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    Tini will die Bühnen rocken: Warum sich Martina Stoessel niemals nackt auf die Abrissbirne setzen würde

    Violetta ist einer der Goldesel von Disney: Mehr als 14 Millionen Zuschauer verzeichnete der Disney Channel für die TV-Serie, der Soundtrack verkaufte sich weltweit drei Millionen Mal, die „Violetta“-Bücher gingen sieben Millionen Mal über die Ladentheke. Violetta-Darstellerin Martina Stoessel ist mit 19 Jahren schon ein Weltstar. Und im Interview mit uns erstaunlich bodenständig und bescheiden.

    Der Beginn Ihres neuen Kinofilms „Tini – Violettas Zukunft“ zeigt, dass Stars nicht immer ein schönes Leben haben. Im Film wird Violetta belagert von Fotografen und Fans, und sie will eigentlich ihre Ruhe. Wie anstrengend ist es denn wirklich für Sie, ein Star zu sein?

    Martina Stoessel alias Violetta ist die beste Freundin aller: Mit dieser Figur hat Disney in der Zielgruppe der 8- bis 15-Jährigen einen Volltreffer gelandet. Foto: Disney
    Martina Stoessel alias Violetta ist die beste Freundin aller: Mit dieser Figur hat Disney in der Zielgruppe der 8- bis 15-Jährigen einen Volltreffer gelandet.
    Foto: Disney

    Ich kann das verstehen, was Violetta im Film passiert. Es kann sehr frustrierend sein, ständig im Rampenlicht zu stehen und von Fotografen und der Presse bedrängt zu werden. Aber dann bekommt man wieder so viel Liebe von den Fans – das baut einen wieder auf. Ich habe gelernt, den ganzen Rummel gelassen zu nehmen und positiv zu sehen.

    Wünschen Sie sich, den Ruhm an- und ausknipsen zu können wie einen Lichtschalter?

    (lacht) Das wäre eine klasse Erfindung, das würde ich gern mal für einen Tag ausprobieren! Ich habe aber eigentlich schon einen Aus-Schalter: den drücke ich, wenn ich nach der Arbeit mit Freunden und Familie zusammen bin. Das ist meine Art, abzuschalten und auszuspannen.

    In der Serie „Violetta“ geht es immer wieder um Intrigen, die gesponnen werden. Welche Intrigen mussten Sie schon überstehen?

    Ich will es nicht direkt Intrigen nennen, aber es ist mir schon auch passiert, dass mich Leute hintergangen und mich enttäuscht haben. Ich musste lernen, wem ich vertrauen kann und wem nicht.

    In der Serie ist Ludmilla Ihre große Gegenspielerin, und Léon ist Ihre große Liebe. Wer sind im realen Leben Ihre Ludmilla und Ihr Léon?

    (lacht) Eine Ludmilla habe ich zum Glück nicht in meinem Leben. Aber einen festen Freund habe ich, ja. (lacht)

    Sie haben schon als Kind viel trainiert und getanzt. Alles neben der Schule?

    Ja, ich war ganz normal bis halb fünf in der Ganztagsschule. Dann hatte ich zweimal die Woche meinen Tanz- und Ballettunterricht. Eigentlich hatte ich eine ganz normale Kindheit. Vielleicht abgesehen davon, dass ich dann auch schon aufgetreten bin und kleine Rollen gespielt habe.

    Wie war das für Ihre Freunde?

    Die wussten schon, dass ich früher oder später berühmt werden würde. (lacht) Ich hatte es mir halt schon immer gewünscht, auf der Bühne zu stehen. Und meine Freunde haben mich auch immer unterstützt! Als dann die Dreharbeiten losgingen, war es mit der Schule schwieriger – dann musste ich per Internet lernen und so meinen Schulabschluss machen.

    Der Kinofilm „Tini“ hat ja eine interessante Funktion: Er soll Ihnen helfen, Abschied von der Serienfigur Violetta zu nehmen und Ihnen den Übergang zu einem „normalen Stardasein“ erleichtern.

    Ja, das stimmt. Der Film schließt die Serie ab und ist ein allmählicher Übergang von Violetta zu Tini. Tini ist mein Spitzname seit der Kindheit. Ich habe nun auch ein eigenes Album herausgebracht, das ich als Tini, also als ich selbst singe und nicht mehr als Violetta. Somit ist das der Start für meine eigene Karriere, ja.

    Da haben es andere Disney-Stars schwieriger gehabt, sich von ihrem Rollen-Ich zu lösen. Ich denke an Miley Cyrus, die sich nackt auf die Abrissbirne setzen musste, damit man vergisst, dass sie einst Hannah Montana war. So etwas haben Sie nicht vor?

    (lacht auf) Nein, nein, nein. Das habe ich nicht vor. Ganz bestimmt nicht.

    Das wird alle Eltern beruhigen, deren Töchter Violetta-Fans sind.

    Machen Sie sich da keine Sorgen. Ich sehe das ganz gelassen: Ich möchte mich jetzt tagtäglich weiterentwickeln, auch als Person. Ich kann mir das nicht vorstellen, so eine plakative Aktion zu machen, damit alle auf mich aufmerksam werden.

    Wie wollen Sie sich denn musikalisch entwickeln?

    Es wäre ein Traum von mir, einmal ein Album zu veröffentlichen, auf dem auch alle Lieder von mir selbst geschrieben wurden. Jetzt bin ich noch in einer Phase, in der ich das lieber Leuten überlasse, die das für mich machen. Aber ich lerne fleißig, bin offen für Ratschläge und lasse mir erklären, wie man professionell Songs schreibt. Eines Tages werde ich das tun.

    Haben Sie schon heimlich eigene Lieder geschrieben?

    Aber ja! Laufend!

    Worüber schreiben Sie?

    Das kann ich gar nicht so speziell sagen. Ich schreibe über alle möglichen Alltagserlebnisse und Gefühle, die ich habe, Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, Dinge, die ich gern ändern würde. Sehr persönliche Dinge. Ich spiele Gitarre, und da komponiere ich auch schöne Melodien.

    Wann komponieren Sie am liebsten?

    Immer dann, wenn ich allein bin und einen ruhigen Moment habe. Dann kann ich komponieren.

    Haben Sie genug dieser Momente, in denen Sie sich zurückziehen können?

    Ich bemühe mich, ja. Es ist für mich ganz wichtig, immer wieder zur Ruhe zu kommen. Eine richtige Auszeit zu nehmen, das kann ich mir allerdings im Moment nicht vorstellen, das wäre zeitlich einfach nicht drin. Und es wäre auch nicht klug, weil ich ja gerade jetzt als Tini die neue Karriere aufbaue. Da müssen die kleinen Auszeiten im Alltag reichen.

    Als Nächstes steht nun die Welttournee an, richtig?

    Ja, da freue ich mich schon riesig drauf. Nächstes Jahr werde ich auch wieder nach Deutschland kommen und einige Konzerte bei euch geben.

    Wie werden Sie auf die Bühne kommen? Ein bombastischer Beginn mit viel Feuerwerk oder eher was Ruhiges?

    (lacht) Das ist eine gute Frage, die ich leider noch gar nicht beantworten kann. Wir sind noch nicht so weit in den Planungen. Wie ich auf die Bühne kommen werde, was wir für einen Anfang machen, das müssen wir noch überlegen. Im Moment bin ich eher dabei, den musikalischen Teil zu planen. Welche Lieder spiele ich, welche Reihenfolge wähle ich? Dann soll es wahrscheinlich noch ein längeres Video geben, das wir planen. Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf die Konzerte.

     Von Michael Defrancesco

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