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    Ahrtal"Ahrsteig erleben": Wanderaktionstag zur Eröffnung der fünften Etappe

    Über 100 Kilometer führt der Ahrsteig von der Ahrquelle in Blankenheim bis zur Rheinmündung bei Sinzig. Eine der anspruchsvollsten Passagen: die neue Etappe fünf zwischen Kreuzberg und Walporzheim, die am Sonntag beim Wanderaktionstag „Ahrsteig erleben“ zum Vitalwandern herausforderte. Der gut 17 Kilometer lange Wanderweg verläuft an den Ahrhöhen Hornberg, Schrock, Koppen vorbei, und mit dem Lingenberg, dem Teufelsloch und dem Krausberg erschließt er die schönsten Bereiche des mittleren Ahrtals.

    Die fünfte Etappe begeisterte auch bei Nieselregen. „Man sieht hier nur strahlende Gesichter“, brachte es Renate Strauch aus Marl auf den Punkt, die zusammen mit ihrer Freundin Mathilde Burkhelif aus Paris auf Tour war. Der Trail hat es in sich, zumal die gesamten gut 750 Höhenmeter auf der Etappe oft nur über schmale naturbelassene Pfade zu bewältigen sind. Für eine Wandergruppe, die die komplette Etappe fünf am Sonntag unter die Füße nahm, begann der gut sechs Stunden lange Weg am Bahnhof Kreuzberg. Der erfahrene Wanderführer Franz-Josef Bertram aus Dernau informierte über Besonderheiten des Ahrsteigs und des Ahrtals. Hinauf ging’s über steinige Stufen und Serpentinen hoch auf den Lingenberg. Der Blick ins Tal: überwältigend schön. Der nächste Aufstieg ließ nicht lange auf sich warten.

    Zwischen Kreuzberg und Walporzheim wurde ein vielfältiges Programm geboten. In Kreuzberg lockte der Aktionspunkt Saffenburg. Neben einer Burgführung begeisterte hier auch „Kasper, der Gaukler“ mit waghalsigen Kunststücken zu mittelalterlichen Klänge. Auf dem Dernauer Krausberg stand „Natur Aktiv Erleben – unterwegs mit den Naturfinder-Kindern“ auf dem Plan. Das Motto der Dagernova Weinmanufaktur war mit „Stein und Wein“ trefflich gewählt. Eine kurze Entdeckungsreise in ferne Zeiten präsentierte die Geologin Susanne Brüning-Schmitz in Walporzheim.

    „Die Strecke zum Teufelsloch hoch ist als schwer eingestuft“, stimmte Wanderführer Thomas Winges seine achtköpfige Gruppe auf einen steinigen Aufstieg ein. Trittfest und schwindelfrei sollte der Wanderer sein. „Ich rate an, wandertaugliches Schuhwerk zu tragen“, mahnte er, auf die eigene Sicherheit zu achten. Die Teilnahme am Erlebnistag erfolge auf eigenes Risiko, so Winges vorsorglich. „Waldgeister begleiten den Weg zum besagten Felsen“, machte der Wanderführer neugierig auf die hölzernen Geistergesichter, die der Altenahrer Schnitzer Toni Görtz gefertigt hat. Am Aufgang zum Schwarzen Kreuz und zum Teufelsloch lugten ihre bunten Gesichter aus den Baumstämmen hervor. Über einen schmalen, steinigen Grat gelangte die Wandergruppe zum Aussichtspunkt Schwarzes Kreuz, 1865 zum Andenken an ein Kind errichtet, das im Fluss verunglückt war. Dann hieß es aufpassen: Die Waldpfade blieben schmal, stellenweise waren sie tückisch glatt. Hoch ging’s in den Fels, der kurze Aufstieg kam einer beschwerlichen Kraxelei gleich. Das berüchtigte Teufelsloch nahte. Der Weg dahin führt ein bisschen von der Route ab. Über unregelmäßige Stufen und nach einer kurzen Kletterpartie über einen Felsenpfad war das große Felsenloch für Trittsichere gut zu erreichen. Einst soll hier Satan selbst das beeindruckende Oval in einem Wutanfall in die Felsspitze geschlagen haben.

    Von unserem Mitarbeiter Horst Bach

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