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Wörrstadt

Das 14. Noaf: Kurze Wege, große Musik

Marian Ristow

Das Neuborn Open Air Festival (kurz Noaf) hat sich zum rheinhessischen Metal-Mekka entwickelt – am letzten Augustwochenende pilgern seit 2005 verlässlich rund 5000 Besucher ins beschauliche Wörrstadt rund um den Neuborn. Dieser, eigentlich ein Wald- und Naherholungsgebiet, wird kurzerhand zum waschechten Metal-Festivalgelände umfunktioniert. Die Trümpfe des stetig gesund gewachsenen Festivals liegen auf der Hand: die kurzen Wege, die familiäre Atmosphäre und die Nähe zum Freibad. Und: Für die für Festivals eher beschauliche Größe werden von Jahr zu Jahr namhafte Szenegrößen verpflichtet.

In diesem Jahr kommen die New Yorker Hardcore-Legenden Sick of It All und die Schweizer Düstermetaller Samael als Headliner. Freitags entern die New Yorker als Hauptact die Bühne. Damit setzt sich eine Tradition auf der Noaf-Bühne fort, denn 2014 sorgten mit Biohazard und 2016 mit Agnostic Front bereits zwei weitere Genrepioniere für Hochbetrieb auf und vor der Bühne. Zwischen Psychedelic- und Stoner-Rock im Stil der 1970er-Jahre bewegt sich die Combo Kadavar aus Berlin. Kernigen Hard Rock bieten die Shootingstars von Audrey Horne, die aus Norwegen kommen. Außerdem präsentiert die Thüringer Band Deserted Fear einen fetten Teller Death Metal der alten Schule.

Samstags bringen Samael ihre einzigartige Melange aus Black Metal und elektronischen Ambientklangwelten auf diese Erde. Zuvor geht es etwas fröhlicher zu. Orden Ogan aus Nordrhein-Westfalen zocken melodischen Power Metal und haben sich in der Szene einen Namen gemacht. Ihre jüngste Platte „Gunmen“ schoss 2017 in die deutschen Album-Top-Ten. Mit melodischem Death Metal moderner Prägung werden The Black Dahlia Murder und Devildriver für massig Bewegung im Publikum sorgen. Eher was für die Nieten-Kutten-Fraktion ist die deutsche Heavy-Metal-Band Metal Inquisitor, die ein absolutes Festivalhighlight sein dürfte.

Rund 5000 Besucher werden auch in diesem Jahr erwartet, informiert Torben Schröder vom Organisationsteam des Festivals. Rund 150 ehrenamtliche Helfer kümmern sich um alles, was anfällt. Kein Zufall: Das Noaf ist einem Sozialprojekt der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Wörrstadt entwachsen – und wurde zum Selbstläufer. In diesem Jahr ist man noch besser vorbereitet. Vor allem, was Wetterkapriolen betrifft.

Litten die Festivalbesucher 2016 unter sengender Hitze und Rekordtemperaturen jenseits der 40 Grad, sorgten im vergangenen Jahr Blitz und Donner für Unterbrechungen. „Es gibt in diesem Jahr noch mehr Unterstellmöglichkeiten“, verrät Schröder. Man sei für alle Eventualitäten gerüstet. „Falls es regnen sollte, stehen Landwirte bereit, um die Autos aus dem Matsch zu ziehen.“ Falls es wieder heiß werden sollte, kommen Wasserduschen zum Einsatz.

Das Noaf findet am 24. und 25. August in Wörrstadt (im Dreieck Bad Kreuznach, Worms und Mainz) statt. Das Festival ist ausgeschildert. Eine Karte für beide Tage, inklusive Camping, kostet 42 Euro. Eine Tageskarte kostet 25 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.noaf.de. Noch gibt es ausreichend Tickets, der Gang an die Abendkasse sei aber wie immer ein Vabanquespiel, teilt Torben Schröder mit.

Von unserem Redakteur Marian Ristow

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