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Kreis Altenkirchen

Steuersäckel im Kreis ist wieder prall gefüllt

Markus Kratzer

Wenn das Finanzamt ein Plus macht, geht es seinen „Kunden“ gut. Unter diese Überschrift kann man die Bilanz stellen, die das Finanzamt Altenkirchen-Hachenburg jetzt vorgelegt hat. 2017 konnte nämlich zum fünften Mal in Folge das Steueraufkommen gesteigert werden. Mit rund 751 Millionen Euro wurde zudem erstmals die 750-Millionen-Marke geknackt, die man ein Jahr zuvor mit 748,78 Millionen Euro noch knapp unterschritten hatte. Das geht aus den Zahlen hervor, die Vorsteher Hans-Dieter Wirth und Geschäftsstellenleiterin Anne Brücker erläuterten. „In erster Linie ist es die positive Beschäftigungsquote und eine gute Konjunkturlage, der wir dieses Plus zu verdanken haben“, so Wirth.

Mehr als 750 Millionen Euro betrug 2017 das Steueraufkommen im Zuständigkeitsbereich des Finanzamtes Altenkirchen-Hachenburg.  Foto: dpa
Mehr als 750 Millionen Euro betrug 2017 das Steueraufkommen im Zuständigkeitsbereich des Finanzamtes Altenkirchen-Hachenburg.
Foto: dpa

Allerdings sind die Zuwächse im abgelaufenen Jahr längst nicht mehr so satt ausgefallen wie bei der vorangegangenen Bilanz. Im Frühjahr 2017 konnte man noch eine Steigerung um 41,5 Millionen Euro verkünden, diesmal sind es rund 3 Millionen. Mit den 751 Millionen rangiert das Finanzamt Altenkirchen-Hachenburg, dessen Bezirk neben dem gesamten Kreis Altenkirchen auch die Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Hachenburg, Rennerod und Westerburg aus dem benachbarten Westerwaldkreis umfasst, auf Rang 13 der 24 Finanzämter im Land. Damit hat man binnen eines Jahres einen Platz verloren. Gemessen am gesamten Steueraufkommen von Rheinland-Pfalz, das sich auf 26,1 Milliarden Euro summiert, beträgt der Anteil des hiesigen Finanzamtes bei 3,36 Prozent. 2016 waren es noch 3,72 Prozent.

Der Löwenanteil am Steuerkuchen entfällt schon traditionell auf die Umsatzsteuer. Hier konnte das Finanzamt das 2016er-Ergebnis von 297 Millionen leicht auf 300 Millionen Euro steigern. Landesweit rangiert man hier auf Platz 6 und damit im oberen Viertel. Den zweitgrößten Batzen macht die Lohnsteuer aus, die von knapp 250,7 Millionen Euro auf rund 264 Millionen anwuchs. Das bedeutet mit Rang 12 im Landesvergleich einen Mittelfeldplatz. Bei der veranlagten Einkommenssteuer, die vorrangig bei Gewerbetreibenden, Selbstständigen und Freiberuflern erhoben wird, sank die Summe innerhalb eines Jahres von 112,3 auf rund 96 Millionen Euro (ebenfalls Platz 12). Diesen vergleichsweise deutlichen Rückgang will Wirth allerdings nicht überbewerten. Er spricht von üblichen Schwankungen, die in diesem Bereich an der Tagesordnung seien.

An Körperschaftssteuer nahm der heimische Fiskus 2017 mit 39 Millionen rund 3 Millionen Euro weniger ein als ein Jahr zuvor. Die übrigen Steuern (etwa der Solidaritätszuschlag oder Einnahmen aus der Kapitalertragssteuer) summierten sich auf 51 Millionen Euro und lagen damit um rund 5 Millionen über dem 2016er-Wert.

Rund 41.500 erstmalige Steuerbescheide erließ die Arbeitnehmerstelle des Finanzamtes 2017. Die sogenannte Durchlaufzeit (der Zeitraum von der Abgabe der Steuererklärung bis zum erteilten Bescheid) betrug diesmal 38,8 Kalendertage. Das waren laut Wirth zwar knapp 2 Tage mehr als noch ein Jahr zuvor. Dennoch liege man hier noch besser als der Durchschnitt in ganz Rheinland-Pfalz, der sich bei 39,6 Tagen eingependelt hat. Bei den allgemeinen Veranlagungen (hier gab es 27.800 erstmalige Steuerbescheide) konnte die Durchlaufzeit dagegen deutlich verkürzt werden – und zwar von 58 auf 49 Tage.

Seit 1. März schickt nun auch das Finanzamt Altenkirchen-Hachenburg in Papierform eingereichte Steuererklärungen zum Einscannen ins bayerische Wunsiedel. Für Hans-Dieter Wirth ist dies aber nur eine „Übergangslösung“. Der Trend gehe eindeutig zur elektronisch abgegebenen Erklärung (Elster). Fast jeder zweite Arbeitnehmer (47,5 Prozent) machte 2017 von diesem Übertragungsweg Gebrauch. Bei den allgemeinen Veranlagungen stieg die Quote schon auf knapp 80 Prozent.

Von unserem Redaktionsleiter Markus Kratzer

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