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Bad Kreuznach

Wohnhausbrand: Zigarette oder Kerze als Auslöser

Drei Tage nach dem verheerenden Wohnhausbrand in der Bad Kreuznacher Innenstadt, bei dem am frühen Sonntagmorgen zwei Menschen ums Leben kamen, liegen die Untersuchungsergebnisse der Sachverständigen vor. Brandstiftung wird ausgeschlossen.

Der Zugang zur Brandruine ist noch gesperrt, das Haus derzeit unbewohnbar.
Der Zugang zur Brandruine ist noch gesperrt, das Haus derzeit unbewohnbar.
Foto: Gustl Stumpf

Bad Kreuznach – Drei Tage nach dem verheerenden Wohnhausbrand in der Bad Kreuznacher Innenstadt, bei dem am frühen Sonntagmorgen zwei Menschen ums Leben kamen, liegen die Untersuchungsergebnisse der Sachverständigen vor. Brandstiftung wird ausgeschlossen.

Wie die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach am Mittwoch bestätigte, gibt es keine Hinweise auf Brandstiftung oder Brandbeschleuniger. Auch ein technischer Defekt kommt als Auslöser des dramatischen Geschehens nicht infrage.

Brandherd im Essbereich

Vermutet wird vielmehr, dass sich der Brandherd im Essbereich des Dachgeschosswohnung im zweiten Stock befand. Ofen, Toaster oder ein defektes Kabel könnten dabei eine Rolle gespielt haben. „Am ehesten aber kommt eine glimmende Zigarette oder eine brennende Kerze in Betracht“, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Michael Brandt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Dass das Feuer von außen gelegt wurde, schließt Brand aus. Erkenntnisse, die sich auch auf die Arbeit der Polizeispürhunde stützt, die am Dienstag mit den Sachverständigen die Brandruine durchkämmten. Ob die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder in dem Haus installiert waren, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Bei den beiden Toten handelt es sich um einen 50-jährigen Mann und eine 63-jährige Frau. Beide lebten gemeinsam in der Dachwohnung. Gestorben sind sie an Rauchvergiftung. Das ergab die Obduktion der Leichen. Im Blut wurden hohe Bestandteile an Kohlendioxid (CO2) festgestellt, was zweifelsfrei darauf zurückschließen lässt, dass beide noch gelebt haben, als das Feuer ausbrach. Wie Oberstaatsanwalt Brandt weiter ausführte, wurden auch keine fremd beigebrachten Verletzungen an den Opfern festgestellt.

Haus derzeit unbewohnbar

Die Untersuchungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei an Ort und Stelle sind damit abgeschlossen. Jetzt werden die Sachverständigen der Versicherungen tätig. Die Frage, ob das derzeit unbewohnbare Haus im „Kleiner Bangert 8“ saniert werden kann oder abgerissen werden muss, lässt sich noch nicht beantworten.

Die Bauaufsicht der Stadt Bad Kreuznach hat das Objekt am Mittwoch unter die Lupe genommen und geprüft, ob weitere Sicherungsmaßnahmen notwendig sind. Zwei weitere Mieter hat das Sozialamt in einem Hotel untergebracht und ist bei der Wohnungssuche behilflich.

Gustl Stumpf

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