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    Räuber wollte ins Gefängnis – Haftstrafe

    Er wollte nur ins Gefängnis: Weil ein 44- Jähriger deshalb eine Videothek überfiel und einer Frau ein Messer an die Kehle hielt, muss der Mann aus Bingen nun wirklich für dreieinhalb Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Mainz verurteilte ihn am Donnerstag wegen erpresserischen Menschenraubs und versuchten Raubes. Die Richter glaubten den Angaben des Mannes...

    Mainz - Er wollte nur ins Gefängnis: Weil ein 44- Jähriger deshalb eine Videothek überfiel und einer Frau ein Messer an die Kehle hielt, muss der Mann aus Bingen nun wirklich für dreieinhalb Jahre hinter Gitter.

    Das Landgericht Mainz verurteilte ihn am Donnerstag wegen erpresserischen Menschenraubs und versuchten Raubes. Die Richter glaubten den Angaben des Mannes zu seinem Motiv: "Es war wahrscheinlich ein Hilferuf mit dem Ziel, freie Kost und Logis in der Haft zu bekommen." Sie ordneten zudem an, den bei der Tat stark alkoholisierten Mann in einer Entziehungsklinik unterzubringen.

    Der 44-Jährige hatte Anfang Oktober 2009 mit einem Klappmesser bewaffnet die Videothek überfallen. Weil die Kassiererin laut Anklage nicht sofort auf den Räuber reagierte, packte dieser eine Kundin und hielt ihr die Waffe an den Hals. Ein anderer Videothekbesucher konnte den Täter aber überwältigen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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