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Kreis Ahrweiler

Filialschließungen? Das sagen unsere Banken

Nicht erst, seit die große Sparkasse Koblenz kürzlich die Schließung von sieben weiteren Zweigstellen in kleinen Orten verkündet hat, sind viele Bankkunden verunsichert: Wie lange wird es noch die Filiale meiner Hausbank mit den wohlbekannten Gesichtern hinterm Schalter geben?

Bankgeschäfte online erledigen, ergänzende Infos per Telefon vom Kundenberater erhalten: Auch bei den Banken im Kreis Ahrweiler ist das für viele Kunden längst Alltag. Doch natürlich unterhalten die Kreditinstitute Filialnetze in der Region – doch wie lange noch in welcher Größe?  Foto: Jan Lindner
Bankgeschäfte online erledigen, ergänzende Infos per Telefon vom Kundenberater erhalten: Auch bei den Banken im Kreis Ahrweiler ist das für viele Kunden längst Alltag. Doch natürlich unterhalten die Kreditinstitute Filialnetze in der Region – doch wie lange noch in welcher Größe?
Foto: Jan Lindner

Im Kreis Ahrweiler nutzen mehr als 90 Prozent der Bürger die Volksbank RheinAhrEifel (Voba) und die Kreissparkasse (KSK) für ihre Geldgeschäfte. Stehen auch dort Veränderungen im Filialnetz an? Wir haben nachgefragt.

Letztmals hatten beide Banken 2016 und 2017 für Bürgerproteste durch Schließungen von mit Mitarbeitern besetzten Standorten gesorgt. Sechs waren es bei der Kreissparkasse zum Oktober 2016, die Volksbank machte 2017 zwei Standorte zu und reduzierte ihre Angebote an zwei weiteren deutlich. Und auch bei den Öffnungszeiten nahmen beide Bankinstitute im vergangenen Jahr „Anpassungen im Sinne der Kunden“ vor.

Die gute Nachricht: Zumindest Schließungen sind derzeit weder bei der Kreissparkasse Ahrweiler noch bei der Volksbank für das laufende Jahr geplant. Bei der Voba heißt es klar: „2018 sind keine Schließungen bei den Geschäftsstellen geplant, so Thomas Theisen, Direktor des Regionalmarktes AhrBrohltal. Und bei der Kreissparkasse wird die Anfrage mit „derzeit sind für 2018 keine Schließungen geplant“ von Pressesprecher Martin Pütz beantwortet.

Aber: Bei der Begründung für den Abbau von mitarbeiterbesetzten Filialen sind sich beide Banken einig – das Geschäft verlagert sich immer mehr in den Onlinebereich. Und das sei mittlerweile keine Altersfrage mehr. Auch Senioren schätzten die Bequemlichkeit, Bankgeschäfte von zu Hause aus zu tätigen. Zur reinen Internetbank wollen sich aber weder Volksbank noch Kreissparkasse entwickeln. „Bei der Betreuung unserer Kunden setzen wir auf eine Kombination aus persönlicher Beratung vor Ort und unsere rund um die Uhr erreichbaren Online-Services.“, sagt Thomas Theisen. Ein Satz, den man auf Anfrage genau so auch bei der Kreissparkasse hört.

Und wenn die Internetbanken auch kein Vorbild beim Geschäftsmodell für KSK und Voba sind, so setzen sie die im Kreis etablierten Institute doch beim Onlinegeschäft unter Druck. „Unabhängig von der Zielgruppe erwarten unsere Kunden moderne und flexible Kontakt- und Beratungswege von ihrer Sparkasse. Dabei wünschen unsere Kunden zunehmend räumliche und zeitliche Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten unserer Filialen“, sagt Martin Pütz von der Kreissparkasse.

Vor diesem Hintergrund bindet man ganz aktuell den „Sparkassen-Chat“ in den Internetauftritt der KSK ein. Dabei können die Kunden per Text oder Video mit der Kreissparkasse Kontakt aufnehmen. Beim sogenannten Co-Browsing sehen sich Kunde und Berater von unterschiedlichen Orten aus gemeinsame Seiten über einen Browser an, und beim Screen-Sharing können sie auch gemeinsam Formulare bearbeiten.

„Einfach und bequem“ sollen auch die Volksbankkunden mit ihren Beratern übers Netz kommunizieren können. Für Privatkunden soll es in Kürze einen digitalen Anlageassistenten, mit dem man alle Schritte der Geldanlage – von der Information, über Legitimation, Beauftragung der Vermögensverwaltung bis hin zur Depoteröffnung – über das Internet erledigen kann. Und bei der Volksbank kommt mittlerweile auch die Sprachbox Alexa zum Einsatz. Alexa kennt Öffnungszeiten von Filialen und weiß, wo Geldautomaten der Genossenschaftsbanken stehen, weiß, wie man eine Kreditkarte sperrt oder was Bausparen bedeutet.

Von unserem Redaktionsleiter Uli Adams

Volksbank und Sparkasse im Kreis Ahrweiler in Zahlen

Die Volksbank RheinAhrEifel ist im Kreis mit 23 Filialen vertreten, davon sind 15 mit Mitarbeitern besetzt, acht sind Selbstbedienungsfilialen. 30 Geldautomaten stehen den Kunden von Genossenschaftsbanken im Kreis Ahrweile für die Bargeldversorgung zur Verfügung.

Die Kreissparkasse hat 23 mitarbeiterbesetzte Standorte, zudem stehen den Kunden sieben Service-Agenturen, 45 Geldautomaten, 54 SB-Terminals sowie sechs Münzeinzahler zur Verfügung. ua

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