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    Bad Sobernheim

    Fazit des ersten Sobernheimer Blasmusik-Festivals: Alles tadellos gelaufen

    Montagmorgen. Der Sobernheimer Marktplatz ist blitzblank geputzt. Nichts deutet mehr auf das erste Blasmusik-Festival vom Sonntagnachmittag mit fünf Orchestern aus Odernheim, Staudernheim, Lauschied, Bockenau und Simmertal und gut 1000 Gästen hin.

    Auch 24 Reservisten der Region halfen beim ersten Sobernheimer Blasmusik-Festival auf dem Marktrplatz. Dafür dankte ihnen Hauptorganisator Jürgen Reinhard (links).
    Auch 24 Reservisten der Region halfen beim ersten Sobernheimer Blasmusik-Festival auf dem Marktrplatz. Dafür dankte ihnen Hauptorganisator Jürgen Reinhard (links).
    Foto: Martin Köhler

    „So sauber war der Marktplatz noch nach keiner der Großveranstaltungen“, zitiert Jürgen Reinhard die städtischen Bauhofleute – und nimmt es als Kompliment für das gesamte rund 80-köpfige Helferteam gerne entgegen.

    Seit Monaten haben Reinhard, Hans-Peter Koch, Peter Öhler, Hartmut Spöker und andere an der Vorbereitung mitgearbeitet. Weil alle den guten Zweck im Blick hatten: den Erlös für „Bundeswehr-Kinder in Not“. Noch lasse sich zum Erlös nichts sagen, meinte Reinhard gestern Morgen, jetzt müssten erst einmal alle Zahlen durchgesehen werden. Es wurden 1700 Lose verkauft für die 55 Preise große Tombola. 250 Buttons mit Geschwadermotiven gingen an den Mann, die Frau, zahlreiche Getränke und Speisen wurden verkauft.

    Wenn der Betrag für die Hilfsorganisation feststehe, werde man ganz genau prüfen, welche Familien mit dem Erlös unterstützt werden können, so Reinhard, der an alle Spender und Sponsoren denkt.

    Vorbereitung, Ablauf und Abbau seien tadellos gelaufen, freut sich der Oberst a. D. Was beim nächsten Mal (2014?) besser gemacht werden könne? Dazu fällt ihm wenig ein. Sicher, die oder andere Kleinigkeit, aber nichts Grundsätzliches. Für ihre starke Zuarbeit lobt er den HSV um Friedrich Wilhelm, der den Kirner-Bier-Stand betrieb, oder die Landfrauen aus Steinhardt und Monzingen und die beiden Weingüter Elmar Schauß aus Monzingen und Thomas Michel aus Steinhardt; ferner die beiden Kindergärten Albert Schweitzer und Herrenstraße und die Sobernheimer Malteser um Diakon Joachim Höhn.

    Begeistert zeigte sich der Festival-Hauptorganisator vom Publikum: „Das war eine Klientel gehobener Güte.“ Darunter auch viele Ehemalige des JaboG 35 aus München, dem baden-württembergischen Nürtingen oder gar aus Schleswig-Holstein. Jürgen Reinhards Fazit: „Das Geschwader ist in der Region noch immer präsent.“

    Rückblick auf Sonntag: Reinhard team freut sich über eien "grandiosen Erfolg": Das erste Festival der Blasmusik kannte tatsächlich nur Gewinner. Der Reinerlös aus Speis, Trank, Tombola, Buttonverkauf und Spenden kommt "Bundeswehrkindern in Not" zugute, deren Mütter oder Väter im Einsatz traumatisiert, verletzt oder getötet wurden.

    Die Gästeschar auf dem prächtig gefüllten Marktplatz verbrachte einen herrlichen Sonntag unter freiem Himmel. Und letztlich gehörten gerade die ehemaligen Geschwaderangehörigen zu den Siegern. Ihr Ansinnen, mit dem gut siebenstündigen Blasmusikfestival an den 50. Jahrestag der Indienststellung des Luftwaffengeschwaders zu erinnern, ging voll auf.

    Am Sonntagmorgen war keineswegs sicher, dass der Tag so prächtig verlaufen würde. Es regnete, als sich 24 freiwillige Reservisten und rund 30 Angehörige des ehemaligen Geschwaders an den Aufbau der Tische und Bänke machten. Der Blick zum dunkel bewölkten Himmel ließ den Organisator, Oberst a. D. Jürgen Reinhard, leicht schaudern. Doch als um Punkt zwölf das Glockenspiel an der Sparkasse „Lobet den Herren“ anstimmte, anschließend das Geschwader seinen markanten „Phantom-Überflug“ vom Band abspielte, riss die Wolkendecke wie auf Knopfdruck auf.

    Als Moderator fungierte Erwin Metzler, der das Mikrofon zur Begrüßung an Jürgen Reinhard weitergab. Überall roch es nach Spießbraten und Gulaschsuppe, als das Disibodenberg-Blasorchester aus Odernheim anfing zu spielen. Die Ablösung folgte anderthalb Stunden später, als die Dorfmusikanten aus Bockenau auf die Bühne kamen, nachdem Bad Sobernheims Stadtbürgermeister Michael Greiner an die „Erfolgsgeschichte“ des Luftwaffengeschwaders erinnert hatte. Es habe „heftige Diskussionen“ um den Standort gegeben: Bei der Umsiedlung der dann abgerissenen Dörfer am Flugplatz Pferdsfeld oder zu Zeiten der Friedensbewegung. „Trotz allem, so mein Fazit, haben wir als Region der Bundeswehr viel zu verdanken“, erinnerte Greiner an die sesshaft gewordenen Soldaten und Offiziere, an den Geschwaderverein und dessen Engagement im Freilichtmuseum. Namentlich hob der Stadtchef Jürgen Reinhard, Hans-Peter Koch und Peter Öhler als „treibende Kräfte“ des Festivals hervor.

    Landrat Franz-Josef Diel dankte allen Beteiligten. Als er vom Hunsrück in den Kreis Bad Kreuznach kam, waren bereits die letzten Jahre des Geschwaders angebrochen. Die ökonomische wie gesellschaftliche Bedeutung militärischer Standorte wie diesem könne man nicht hoch genug schätzen, sagte Diel. Deshalb sei es gut, sich mit dem Blasmusikfestival zu erinnern. (art/mz)



    Gut 1000 Gäste beim ersten Sobernheimer Blasmusik-Festival zugunsten von "Bundeswehr-Kinder in Not"
    Bad Kreuznach
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