Kirn

Kirner Stadtpark: Was lange währt, wird endlich gut

In der unendlichen Geschichte Stadtsanierung geht es langsam, aber sicher vorwärts. Ein Beispiel für das oft nur mit Geduld und hartnäckigem Verhandlungsgeschick ermöglichte Projekt ist das Ensemble an der Brunnengasse. Dort trafen sich Haupt- und Bauausschuss des Stadtrats, um den Stand der Arbeiten am geplanten kleinen Stadtpark in Augenschein zu nehmen. Bürgermeister Martin Kilian erinnerte daran, dass in dem Areal, wo einst das alte Pfarrhaus, die Schmiede Wilhelmi und die Anwesen „Wasser“-Buß und Karl Orth standen, keine Renovierung der maroden Bausubstanz möglich war. Nach vorne hin zur Übergasse stehen indes wertvolle denkmalgeschützte Anwesen. Da war man froh, dass die Anlieger mitzogen und mit viel Aufwand und Geschmack renovierten und sanierten, wie es beispielsweise Norbert Pinne vorgemacht hat. Ohne Privatinitiativen kann die ganze Stadtsanierung nicht gelingen, sagte Kilian dazu. Die Stadt versuche aber auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Projekte mit anzuschieben. Da steht mit Front zur Übergasse das wertvolle und denkmalgeschützte Haus Franzke, das die Stadt erworben hat. Vorne Denkmalschutz, hinten teils marode Bausubstanz. Zur Friedrichstraße hin werde man deshalb den Garagenanbau vermutlich in kürzester Zeit abbrechen, um Licht und Luft zu schaffen, kündigte Kilian an. Das angrenzende Langhaus macht da statisch schon mehr Probleme, weil Stahlstreben durchs ganze Haus reichen und verbaut sind. Da sind noch Untersuchungen nötig. Das Fachwerkhaus und das danebenstehende Gebäude (verputztes Fachwerk?) soll jedenfalls erhalten werden. Kilian stelle sich dort ein Kirner Haus der Geschichte vor, weil die Unterbringung des Stadtarchives im Dachgeschoss des Dröscherhauses schwierig ist. Dort gab es bekanntlich bei einer Feuerwehrübung einen größeren Wasserschaden. „Es war richtig, dass wir da beim Haus Franzke zugegriffen haben“, sagte Kilian, der natürlich seinen Nachfolgern und dem Stadtrat nicht vorgreifen will bei der Nutzung des Areals.

Armin Seibert Lesezeit: 3 Minuten
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