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    Bad Neuenahr

    Die Paten von Wadenheim feiern

    25 Jahre Bürgergesellschaft Wadenheim. Das bedeutet 25 Jahre Einsatz und Engagement für den Ortsteil, aber auch Frohsinn und gute Laune für die Bürger. Am 14. Juni wird der Geburtstag gefeiert.

    Seit 25 Jahren ist er der Schultes von Wadenheim: Horst Felten vor dem Brunnen, der an die Sage vom Goldenen Pflug erinnert.
    Seit 25 Jahren ist er der Schultes von Wadenheim: Horst Felten vor dem Brunnen, der an die Sage vom Goldenen Pflug erinnert.
    Foto: tar

    Waren es am 27. April 1990 lediglich 15 Bürger, die sich im Hotel Union Felten trafen, um einen Verein zu gründen, so ist die Mitgliederzahl heute auf mehr als 400 angewachsen. Im Laufe der Zeit sind rund 260 Mitglieder gestorben, die aber immer wieder durch neue Mitbürger ersetzt werden konnten. Von Anfang an wollte sich die neue Bürgerbewegung um die Belange des Neuenahrer Ursprungsortes Wadenheim kümmern, wollte Sprachrohr sein, ohne dabei der Stadt mit ihren Zuständigkeiten in die Quere zu kommen.

    "Vielen Bürgern war das Bewusstsein, Wadenheimer zu sein, verloren gegangen", erinnert sich Horst Felten, der neben Friedhelm Schnitzler den Anstoß zur Vereinsgründung gab. Dass es ähnliche Zusammenschlüsse der beiden anderen Ursprungsorte Beul und Hemmessen zu dieser Zeit bereits gab, spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Am Sonntag, 14. Juni, wird nun um 11 Uhr in einer Festversammlung im Seta-Hotel der Gründung der Bürgergesellschaft gedacht und nach einem viertel Jahrhundert Bilanz gezogen. Mehr als 150 Gäste haben sich zum Mitfeiern bereits angemeldet.

    Der erste, im Jahr 1990 gewählte Vorstand setzte sich aus dem Vorsitzendem (Schultes) Horst Felten, Stellvertreter Werner Unger, Schatzmeister Manfred Rieck, Schriftführer Günter Pohl sowie den Beisitzern Renate Kaul und Matthias Odenkirchen jun. zusammen. Als Vorsitzender ist Horst Felten noch heute im Amt und hält die Geschicke der Bürgergesellschaft fest in seiner Hand. Das Wirken der Wadenheimer Bürgergesellschaft ist ebenso sichtbar wie spürbar. Wer durch Bad Neuenahr spaziert, wird unweigerlich auf den Wadenheimer Platz stoßen. Seit 1995 plätschert dort in Erinnerung an die heimische Sage vom Goldenen Pflug unter diesem Motto ein wunderschöner Brunnen. Ein Stück weiter am "Alten Markt" fallen sofort die großen Steinfiguren von "Hendrech un Jösef", zwei Wadenheimer Originalen, ins Auge. Auch direkt die Kapelle mit der spätgotischen Kreuzigungsgruppe direkt daneben wurde mit Mitteln der Bürgergesellschaft restauriert und wird von deren Mitgliedern gepflegt. An den Brücken über die Ahr sind Erläuterungsschilder angebracht.

    Diese und viele Dinge mehr hat die Bürgergesellschaft angestoßen. Daneben sorgen gesellschaftliche Veranstaltungen dafür, dass sich Neubürger schnell in die Ortsgemeinschaft integrieren können und Bad Neuenahr als ihre Heimat anerkennen. Wadenheimer Klaaf, Ausflüge, den Maibaum aufstellen, das Döppekoocheessen und Adventskaffee sind nur einige weitere Stichworte.

    "Wenn jemand, der vor 25 Jahren gestorben ist, heute nochmals durch den Ort laufen könnte, würde er ihn an vielen Stellen nicht mehr erkennen. Die Stadt hat ein anderes Gesicht bekommen", beschreibt Felten den Wandel, den er insgesamt als positiv bewertet. Sorge macht ihm allerdings der derzeit ungebremste Bauboom von Eigentumswohnungen. "Irgendwann wird daraus eine platzende Immobilienblase entstehen", mutmaßt er. Auch er ist der Ansicht, dass nach Möglichkeit viele der alten Fassaden aus der Zeit um die Jahrhundertwende erhalten bleiben müssen. Er sieht aber auch, dass nicht alles, was alt ist auch erhaltenswert ist. Hätte er einen Wunsch frei, so stünde an erster Stelle, dass sich Aktiengesellschaft Bad Neuenahr und Kurbadgesellschaft, sprich die Stadt, wieder besser verstehen und gemeinsam an einem Strang in die selbe Richtung ziehen - zum Wohle aller. Bei der Vorstandsneuwahl im März 2016 wird die Ära Felten in der Bürgergesellschaft enden. Dann will er den Vorsitz an einen aktiven, jüngeren Mitbürger abgeben. Als Voraussetzung müsse dieser aber die Liebe zur Heimat und zu Wadenheim mitbringen.

    Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

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