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    Rhein-Lahn/Pohl

    Darbietung: "Limes live" erfüllt Kastell mit Leben

    Ein voller Erfolg - anders lässt sich die achte Auflage von "Limes live" wohl nicht bezeichnen. Hunderte Autos mit Kennzeichen zum Teil von weit her brachten noch viel mehr Besucher in die Gemeinde Pohl, in deren Kastell nun zum zweiten Mal der Erlebnistag ausgerichtet wurde. Noch nie waren die Reenactors, also die gewandeten Darsteller, so zahlreich vertreten. Die Besucher würdigten das große Engagement, tauchten mit ein in die Geschichte, lauschten aufmerksam den Erklärungen und verfolgten die spannenden Vorführungen, wie beispielsweise Schwertkämpfe oder auch die Reiter Roms, die auf Pferden in die Schlacht zogen.

    Von unserem Redakteur Markus Eschenauer

    Abgerundet wurde der Erlebnistag durch zahlreiche Fachvorträge zu ganz unterschiedlichen Themen der Römerzeit. Die waren etwa überschrieben mit "Rechenhilfen in der Antike" oder auch "Römisches Geldwesen und Handel". Dr. Jens Dolata, ehemaliger Limesarchäologe des Landes Rheinland-Pfalz, erläuterte neben der Ausstellung "Monumenta Lapidea Narrant" auch die römische Vergangenheit der Nachbargemeinde Marienfels. Hintergrund: Das Modell des früheren Kastellbads war zum Limes-Erlebnistag am Sonntag erstmals einem großen Publikum zugänglich. Allein das neue Ausstellungsstück veranschaulicht, dass das Limeskastell in Pohl ein Ort der Begegnung ist, an dem die römische Geschichte einer ganzen Region anschaulich verdeutlicht wird. Mit dem Projekt Kastell und besonders dem Förderverein mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfern sei es gelungen, den Limes in die Köpfe der Menschen zu rücken, "als etwas Verbindendes", wie Udo Rau, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nassau, betonte. Gleichzeitig sei er dankbar, dass man das Kastell nicht als ein klassisches Museum betrachte. "Die Anlage lebt, sie hat Herz", so Rau. Davon konnten sich die Besucher am vergangenen Sonntag überzeugen. Es herrschte großer Trubel in der Anlage und dem Gelände drum herum. Dass so viele Menschen an diesem Tag zusammengekommen sind, um gemeinsam "Limes live" zu erleben, Kelten und Römer miteinander feiern, bezeichnete Landrat Puchtler bei der offiziellen Eröffnung als richtige Antwort auf die derzeitige Situation in der Welt.

    80 Helfer aus den Ortsvereinen sind seit Freitag im Einsatz, um diesen Tag möglich zu machen, erklärte Pohls Bürgermeister Prof. Thomas Steffen und dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Es sei schön, all die Römer und Kelten einmal im Jahr wiederzusehen. Für Steffen ist dies "ein Motivationsschub, um weiterzumachen". Den braucht es auch angesichts der enormen Leistung, die die Mitglieder des Förderkreises erbringen, um das Kastell zu betreuen. Um die Qualität aufrechtzuerhalten, bedürfe es mittelfristig anderer Lösungen, fand Steffen auch mahnende Worte. Das passt in gewisser Weise zu den Aussagen des Landrats. "Was können wir noch für den Limes und das Kastell machen, um das Ganze mehr ins Blickfeld des Landes und eventuell sogar des Bundes zu rücken?", nannte Puchtler eine große Aufgabe.

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