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    Bärenbach

    Nahe-Auswahl hielt gut mit gegen Lottoelf: Stolz auf die Truppe und den Spendenscheck

    „Ich bin stolz auf die Truppe“, bilanziert Bürgermeister und Auswahl-Trainer Werner Müller nach dem 4:10 seines Teams gegen die mit 352 Länderspielen gespickte Lottoelf um Europameister Stefan Kuntz. „Wir hätten noch zwei Tore mehr schießen können, doch wir haben sehr gut mitgespielt“, sagt Müller weiter. Das beweise, dass auch AH-Spieler noch Werbung für den Fußball machen könnten. Müller: „Was man mal konnte, das verlernt man nicht.“ Und er fügt schmunzelnd hin: „Das gilt auch für die Trainer.“

    Einen besonderen Dank richtete Müller als Vorstandsmitglied der Soonwaldstiftung an alle Spieler und Helfer. Auf das Spendenergebnis könne man wahrlich stolz sein.

    Eckel froh über die Gegenwehr

    Der Weltmeister von 1954, Horst Eckel, war angetan von der Partie, in der seine Truppe spielerisch richtig gefordert wurde. Ja, das habe er schon als Spieler genossen, wenn es gegen Gegner ging, die mithielten, gegen die man richtig arbeiten musste. So sieht das Europameister und Doppel-Vizeweltmeister Hans-Peter Briegel, der zu Beginn seiner Weltkarriere öfters im Kirner Raum auflief. Da ging’s zum Teil hart her, erinnert er sich.

    Aber diesmal wurde mitgespielt, da lief das Bällchen richtig gut in den Reihen der Auswahl. Die hatte beherzigt, was Lottoelf-Organisator Hermann Josef Ganser im Vorfeld „verraten“ hatte: „Zum Spielbeginn sind wir leicht zu erwischen. In der Tat: Die Auswahl kassierte zwar das 0:1 durch Anel Dzaka (nicht durch Kuntz wie wir versehentlich gestern meldeten). Die Naheauswahl drehte den Spieß um, führte 2:1. „Das war die lange Pause wie in der Formel 1“, scherzte Dariusz Wosz . Vor den Ferien hatte er mit seinem Team noch in Horbach ein 22:1 herausgespielt. Am Ende wurde es aber doch noch zweistellig. Die Lottoelf siegte 10:4, und es gab noch Pfostentreffer, „Abseitstore“ und einen verschossenen Foulelfmeter (der wohl keiner war). Schade, dass der Dauerregen vor dem dann zum Glück „trockenen Spiel“ nicht früher aufgehört hatte. Viele Fans ließen sich wohl von den zu Unrecht erwarteten Parkmöglichkeiten schrecken, scheuten den Stoppelacker.

    Weltklasse am Ball: Dariusz Wosz.
    Weltklasse am Ball: Dariusz Wosz.

    Der Nachwuchs nahm trotz Regen das Angebot an, mit Dariusz Wosz und Torwartikone Wolfgang (Otto) Kleff konzentriert zu trainieren. Besonders beim 48-jährigen Wosz stach die noch immer grandiose Fitness ins Auge. Er war später im Spiel in der ersten Halbzeit der auffälligste Spieler. Dabei hatte er noch eine 300-Kilometer-Anreise aus Bochum in den Knochen.

    Immer noch topfit: Guido („Diego“) Buchwald. 30 Spiele macht er pro Saison.
    Immer noch topfit: Guido („Diego“) Buchwald. 30 Spiele macht er pro Saison.

    Topfit ist auch noch Guido Buchwald, der aus Reutlingen anreiste und keinen Ball verloren gab. „Diego“ Buchwald, der diesen Kosenamen nach dem WM-Duell mit Diego Maradonna gerne trägt, macht im Jahr gut 30 Spiele mit Lottoelf, DFB- und VfB-Traditionself. Da fragt sich Organisator Ganser, ob auch künftig Weltstars bereit sind, im fortgeschrittenen Alter für den guten Zweck zu kicken. Er hofft auf „junge Spieler“ wie Marco Reich, der Silvester erst 40 wird.

    Reich genoss das Heimspiel, war torgefährlich und „erbettelte“ spaßhaft kurz vor Schluss nach Debatten von Michael Kuntz, ob ein Ball im Aus war oder nicht, die einzige gelbe Karte des Spiels.

    Hunsrücker Spezialität, die Reinhold Steinmetz zubereitete: Spießbraten über Buchenholzfeuer gegrillt.
    Hunsrücker Spezialität, die Reinhold Steinmetz zubereitete: Spießbraten über Buchenholzfeuer gegrillt.

    Baustein für Ferienwohnungen

    Der gute Zweck wurde erfüllt – die Soonwaldstiftung darf sich als Sieger fühlen. Vorsitzender Herbert Wirzius strahlte, konnte einen mächtigen Baustein für das Ferienwohnung-Projekt verbuchen. Beim gemütlichen Abschluss im FC-Sportheim fädelte er schon wieder einige Hilfsaktionen ein, fand Sponsoren etwa für die Anschaffung eines 6000 Euro teuren Spezialrollstuhls.

    Auch die Sponsoren hatten ihren Spaß – etwa Peter Scholten, Chef der Sparkasse Rhein-Nahe, der den Anstoß mit seinem Kollegen Thomas Späth (Birkenfelder Landesbank) ausführte. „Mein Pass war gerade, seiner nicht“, merkte er launig an und erinnerte an sein Länderspiel mit der Köche-Nationalmannschaft im Team mit Stefan Kuntz und Torwart Johann Lafer.

    Ja, Erinnerungen austauschen: Davon machten die Auswahlspieler, Lottoelf und Ehrengäste ausgiebig Gebrauch. In dieser Formation wird man wohl kaum noch mal zusammenkommen. Oder doch? Die Naheauswahl aus zwei Kreisen mit etlichen Akteuren, die höherklassig spielten, wäre in Bestbesetzung ein toller Gegner für jede Traditionself. Vielleicht ergibt sich ja mal was.

    „Nach 0:22 gegen die Lottoelf in Simmertal und 1:15 in Hennweiler war das 4:10 diesmal ein Fortschritt,“ merkte Herbert Wirzius an. Fazit: Bärenbach hatte besseres Wetter und mehr als 325 zahlende Zuschauer verdient (mit Vips und Kindern waren rund 500 Leute auf dem Platz). Aber unterm Strich waren alle zufrieden und auch ein bisschen stolz. Armin Seibert

    Es kann nur einen geben: Keeper Moser glänzt als Spieler des Tages

    Bärenbach. „Vielen Dank an die Lotto-Elf und an Bärenbach sowie an die zahlreichen Helfer, ohne die das Ergebnis nicht möglich wäre“, sagte Herbert Wirzius namens der Soonwaldstiftung „Hilfe für Kinder in Not“ bei der Entgegennahme des Schecks in der Halbzeitpause über 14.000 Euro. Der Erlös soll dazu verwendet werden, auf Schloss Dhaun barrierefreie Wohnungen auszubauen. Sie sollen Not leidenden Kinder und ihren Familien eine Erholungsurlaub ermöglichen.

    Spieler des Tages: Robert Moser (Mitte) mit M. Reich und D. Wache.
    Spieler des Tages: Robert Moser (Mitte) mit M. Reich und D. Wache.

    Bärenbach war bereits die 4. Station der Lottoelf in der Region, bei deren 214. Spiel. Jedes Mal kam an der Nahe der Erlös der Soonwaldstiftung zugute. Immer dabei war dabei auch der Doppeldeckerbus der Stefan-Morsch-Stiftung, der am Ende des Tages immerhin 43 Freiwillige zählte, die sich als Stammzellspender für Leukämiekranke typisieren ließen, berichtete deren Repräsentant Axel Rolland.

    Eine Stunde vor Anpfiff hörte der Regen auf. Zum Glück. Trotzdem war es Endresultatsmäßig „Fritz Walter Wetter“. Viele Zuschauer waren sich mit Helmut Hein und Günter Klasson vom VfL Simmertal einig: „Das Ergebnis fiel zu hoch aus. Die Lotto-Elf ist auf erstaunlich starke Gegner getroffen“. Die Naheauswahl lief nach dem Pausenanpfiff komplett neu auf. Hein und Klasson waren mit „ihren“ Auswahl-Stammspielern Andreas Heinrich und Matthias Christian, sehr zufrieden und outeten sich bei uns mit einem Augenzwinkern als „Scouts“. Denn die eigene Ü50 schaffte es schließlich als Rheinland-Pfalz Meister 2015 bis zu den Endspielen nach Berlin.

    Zum Spieler des Tages wurde Robert Moser vom FC Bärenbach gekürt. Den Autogramm-Spielball verdiente er sich redlich. Motto des Moderators Theisen: „Es kann nur einen geben!“ Zu Mosers Glanztagen zählte ein parierter Elfer. Immerhin hieß der Schütze Stefan Kuntz, 1996 Europameister und U-21-Europameister als Trainer. Augenzwinkernd meinte Kuntz später: „War so abgesprochen!“ Einer der Aktivposten der Lotto-Elf war „Lokalmatador“ Marco Reich, der eine Handvoll Tore beisteuerte und den Elfer „herausholte“. Da hatte Kuntz Pech, weil „es kein Elfer war“ orakelten die Fans. Die Auswahl logierte im Bürgerhaus im Sitzungsraum, die Lotto-Elf in der renovierten Stammkabine des FC.

    Am Spielfeldrand unter dem illustren Publikum war der einst stärkste Mann der Welt, Ronny Weller. „Wir haben einen Mordsaufwand betrieben, 50 Helfer waren im Einsatz. Es hat sich für die gute Sache mehr als gelohnt“, resümierte FCB-Chef Friedhelm Jakoby. Der Förderverein der Feuerwehr mit Andreas Götz, Uwe und Sebastian Weinz, Bernd Mildenberger, Matthias Henrich, Volker Barth und Heinz Engel erledigten als Parkplatzeinweiser einen tollen Job. Das eigens abgesperrte Stoppelfeld vis-a-vis des 2011 anlässlich des 90. FCB-Geburtstages eingeweihten Rasens konnte für Autos nicht befahren werden. 325 Zahlende zählte Hans-Norbert Collet – „bei besserem Wetter wären drei Mal so viel Zuschauer gekommen“, bedauerte er. Bernd Hey

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