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    Rhein-Lahn

    Saisoneffekt: Zahl der Arbeitslosen steigt im Janaur deutlich

    Auch wenn Schnee und Eis sich bislang in Grenzen hielten, sorgt der Winter für unterkühlte Zeiten am Arbeitsmarkt: An Rhein und Lahn sind aktuell 3081 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet.

    Saisoneffekt: Zahl der Arbeitslosen steigt im Janaur deutlich
    Foto: RZ-Grafik

    Das sind 406 mehr als im Dezember, aber 59 weniger als im Januar 2014. Die aktuelle Quote liegt bei 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2014 ist sie um 0,1 Prozent gesunken.

    Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur, der den Westerwald- und den Rhein-Lahn-Kreis umfasst, deutlich gestiegen und hat die Marke von 8000 überschritten. Derzeit sind 8008 Menschen ohne Job gemeldet - das sind 1212 mehr als im Dezember. Die Quote kletterte innerhalb des vergangenen Monats um 0,7 Punkte nach oben und liegt jetzt bei 4,6 Prozent. Das ist derselbe Wert wie vor einem Jahr. Die absolute Zahl hat sich leicht erhöht; aktuell gibt es 35 Arbeitslose mehr als im Januar 2014.

    Dieter Knopp, Geschäftsführer operativ der Arbeitsagentur, zeigt sich von dieser Entwicklung nicht überrascht: "Der Arbeitsmarkt reagiert nicht allein auf konjunkturelle, sondern auch auf saisonale Einflüsse. So schlägt der Wintereffekt besonders am Jahresbeginn stark zu Buche. Bei schlechtem Wetter - diesmal war das eher Nässe als strenge Kälte - müssen Tätigkeiten unter freiem Himmel ruhen." Im Januar wirkt sich auch noch aus, dass zum Quartalsende befristete Verträge ausgelaufen sind. Die Betroffenen müssen sich arbeitslos melden.

    "Wer qualifiziert ist, hat jedoch angesichts des Fachkräftebedarfs in vielen Branchen gute Chancen, rasch wieder einen neuen Job zu finden", sagt Knopp. Mit Blick auf die saisonalen Effekte spricht er von der "Durchgangsarbeitslosigkeit", die mit der zu erwartenden Frühjahrsbelebung wieder abgebaut werden dürfte.

    Die Statistik unterstreiche diese Annahme. Im Laufe des zurückliegenden Monats meldeten sich 1822 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. Auf der anderen Seite kamen 3037 Personen hinzu. Mehr als die Hälfte von ihnen (1629) war zuvor erwerbstätig. Der Anteil der Männer an den mehr als 1200 Personen, um die der Bestand sich erhöhte, liegt bei 841, der der Frauen bei 371. Wenn man die Arbeitslosenquote von insgesamt 4,6 Prozent nach Geschlechtern splittet, beträgt sie für die Männer 4,8 Prozent (plus 0,9 Punkte gegenüber Dezember), für die Frauen 4,3 Prozent (plus 0,4 Punkte). Dies alles spiegelt, so Dieter Knopp, die Flaute der wetterabhängigen Branchen, die in deutlicher Überzahl Männer beschäftigen.

    Erste positive Signale kommen vom Stellenmarkt. Die Betriebe meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur Montabaur und der Jobcenter im Januar 585 Stellen. Das ist ein Plus von 45 im Vergleich zum Vormonat. Weiterhin hoch bleibt der Bestand an zu vermittelnden Jobs. Aktuell sind dies 2540. Knopp betont: "Das zeigt zum einen, dass es gute Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, zum anderen aber auch, dass die Unternehmen nicht immer die Bewerber finden, die ihren Erwartungen entsprechen."

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