisch renovierte Pallottinerkirche, die in einem neuen Licht erstrahlt.
Foto: Dieter Fluck

Das 90 Jahre alte, unter Denkmalschutz stehende Gotteshaus in der Limburger Südstadt bedurfte einer gründlichen Innenrenovierung. Zuletzt hatte die Kirche Mitte der 1970er-Jahre einen hellen Anstrich erhalten. Nun erstrahlt sie in einem frischen, abgetönten Weiß. Allein die Brüstung der Empore und die Kanzel sollen ganz bewusst an die vorherige Situation erinnern. Alle elf Heiligenfiguren, die ihre Seitenaltäre für die Dauer der Erneuerung verlassen mussten, sind unbeschadet zurückgekehrt und kommen dank einer neu installierten Beleuchtung jetzt erst richtig zur Geltung.

Überhaupt ist die moderne Lichtinstallation das Sahnehäubchen des Projekts. „Wenn wir schon mal dran sind, dann machen wir etwas nach den neuesten technischen Möglichkeiten“, sagte der Limburger Architekt André Kramm. Er beauftragte die in Hamburg lebende und aus Limburg stammende Lichtdesignerin Sarah Textor mit der Planung, die sodann von einem Team der Fachfirma Grammel & Quirmbach umgesetzt wurde.

So ist es dem Küster neben der Sakristei auf einem fest installierten Tableau, dem Priester am Altar oder auch dem Organisten möglich, über ein Programm auf dem Smartphone oder am Tablet die einzelnen Leuchten ein- und auszuschalten oder zu dimmen. Für besondere Anlässe wie Weihnachten, die Osternacht oder für Taufen wurden auf dem Computer Lichtszenerien hinterlegt, die per Taste abgerufen werden.

Die herkömmlichen Deckenstrahler und andere Lampen sind von rund 200 LED-Leuchten abgelöst worden, die nahezu alle dimmbar sind. Allein in den schwingenden Bögen des Chorraums sind 98 solcher Lämpchen installiert. Projektleiter Andreas Czapla von Grammel & Quirmbach berichtet: „Über dem Dachboden und den Seitenaltären wie auch im Chorraum haben wir alle Leitungen erneuert. Die Leuchten im Langschiff stehen nicht mehr in den Fensternischen, sondern hängen über den Bänken und erleichtern so auch das Lesen.“ Allerdings bedürfe der Hochaltar einer gesondert eingestellten Belichtung, die erst in den nächsten 14 Tagen programmiert werden könne. Jetzt gibt es sogar eine Alarmleuchte in der Kirche, die im Falle eines Brandes auch optisch warnt.

Architekt Kramm berichtet, dass der Boden der Bänke gereinigt und gewachst worden ist und dass die Orgel noch saniert wird und ihre musikalischen Fähigkeiten erweitert werden sollen. Ebenfalls hätten die Marienkapelle und die angrenzende Antonius-Kapelle einen neuen Anstrich mit verbesserter Innenbeleuchtung erhalten. Der obere Treppenaufgang sei abgedichtet worden. Dort aufgetretene Schäden hatten zu Feuchtigkeit im Untergeschoss geführt. Allerdings müssten in den kommenden Tagen Restarbeiten wie die Montage der Sockelleisten und Verfugungen ausgeführt werden.

Die Gläubigen dürfen sich also freuen, die sogenannte Unterkirche, den Richard-Henkes-Saal, verlassen zu können, obwohl sich viele Besucher auch mit dem liebevoll hergerichteten Ausweichquartier angefreundet hatten, das ihnen außerhalb religiöser Anlässe jedoch verschlossen blieb. Pater Leo Wiszniewsky ist vom Erfolg der Renovierung überzeugt. „Ich bin beglückt und die Mitbrüder sind sehr froh über das gelungene Werk“, sagte der Rektor des Missionshauses.

Von Dieter Fluck
Diez
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