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Adenau

Heeresmusikkorps: Packendes Klangspektakel am Nürburgring

Rund 1300 Besucher erlebten im Bitburger Event-Center am Nürburgring ein beeindruckendes Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Koblenz zugunsten der ärztlichen Versorgung.

Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe dirgierte das Heeresmusikkorps Koblenz.  Foto: Werner Dreschers
Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe dirgierte das Heeresmusikkorps Koblenz.
Foto: Werner Dreschers

Das muss man mit einer Konzertveranstaltung in der Eifel erst einmal schaffen: Rund 1300 Besucher hatten sich zum Benefizkonzert des Heeresmusikkorps im Bitburger Event-Center am Nürburgring eingefunden. Ein Schellenbaum des Musikkorps mit Bundesadler zierte die Bühne, die im Hintergrund mit Zunftfahren und dem Logo der Initiative „Unser Notarzt“ geschmückt war. Letztere stand für den Zweck des Abends: eine gesicherte ärztliche Versorgung in der Eifel.

Initiator und Organisator Peter Körtgen und Zunftgemeinschaft (Zusammenschluss von Wollenweber-, Gerber- und Hammerzunft in Adenau) hatten ganze Arbeit geleistet. Die Feuerwehren aus Adenau und Nürburg hatten die Parkplatzeinweisung übernommen, Vereine und Einrichtungen unterstützten den Ablauf, Sponsoren beteiligten sich.

Körtgen, selbst Zunftmitglied, hieß die Besucher und das Musikkorps willkommen. Applaus brandete auf, als die Dirigentin Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe die Bühne betrat. Das Heeresmusikkorps kann auf internationale Auftritte zurückblicken. Es verzichtete für die gute Sache auf ein Honorar, der Nürburgring hatte die Veranstaltungshalle dankenswerterweise ohne Berechnung zur Verfügung gestellt. Geschäftsführer Mirco Markfort war unter den Gästen, ebenso Bürgermeister Guido Nisius, Landtagsabgeordneter Horst Gies, Beigeordnete und Ratsmitglieder des Verbandsgemeinderates und der Ortsgemeinden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte ein Grußwort gesendet. Das Musikprogramm, von Alexandra Schütz-Knospe vorgestellt, verhieß kurzweilige Unterhaltung für vielerlei Musikgeschmack.

„Die Schwarzen Jäger“ von Eduard Partsch war Auftakt des Abends, klassisch inspiriert ging es weiter mit Auszügen aus „Wilhelm Tell“, der letztkomponierten Oper von Gioacchino Rossini. Ein Konzert für vier Hörner von Carl-Heinrich Hübler ließ die Hornvirtuosen brillieren. Eher volkstümlich erklang der „Jäger aus Kurpfalz“ von Johann G. Rode. Und „Outback“ von Thomas Doss gab Einblicke in die Musik der Aborigines, eine Vielzahl ungewöhnlicher Instrumente ließ aufhorchen, ein faszinierendes Klangspektakel.

Den meisten Besuchern sicher nicht geläufig waren die Töne eines Didgeridoos, ein Instrument nordaustralischer Ureinwohner, das aus ausgehöhlten Eukalyptusstämmen gefertigt wird. Und nicht minder beeindruckend waren Schwirrhölzer, die vielfältige Klänge bis hin zu grollendem Unwetter erzeugten.

Der zweite Teil begann mit „Waidmannsheil“, einem Jägermarsch nach August Reckling. Der inzwischen legendäre „Ötzi“ fand Resonanz in „Man in the Ice“ von Otto M. Schwarz. Und gar Anklänge an prachtvolle spanische Kampfstiere kamen bei „El Toro Loco“ auf.

Ganz groß kam das Orchester mit „At World’ s End“ heraus, eine Adaption des klangstarken „Pirates of the Caribbean“, tongewaltige und dramatische Musik zur Piratenfilmreihe der Walt-Disney-Studios. Mit „The Race” nach Boris Blank klang das Konzert aus, die „Formel 1“ ließ grüßen.

Lang anhaltender Beifall zum Ende, Applaus im Stehen, das Konzert war den Besuchern erkennbar unter die Haut gegangen. Dankworte von Peter Körtgen gingen an die Dirigentin und das Musikkorps. Auch Bürgermeister Guido Nisius fand lobende Worte für das großartige Konzert. Für das herausragende persönliche Engagement von Peter Körtgen und der Zunftgemeinschaft sprach er hohe Anerkennung aus. Mehrere Zugabewünsche wurden dann noch erfüllt, zum Schluss erklang die Nationalhymne. „Ein tolles Erlebnis“, so die Besucher, und das Spendenergebnis dürften allen Erwartungen gerecht werden.

Der Erlös der Benefizveranstaltung trägt zur Standortsicherung des Adenauer Krankenhauses und der Weiterentwicklung der notärztlichen Versorgung bei. Neue Räumlichkeiten für Ausbildung und Logistik bei Versorgung eines Mas-senanfalls von Verletzten werden dort geschaffen. In ehrenamtlicher Hilfe hat die Zunftgemeinschaft sich hier bereits stark engagiert. Der am Nürburgring startende Rettungshubschrauber ist besetzt mit Adenauer Notärzten, ein Schulungszentrum im Krankenhaus ist im Aufbau. Werner Dreschers

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