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Kirn

Nach 3 Stunden: Vom Kirner Schillersteg ist nichts mehr zu sehen

Sebastian Schmitt

Seit Freitag ist der Schillersteg in Kirn Geschichte. Der Abriss begann jedoch früher als gedacht. Denn der 30 Tonnen schwere Kettenbagger erreichte Kirn bereits gegen 13.30 Uhr, nachdem er zuvor die die alte Nahebrücke bei Nahbollenbach abgerissen hatte.

Bald soll auch das Abbruchmaterial abtransportiert sein. Foto: Sebastian Schmitt
Bald soll auch das Abbruchmaterial abtransportiert sein.
Foto: Sebastian Schmitt

Für den Baggerfahrer war es dank der sehr gut ausgebauten Baustraße kein Problem sein Einsatzort zu erreichen. Mit viel Lärm, den man aber dank des Bahndammes in der Innenstadt nicht wahrnahm, fraß sich der Meißelaufsatz durch den Beton. Schwere Zangen durchtrennten die Armierungseisen, besonders die äußerst festen Spannbetoneisenbündel.

Nach einer Stunde sah die Brücke schon recht angeknabbert aus. Gegen 16.30 Uhr fiel das letzte Segment auf die eigens in der Nahe aufgebrachte Schutzschicht aus Kies und Sand.

Die Arbeiten waren aus diesem Grund auch nur bei Niedrigwasser möglich, was aber nach diesem Sommer kein Problem darstellte. Kein Problem waren auch die beiden Brückenpfeiler. Im Nu hatte sie der Bagger zerlegt. Sie bestanden im Inneren aus Sandstein und wurden bei der letzten Instandsetzung mit Spritzbeton verkleidet.

Vier Stunden nach Beginn der Arbeiten hatte die Baufirma das Flussbett der Nahe geräumt. Nun ist die letzte Verbindung mit dem „Stadtteil über Nahe“ selbst für abenteuerlustige Fußgänger physisch gekappt. In den vergangenen Wochen hatten viele Jugendliche Spaß dabei gefunden, über die Absperrungen und die freigelegten Brückenwiderlager zu klettern, um so das andere Ufer der Nahe zu erreichen. Das war nicht ungefährlich, aber auch die letzte Gelegenheit. Fußgänger und Radfahrer müssen jetzt für jede Überquerung einen Umweg von über einem halben Kilometer Länge in Kauf nehmen.

Bis zum Mittwoch soll das Abbruchmaterial abtransportiert sein. Im Anschluss wird dann der Unterbau für den Kranstandort hergestellt, sodass der Baukran aufgebaut werden kann. Danach geht es dann weiter mit dem Bau der Pfeilerfundamente für die neuen Brückenpfeiler. Der Zustand der Bestandswiderlager auf beiden Uferseiten muss noch untersucht werden. Diese werden teilweise abgerissen und, abhängig von ihrem Zustand, saniert.

„Grundsätzlich wird es jetzt erst mal ein wenig dauern, bis man vom Neubau der Brücke richtig was erkennen kann. Das ist bei einem solchen Projekt jedoch ganz normal. Im Hintergrund wird aber mit Hochdruck geplant und gearbeitet, dass die neue Brücke schnellstmöglich fertiggestellt werden kann“, informierte Thilo Pöhlmann.

Von unserem Reporter Sebastian Schmitt
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