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    Harmonische Feier statt hitziger Debatten im „Bauernparlament“

    Landwirtschaft und Landwirtschaftskammer gestern früher und heute. Unter diesem Motto diskutierte Landrat und Landwirtschaftsexperte Franz-Josef Diel auf der Kursaalbühne gestern mit Gründern, Machern und Visionären der Landwirtschaft.

    Bad Kreuznach - Landwirtschaft und Landwirtschaftskammer gestern früher und heute. Unter diesem Motto diskutierte Landrat und Landwirtschaftsexperte Franz-Josef Diel auf der Kursaalbühne gestern mit Gründern, Machern und Visionären der Landwirtschaft.

    Die muntere Runde ermöglichte einen tiefen Einblick in die Entwicklung des ländlichen Raums und der Berufsvertretungen und der 1971 durch Fusion von Rheinhessen-Pfalz und Rheinland-Nassau in gebildeten Kammer.
    „Man kannte sich nicht, musste erst Vertrauen finden“, beschrieb Senior Karl Fuhrmann (86) die „Welten“ zwischen Südpfalz und Westerwald. Mechtild Lunkenheimer-Keibel (Gau-Bickelheim) erinnerte an die Aufbruchsstimmung bei jungen Frauen, den Kampf um Emanzipation in der Berufsausbildung. Europa-Abgeordnete Christa Klaß betonte, es sei wichtig, vom Kreis bis zur EU-Politik mit einer Stimme zu sprechen. Sie kritisierte die auseinanderliegenden Positionen der Staatssekretäre Griese (Land) und Bleser (Bund).

    In Sachen Lebensmittelkompetenz sei man mal weiter gewesen. Heute wüssten viele nicht, dass man aus älterem Brot leckere Knödel macht – ein Grund, warum so viele Lebensmittel weggeworfen werden.
    Kammerpräsident Norbert Schindler erinnerte an verschiedene Agrarverwaltungsreformen und den immer neuen Reformbedarf. Zunehmende Aufgaben bei sinkendem Etat sei die große Herausforderung. Schindler: „Jobhunter holen uns die besten Leute weg.“ Die junge Landbautechnikerin und Landjugend-Funktionärin Regine Elsen erhofft sich als Zukunftsvision Bürokratieabbau und dass nicht ständig von Strafe und Belohnung für bäuerliches Tun die Rede sei. Die Überzeugung müsse im Vordergrund stehen. Ein „Überzeugungstäter“ ist auch Landjugendvorsitzender Florian Schmitt, der bei Berufskollegen für Engagement von der Kreis- bis zur EU-Ebene wirbt. Es gelte, bei der Bevölkerung Verständnis zu wecken. Das beginne schon mit dem Kindergartenbesuch im Winzerbetrieb.
    Beim Festakt im Kursaal stand das harmonische Miteinander im Vordergrund. Ja, die Bauern und Winzer in Land seien zusammengewachsen trotz landsmannschaftlicher Unterschiede. Es gebe weite regionale Interessen, aber ein gemeinsames Ziel, betonte Norbert Schindler. Hitzige Debatten, wie sie im „Bauernparlament“ dazugehören, schenkte man sich. Schon abends zuvor stand nach der „friedlichen“ Wahl das gemütliche Beisammensein in der Kreisverwaltung im Vordergrund. Die letzten gingen um halb drei.


    An solche Feiern erinnerte Staatssekretär Bleser: Nach dem ersten Versammlungstag sei es im sechsten Stock im Kammergebäude stets spät geworden. Der Mitinitiator der Fusion, Minister Otto Mayer (heute 90, ließ Grüße bestellen) habe gesagt, er könne der Kammer bei ihrer Arbeit nichts vorschreiben. Das riet Bleser auch seinem Staatssekretärkollegen: „Herr Griese, Sie sind ein kluger Mann. Sie werden sich dran halten.“ as


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