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    LorchLorch hält an seinen Windkraftplänen fest

    Die Stadt Lorch verfolgt weiterhin den Plan, am Ranselberg vier Windräder bauen zu lassen, obwohl diese Vorrangfläche nicht mehr im neuesten Regionalplan für Südhessen auftaucht. Darin herrscht bei den Kommunalpolitikern sehr große Einigkeit, was beileibe nicht die Regel ist in Lorch. In der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten gab es lediglich zwei Enthaltungen aus Reihen der FWG und keinerlei Nein-Stimmen, als eine Stellungnahme verabschiedet wurde.

    Die Fotomontage aus der vom Land Rheinland-Pfalz beauftragten Studie der Firma Grontmij zeigt Windräder bei Lorch. Das von Icomos anerkannte Gutachten stuft diese als störend im Welterbe ein. Foto: Landesregierung RLP
    Die Fotomontage aus der vom Land Rheinland-Pfalz beauftragten Studie der Firma Grontmij zeigt Windräder bei Lorch. Das von Icomos anerkannte Gutachten stuft diese als störend im Welterbe ein.
    Foto: Landesregierung RLP

    Deren Ziel ist es, dass die Fläche mit der Nummer 420 wieder in den Regionalplan aufgenommen wird. Die endgültige Stellungnahme soll mit der EnBW Energie Baden-Württemberg GmbH als ausgewähltem Investor abgestimmt werden. Entschlossen und mit einer leidenschaftlichen Rede machte sich Lorchs Bürgermeister Jürgen Helbing (CDU) weiterhin für den Bau der Anlagen stark.

    „Gegen alle Widerstände“ will sich der Bürgermeister nach wie vor für das Vorhaben zugunsten von Energiewende und Etat-Sanierung der Schutzschirm-Kommune Lorch einsetzen. Bis zu 300.000 Euro an Einnahmen erhofft sich die Stadt jährlich. Einiger Ärger hat sich offenbar beim Rathauschef angesammelt. Etwa wegen der Länge vieler Verfahren, aktuell gehe es um neun Monate für ein Gutachten über mögliche Vorkommen des Schwarzstorches am Ranselberg. Sichtachsen-Studien, bei denen Windräder „dick und fett schwarz eingezeichnet“ werden müssten und nicht hell und silbern wie in natura, kritisierte Helbing außerdem. Mit Vertretern von „Pro Kulturlandschaft Rheingau“ rede er inzwischen nicht mehr, die verhielten sich „unredlich“.

    Verdruss provozieren vor allem jedoch die Stellungnahmen rheinland-pfälzischer Ministerien gegen die Maßnahme auf der Fläche 420 und damit im Randbereich des Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Die Rheinland-Pfälzer sollten lieber „vor der eigenen Tür kehren“ meinten ebenso die Fraktionsvorsitzenden Thomas Schott (CDU) und Klaus König (FWG) mit Hinweis auf die vielen Anlagen im Nachbarbundesland. Im Regionalplan weiterhin enthalten, wenn auch in verkleinerter Form, ist nach wie vor – und nicht neu, wie Windkraftgegner behaupteten – eine Fläche bei Lorchhausen im Gebiet „Silbergrube“. Sie ist viel stärker zum Rhein hin exponiert als die am Ranselberg, die Stadt will sie nicht entwickeln. ths

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