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    Matthew Lewis: Im Bann von Harry Potter

    Entspannt und gut gelaunt treffen wir Matthew Lewis, 
besser bekannt als Neville Longbottom, zum Interview. Der Star aus „Harry Potter“ ist nach Köln gereist, um im Abenteuermuseum Odysseum die gleichnamige Ausstellung zu besuchen. Bis Ende Februar haben alle Zaubererfans hier die Gelegenheit, Originalrequisiten aller Filme zu bestaunen. 

    Foto: Linda Thier

    Foto: Linda Thier

    Schön, dass Sie sich heute Zeit für uns nehmen. Genießen Sie Ihren Aufenthalt in Deutschland?

    Oh ja, ich liebe Deutschland, vor allem euer Bier. Wir haben gestern nur gegessen und nicht gefeiert, trotzdem habe ich heute mit einem Kater vom Allerfeinsten zu kämpfen. Ich konnte nicht aufhören, Kölsch zu trinken, und es war so lustig, dass ich erst um 5 Uhr im Bett lag. Jetzt bin ich total erledigt – aber egal, es hat sich gelohnt. (lacht)

    Hört sich an, als würden Sie die Arbeit gern mit dem Angenehmen verbinden.

    Klar, es ist fantastisch hier, und ich versuche, meine wenige Freizeit in vollen Zügen auszukosten. Morgen habe ich noch einen Tag, um Köln zu erkunden, aber dafür muss ich mich heute Abend mit dem Bier zurückhalten. Das wird echt schwer für mich.

    Das schaffen Sie! Ist die Ausstellung hier in Köln denn ein bisschen wie Nach-Hause-Kommen?

    Ja, das ist es tatsächlich. Vor vier Jahren haben wir Harry Potter abgedreht, und seither ist viel passiert. Die Originalrequisiten hier wiederzusehen, versetzt mich in die Zeit am Set zurück, was wirklich schön ist. Du gehst durch die Eingangstüren und trittst in eine andere, eine magische Welt. Die große Halle, der Gemeinschaftssaal von Gryffindor, Hagrids Hütte und so vieles mehr ist in der Ausstellung zu bestaunen. Das finde selbst ich spannend, obwohl ich es schon hundertmal zuvor gesehen habe.

    Gibt es etwas, das Ihnen besonders gut gefällt?

    Für mich persönlich ist es natürlich cool, die Kleidung und Requisiten zu sehen, die ich so viele Jahre lang selbst benutzt habe. Was ich aber auch liebe, ist das aufgebaute Quidditch-Feld. Neville ist in den Filmen nicht so der Typ für Zauberersport, deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich den Quaffel hier so oft, wie ich möchte, durch die Torringe schmeißen darf. Der Riesensessel in Hagrids Waldhütte ist super gemütlich, das müsst ihr austesten. Da habe ich heute lange für Fotos drin gesessen und dann später wieder für Interviews.

    Ist das die erste Harry Potter Exhibition, die Sie besuchen?

    Ich hatte das Glück, schon mehrere Ausstellungen besuchen zu dürfen. Ich war bei der Eröffnung in Seattle dabei, in New York, vor drei Jahren in Sydney und jetzt hier in Köln. Das ist übrigens das erste Mal, dass die Ausstellung in Europa ist, da ist es eine besonders große Ehre für mich, dabei sein zu können.

    Ihr Äußeres hat sich in den vergangen Jahren stark verändert. Wie viel Neville Longbottom ist heute noch in Ihnen?

    Viel zu viel wahrscheinlich. Ich bin beispielsweise total vergesslich! Die Rolle Neville hat mich fast mein ganzes bisheriges Leben begleitet. Mit elf Jahren hat meine Arbeit am Set begonnen und angedauert bis zu meinem 21. Lebensjahr. Wir haben das Abenteuer des Erwachsenwerdens gemeinsam bestritten, was eine tolle Erfahrung war.

    In was gleicht ihr euch am meisten?

    Wie gesagt, ich bin schrecklich vergesslich und liebe Bier. Jetzt könnte man meinen, Neville Longbottom würde doch niemals dem Bierwahn verfallen – wie ich gestern -, aber immerhin heiratet er später die Besitzerin des "Tropfenden Kessels", einer Zaubererkneipe. Das hatte bestimmt gute Gründe.

    Vielleicht ist der gute Neville einfach nur butterbiersüchtig.

    Ja stimmt, das passt irgendwie doch besser zu ihm.

    Haben Sie heute noch Kontakt zu Ihren Schauspielkollegen?

    Ich versuche es. Vor wenigen Tagen habe ich mit Emma Watson über ihre fantastische Kampagne "HeForShe" gesprochen. Es ist toll, dass sie ihre Bekanntheit nutzt, um auf Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Mit Daniel Radcliffe habe ich vergangenen Monat gesprochen, aber ich muss zugeben, es ist nicht leicht, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Wir sind aufgrund unserer Arbeit auf dem ganzen Globus verteilt, da läuft man sich selten über den Weg. Social Media macht die Kommunikation auch über weite Distanzen zum Glück einfach und unkompliziert. Emma habe ich beispielsweise gerade ein Bild aus der Karibik getwittert.

    Gibt es gemeinsame Pläne für die Zukunft, vielleicht ein neuer Film?

    Bisher noch nicht, aber ich würde es lieben, noch einmal mit meinen Harry-Potter-Kollegen vor der Kamera zu stehen. Wenn wir uns sehen, reden wir immer darüber, dass wir unbedingt was zusammen machen müssen, aber bisher hat es zeitlich einfach noch nicht funktioniert.

    Was sind Ihre aktuellen Projekte?

    Ich habe gerade eine TV-Show für die BBC in der Karibik fertiggestellt, was eine spannende Zeit war. In zwei Wochen geht es dann nach Südafrika, für eine weitere BBC-Show namens "Bluestone 42". Im Moment ist viel los, was auf der einen Seite toll ist, da ich viel erlebe, aber auch anstrengend, weil ich meine Freunde und Familie eine gefühlte Ewigkeit nicht gesehen habe. Aber ich liebe meine Arbeit und freue mich besonders auf einen Film, den ich im kommenden Jahr drehen werde.

    Sie sind nicht nur auf der Leinwand zu sehen, sondern auch im Theater. Könnten Sie sich vorstellen, wie Ihr Kollege Daniel Radcliffe auf der Bühne blankzuziehen?

    Ganz ehrlich? Niemals. Das kann ich der Öffentlichkeit nicht antun.

    Man soll niemals nie sagen!

    Okay, ich lasse es mir noch mal durch den Kopf gehen. (lacht)

    Heute haben Sie einen Interviewtermin nach dem anderen. Behält man da noch den Überblick?

    Ich habe gar nicht erst nachgefragt, was heute alles ansteht. Ich lass das lieber auf mich zukommen und versuche, mich zu entspannen. Ich habe eben nur mitbekommen, dass wir gleich Mittag essen gehen und ich heute Abend noch eine Ansprache halten muss. Je weniger ich weiß, desto relaxter bin ich.

    Wenn es doch mal zu stressig wird, was machen Sie dann?

    Alles, was mit Sport zu tun hat. Sobald ich Zeit habe, gehe ich ins nächstgelegene Fitnessstudio und trainiere. Alles, was du aktiv mit deinem Körper machen kannst, probiere ich aus. Ich schaue mir auch gern Sportveranstaltungen an – live oder am Bildschirm. Mit Freunden zocke ich für mein Leben gern Videospiele, vor allem Fußball. So komme ich am besten nach einem stressigen Tag wieder runter.

    Wenn Sie einen eigenen Film drehen könnten, wie würde dieser aussehen?

    Wow, ich wäre auf jeden Fall dabei! Um ehrlich zu sein, gibt es da schon ein Buch – wovon ich Ihnen aber nichts erzählen kann, da es topsecret ist. Ein Freund hat es geschrieben, und wir arbeiten gerade an der Verfilmung. Das wird aber wahrscheinlich ein Weilchen dauern, da wir beide ziemlich faul sind. (lacht) Aber wir werden es machen – ein fantastischer Thriller. Die Zuschauer können sich auf eine sehr ineinander verwobene Geschichte freuen. Keiner weiß, welcher Figur zu trauen ist und welcher nicht, bis zum Ende wird man sich fragen, was da eigentlich passiert – einfach brillant, oder?

    Auf jeden Fall. Damit der Film perfekt wird, solltet ihr nach Deutschland kommen und den Film hier drehen!

    Ja, mit deutscher Unterstützung werden wir dann sogar pünktlich fertig.

    Geht es morgen schon wieder zurück nach England?

    Übermorgen geht es zurück nach Hause zu meiner Familie. Ich kann nicht glauben, wie lange ich sie alle schon nicht mehr gesehen habe. Morgen den Tag werde ich noch nutzen, um mehr von Köln zu sehen. Das wird bestimmt großartig. Ich bin ein echter Fan von Deutschland und möchte unbedingt noch ein Fußballspiel sehen.

    Das Gespräch führte Lisa Lubberich

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