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Titanic hat die Hosen voll: Papst-Titelbild wird zurückgezogen

Frankfurt/Main – Das Frankfurter Satire-Magazin "Titanic" verbreitet sein umstrittenes Titelbild mit dem Bild von Papst Benedikt nicht mehr. Damit werde eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg befolgt, sagte Chefredakteur Leo Fischer am Dienstagabend der Nachrichtenagentur dpa.

So zeigt die Titanic das Titelbild jetzt auf ihrer <a href="http://www.titanic-magazin.de/postkarten.html?&card=15841&cHash=8e9c7e40441f860cea3d11f91966cab3" target="_blank">Internet-Seite</a>. 
So zeigt die Titanic das Titelbild jetzt auf ihrer Internet-Seite.
Foto: DPA

Die katholische Kirche war gegen die aktuelle Ausgabe vorgegangen, die den Heiligen Vater auf dem Titelbild von vorn und auf der Rückseite von hinten zeigt – einmal mit gelbem, einmal mit braunem Fleck in der Leibesmitte. Die Juli-Ausgabe trägt den Titel "Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!" Sie spielt auf die Vatileaks-Affäre an.

Unter der Gürtellinie: Das Papst-Titelbild ohne die befleckte Stelle.
Unter der Gürtellinie: Das Papst-Titelbild ohne die befleckte Stelle.

In der einstweiligen Verfügung werde ein Ordnungsgeld von 250 000 Euro angedroht, sagte Fischer. Das Magazin hoffe immer noch auf eine Einigung mit Benedikt XVI. Sollte sie nicht zustande kommen, werde das Heft möglicherweise ohne Titel verkauft. Im Internet wurden die Seiten bereits geschwärzt. Und die Titanic tadelt alle zu spät gekommenen: "Hätten Sie doch noch das aktuelle Heft gekauft! Jetzt hat es der Papst verboten!"

Auf den Seiten von kath.net, einem von der Kirche unabhängigen Portal für katholische Nachrichten, war ein Artikel der Katholischen Nachrichten Agentur KNA um einem Link zur Beschwerdemöglichkeit beim Deutschen Presserat ergänzt. Die KNA hatte Matthias Kopp, den Sprecher der Bischofskonferenz, mit den Wotrten zitiert, Titelbild und Rückseite seien rechtswidrig. "Sie verletzen den Heiligen Vater in seinen Persönlichkeitsrechten". Mit der Durchsetzung der Unterlassung beauftragt worden war die Bonner Kanzlei Redeker, die auch Bundespräsident Christian Wulff vertreten hatte.

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