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    Osterzeit: Kein Stress für Hühner

    Hasen, die Eier legen und Schokolade, die in Eierkartons zu finden ist: an Ostern scheint vieles anders, als sonst.

    Foto: Beate Christ

    Von unserer Reporterin Beate Christ

    Doch so schön, wie die Geschichte vom Osterhasen auch sein mag, das Eierlegen überlässt Meister Lampe doch lieber den Hühnern. Auf dem Hof Hagdorn in Wissen jedenfalls sind es das Haushuhn Carolin und dessen 50 gackernde Artgenossen, die ihre Nester aus Stroh mit frischen Eiern füllen. Und dies tut das muntere Federvieh nicht nur zu Ostern, sondern das ganze Jahr über.

    Der 14-jährige Max Euteneuer kümmert sich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie um die Hennen. Und die legen nach seinen Angaben jeden Tag ein Ei und manchmal auch keins.

    Das darf auch mal sein, denn die Tiere sind keine Maschinen, und der Natur wird auf dem Biohof nicht ins Handwerk gepfuscht. Einzig, wenn es um kleine Osterüberraschungen für die Kunden geht. Die durften sich nämlich über kleine Schokoladenbeigaben in den Eierkartons freuen, die Max in den Tagen vor Ostern dort hineingelegt hatte.

    Diese nette Geste steht allerdings erst am Ende der Arbeitsabläufe, die Max täglich erledigt, damit es den Hennen gut geht. Schon bevor Max in die Schule geht, öffnet er die Türe des mobilen Hühnerstalls - einem umgebauten Bauwagen -, damit die Hühner auf die Wiese können. Dort können sie scharren und picken oder ein Staubbad in einem Sandkasten nehmen. Wenn der Junge mittags nach Hause kommt, haben auch die Hühner meistens ihre Arbeit erledigt und fleißig Eier in die Strohnester im Stall gelegt. Die sammelt Max dann ein, macht den Stall sauber und füttert die Tiere mit Hafer und Weizen vom eigenen Hof. Jahreszeitenbedingt legen die Hennen mehr Eier im Frühjahr und im Sommer.

    Foto: Beate Christ

    "Die Tiere brauchen das Licht", weiß Max. Regen und Schnee hingegen mögen die Hühner, die das ganze Jahr über Auslauf haben, nicht so gerne. "Bei schlechtem Wetter stellen sie sich lieber unter", weiß der Junge zu berichten. Vor zwei Jahren hat er damit begonnen, sich ums Federvieh auf dem elterlichen Hof zu kümmern, fing mit 16 Hennen an.

    Heute sind es auf dem Hof Hagdorn und an einem weiteren Standort rund 100 Tiere. Auf dem Hof Hagdorn gehören drei Hähne zu der gefiederten Gruppe. "Franz", "Till" und der "kleine Hahn" beschützen die Hennen und sorgen für Ordnung in der munteren Schar. "Die Hähne warnen die Hühner vor Raubvögeln und passen auf sie auf", sagt Max. Trotzdem kommt es immer wieder einmal vor, dass doch das eine oder andere Huhn vom Habicht geholt wird.

    Die Eier, die Max' Hühner legen, sind braun. Doch das stört die Kunden nicht. "Die lassen sich auch gut färben", ist sich der Junge sicher. Er verkauft die Eier ganz unkompliziert in einer "Eiertankstelle", einem Kühlschrank, der vor dem Hof steht. Hieraus können sich die Kunden einfach ein Paket Eier nehmen, das Geld dafür legen sie passend in eine Box, die dort steht.

    "Das funktioniert prima", sagt Max. Natürlich ist die Nachfrage an Ostern etwas größer als sonst, und auch vor Weihnachten, wenn viel gebacken wird, kaufen die Menschen mehr Eier ein. Mehr "produzieren" können die Tiere in diesen Zeiten allerdings nicht.

    Foto: Beate Christ

    Doch Max Euteneuer kann sich trotzdem ganz gut auf die Nachfrage einstellen. "Wenn ich von großen Bestellungen rechtzeitig weiß, lege ich schon mal Eier zurück, um Kundenwünsche zu erfüllen". Zuletzt versorgte Max noch einen Kindergarten mit mehr als 100 Eiern.

    Das, was die Hühner auf dem Hof Hagdorn und ihre Artgenossen in Rheinland-Pfalz leisten, reicht aber nicht aus, um den Bedarf der Bürger zu decken. Zwar wurde laut statistischem Landesamt die Eiererzeugung auf 189 Millionen Stück ausgeweitet, dennoch muss der Osterhase viele Eier importieren. Nur 13 Prozent der Nachfrage können aus heimischer Produktion gedeckt werden, die übrigen Eier kommen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland.

    Altenkirchen Betzdorf
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