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Bad Kreuznach

Fragebogen an Kreuznacher Neubürger: Infrastruktur ist ein Knackpunkt

Silke Bauer

Seit die ehemaligen Liegenschaften der US-Armee in Bad Kreuznach ab 2006 in vier neue Wohn- beziehungsweise Gewerbegebiete umgewandelt wurden, sind rund 2100 Neubürger nach Bad Kreuznach gezogen. Nun hat die Bad Kreuznacher Entwicklungsgesellschaft (BKEG) einen Fragebogen an alle neuen Bewohner geschickt.

Wohnen in Toplage: Das Neubaugebiet Rheingrafenblick im Südwesten der Stadt füllt sich.  Foto: Harald Gebhardt
Wohnen in Toplage: Das Neubaugebiet Rheingrafenblick im Südwesten der Stadt füllt sich.
Foto: Harald Gebhardt

Damit will man herausfinden, wie die Neubürger ihr Wohnumfeld bewerten, woher sie ursprünglich kommen und warum sie sich für Bad Kreuznach entschieden haben. Rund ein Drittel sendete ihn beantwortet zurück. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer stellten der BKEG-Projektleiter Rolf Riecker und der BKEG-Stadtplaner und Architekt Thomas Geissler in einem Pressegespräch die Ergebnisse vor

Zum Hintergrund: Ab dem Jahr 2006 sind aus den ehemaligen Liegenschaften der US-Armee in Bad Kreuznach vier moderne Stadtviertel entstanden, in denen sich sowohl Gewerbe als auch Neubürger angesiedelt haben. Die Bad Kreuznacher Entwicklungsgesellschaft BKEG hatte mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz 51 Hektar Fläche entwickelt. Entstanden sind die Wohngebiete Rheingrafenblick, Rheingaublick, Musikerviertel und Anheuser Höfe (Gewerbepark General Rose).

Zwei Drittel der Bewohner kommen aus den umliegenden Landkreisen (zum Beispiel Mainz-Bingen oder Alzey-Worms) beziehungsweise aus anderen Bundesländern wie Hessen oder Baden-Württemberg. Die wenigsten der Neubürger haben zuvor in der Stadt Bad Kreuznach gewohnt. „Wir haben die Leute von außen angelockt“, freut sich die Oberbürgermeisterin.

Mit 41,6 Prozent haben jüngere Personen mit bis zu 40 Jahren den höchsten Anteil bei den Zuzügen. 30 Prozent der Neubürger sind zwischen 41 und 65 Jahre alt. Der Anteil von Haushalten von Senioren liegt bei 28,5 Prozent. Im Musikerviertel gibt es die meisten Senioren, da dort die Bestandsgebäude an der Alzeyer Straße zu Seniorenresidenzen umgebaut wurden.

BKEG-Projektleiter Rolf Riecker geht davon aus, dass spätestens 2019 alle rund 1300 neuen Wohneinheiten für zirka 3300 Bewohner bezogen sind.

Zu den Ergebnissen der Umfrage: Im Musikerviertel sind etwas mehr als die Hälfte der Bewohner eher zufrieden, knapp 30 Prozent bezeichnen ihre Stimmung als sehr zufrieden. Ähnliche Werte ergab die Umfrage bei den Bewohnern der Anheuser Höfe. Im Viertel Rheingaublick hingegen fällt auf, dass 27 Prozent mit ihrer Wohnsituation weniger zufrieden sind. Dies führen Riecker und Geissler darauf zurück, dass dieses Gebiet von allen vieren am dichtesten besiedelt ist. Die Parkplatzsituation ist dort relativ angespannt. Weitere Kritikpunkte der Neubürger beziehen sich auf den Verkehr, Stau, Raser und unzureichende Busverbindungen, vor allem in den späten Abendstunden. Auch ist der Wunsch nach mehr kulturellen Veranstaltungen sowie einer Belebung der Innenstadt bemerkbar. An der Verkehrssituation wolle man arbeiten, betont Kaster-Meurer. Übrigens: Initiatorin der Befragung ist Marie-Kristin Hinz, Studentin an der Verwaltungshochschule in Kehl, die sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema befasst.

Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage gibt es im Internet unter www.bad-kreuznach.de

Von unserer Redakteurin
Silke Bauer

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