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Mainz

Neuer Hauptsitz in Mainz ist Symbol für Marke Schott

Der gerade eingeweihte Neubau der Solar-Tochter macht die Unternehmensphilosophie von Schott sichtbar. Nach 18 Monaten Bauzeit wurde die neue Zentrale von Schott Solar ihrer Bestimmung übergeben.

Der neue Hauptsitz.
Der neue Hauptsitz.
Foto: Schott

Mainz – „Kein Funktionsbau, sondern ein Symbol für die Marke Schott", das ist für Udo Ungeheuer, Vorstandschef der Mainzer Schott AG, der neue Hauptsitz der Konzerntochter Schott Solar. Gestern wurde der Neubau in der Hattenbergstraße im Beisein von 100 geladenen Gästen seiner Bestimmung übergeben. Rund 100 Mitarbeiter von Schott Solar aus dem bayerischen Alzenau werden hier ihrer Arbeit nachgehen. Insgesamt stehen 4000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche zur Verfügung.

Die fünfgeschossige Unternehmenszentrale mit der halbrunden Fassade und den vorgehängten 1000 Quadratmeter Glas verdeutlicht, für was Schott Solar steht. In die Fassade sind 82 Solarmodule integriert und erzeugen Strom. Sie sind semi-transparent, lassen Tageslicht einfallen, schützen aber gleichzeitig vor thermischer Aufheizung der Eingangshalle. Auf dem Dach sorgt eine 26-Kilowatt-Solaranlage für Strom. Den aktuellen Ertrag beider Anlagen zeigt dort ein großes Display. Zudem sind aber noch weitere Schott-Produkte in den Bau eingeflossen. Brandschutzglas verhindert, dass im Falle eines Feuers Flammen aus der Eingangshalle oder den innen liegenden Galerien auf die Bürozonen übergreift. Auf dem Boden leuchtet blau gefärbtes Flachglas

Ministerpräsident Kurt Beck bezeichnete das Gebäude als „Zeichen für die innovative Kraft von Schott".

Den „unternehmerischen Mut, mit dem der größte industrielle Arbeitgeber in Mainz in die Stadt investiert", zollte Oberbürgermeister Jens Beutel Respekt. Mit der Ansiedlung von Schott Solar stärkt der Konzern laut Vorstandschef Ungeheuer die Vernetzung mit der Konzernzentrale und den hiesigen Forschungseinrichtungen wie dem Otto-Schott-Forschungszentrum. „Wir haben zwischen 2000 und 2010 knapp 500 Millionen Euro am Standort Mainz investiert", erneuerte er sein Bekenntnis zur rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Und hatte auch gleich noch eine gute Nachricht parat: Die Auftragseingänge hätten sich deutlich erhöht, Umsatz und Gewinn legten kräftig zu. „Das am 30. September zu Ende gehende Geschäftsjahr werden wir ausgesprochen positiv abschließen." Zu diesem Wachstum habe auch die Solarsparte beigetragen. Die reduzierte Einspeisevergütung für Solarstrom sowie der härter werdende internationale Wettbewerb könnte diesen Trend 2011 jedoch stoppen, deutete Ungeheuer an.

Vom weltweiten Wachstum der Solarindustrie möchte sich der Vorstandschef von Schott Solar, Martin Heming, eine dicke Scheibe abschneiden. Der Grundstein dazu sei gelegt. In den vergangenen Monaten habe das Unternehmen seine Kosten reduziert und damit die Basis geschaffen. Als nächster Schritt folge nun der Umzug nach Mainz. Die Mitarbeiter, die in die Gebäude einziehen sind in Marketing, Vertrieb und Management angesiedelt.

Sabine Jakob

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