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Babys

Ein Jahr lang hat der französische Dokumentarfilmer Thomas Balmès vier Babys in verschiedenen Teilen der Welt begleitet – von der Geburt bis zu den ersten Schritten. Baby Hattie aus Kalifornien ist eine der kleinen "Darstellerinnen". Das Mädchen lebt mit seinen Eltern in Oakland bei San Francisco. "Die Kamera war die meiste Zeit ganz dicht auf das Baby gerichtet", erzählte Hatties Mutter, die 41-jährige Susie Wise, im Interview. "Es ging absolut nicht um die Eltern."

Die kleine Hattie aus Oakland in Kalifornien gehört zu den vier kleinen Hauptdarstellern des Dokumentarfilms von Thomas Balmès.
Die kleine Hattie aus Oakland in Kalifornien gehört zu den vier kleinen Hauptdarstellern des Dokumentarfilms von Thomas Balmès.
Foto: Verleih

Ein Jahr lang hat der französische Dokumentarfilmer Thomas Balmès vier Babys in verschiedenen Teilen der Welt begleitet – von der Geburt bis zu den ersten Schritten. Baby Hattie aus Kalifornien ist eine der kleinen "Darstellerinnen". Das Mädchen lebt mit seinen Eltern in Oakland bei San Francisco. "Die Kamera war die meiste Zeit ganz dicht auf das Baby gerichtet", erzählte Hatties Mutter, die 41-jährige Susie Wise, im Interview. "Es ging absolut nicht um die Eltern".

Hatten Sie keine Bedenken, ihr neugeborenes Baby den Kameras und damit den Kinozuschauern in aller Welt zu präsentieren?

Susie Wise: Anfangs dachten wir, dass es nur ein kleiner französischer Film ist, der in Paris gezeigt wird. Da haben wir leicht zugesagt. Erst viel später wurde uns klar, dass dieser Film auf riesiges Interesse stößt, wir wurden sogar in die Oprah-Winfrey-Talkshow eingeladen. Ich glaube, der Film ist so erfolgreich und faszinierend, weil er auf ganz unkonventionelle Art ein universal beliebtes Thema aufgreift und uns die Welt dieser kleinen Geschöpfe vorführt, das ist einfach cool.

Die Kinder in Namibia und der Mongolei wachsen ganz anders auf als die Babys in Tokio und San Francisco. Gibt der Film ein neutrales Bild wieder?

Susie Wise: Anfangs hatte ich Sorgen, dass wir vielleicht materialistisch und weniger sympathisch erscheinen als die Familien in der Mongolei und in Namibia. Die erste Szene, in der man Hattie sieht, wurde bei einer Untersuchung im Krankenhaus gedreht. Wir leben halt in einer Welt mit intensiver medizinischer Versorgung. Allerdings wurde Hattie bei uns im Haus mit Hilfe einer Hebamme geboren, nur gab es davon kein brauchbares Filmmaterial. Mancher mag dem Film vorwerfen, dass die beiden Babys in den Entwicklungsländern in einem besseren Licht erscheinen, aber ich stimme dem nicht zu. Die Filmemacher wägen das gut ab. Einige Dinge im Leben der Babys sind recht unterschiedlich, andere absolut ähnlich.

Gibt es eine Szene mit Hattie, die Ihnen besonders gut gefällt?

Susie Wise: Ich liebe den Moment, als sie einfach nur am Türrahmen in der Küche sitzt und zuguckt, wie die Katze rein und raus läuft. Sie beobachtet jeden Schritt und nimmt jede Bewegung neugierig auf. Da war kein teures Spielzeug nötig, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das macht für mich den Reiz des Films aus, man lehnt sich zurück und beobachtet, wie die Babys ihre Welt sehen und entdecken. Davon können wir alle lernen.

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