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    Worauf Fußballfans noch so schwören

    Wir haben uns im Internet und auf der Straße umgehört, wie abergläubisch Fußballfans wirklich sind und welche Rituale, Marotten und Glücksbringer sie haben. Hier eine Auswahl.

    Andreas Kaul (Username: @kaul_mz) lässt uns über den Micro-Blogging-Dienst Twitter wissen, dass er beim Halbfinalspiel der deutschen Elf gegen Europameister Spanien auf derselben Sofaecke wie bei den Spielen gegen Australien, England und Argentinien sitzen wird. „Mit anderen Worten: Spanien müsste schon fünf Tore schießen."

    Ingmar Wolfram Jaschok übernimmt eine Taktik aus dem Kuhstall, wie er an die Pinnwand unserer Zeitung bei Facebook schreibt: "Ich sage immer, dass ich nicht allzu hoffnungsvoll bin. Insgeheim denke ich aber nicht im Traum daran, dass wir ausscheiden... Das hab ich aus dem Melkstand, wo ich immer insgeheim hoffe dass die Kühe nicht "abkoten" aber nie vor der letzten Kuh sagen würde "Guck, heute hat keine geschissen"... (erfahrungsgemäß passiert es dann immer)."

    Ganz schnörkellos handhabt es Patrick „@thesplinter_“. Bei der Deutschlandhymne legt er einfach die Hand auf Brust, singt jedoch nicht mit. Dazu spult er auf der Arbeit ein immergleiches Programm ab. Er notiert "Masterplan" und den Namen des Gegners auf einem Flipchart und ergänzt das um Aufstellung und Taktik. Nicht verraten hat er, ob das dann per WebCam nach Südarfika übertragen wird.

    Sebastian Arndt (Username: @Sarndt79) hält es so wie viele andere Fans: „Das Trikot aus den Spielen gegen Ghana, England und Argentinien wird ungewaschen (!) getragen“. Für ihn ist das ein Muss. Das Trikot, das er beim der Niederlage gegen Serbien getragen hat, habe er hingegen längst „ausgemustert“.

    Twittererin @Orthogravieh setzt hingegen auf ein gewisses Äußeres: Die Fußnägel werden in Schwarz-Rot-Gold lackiert. Das habe schließlich schon am vergangenen Samstag in der Partie gegen Argentinien wahre Wunder gewirkt!

    Public-Viewing-Verbot hat sich Twittererin Miriam (@BwusstMimi) auferlegt: "So lange ich arbeite oder zu Hause gucke geht es weiter...." Das ist die Lehre aus 2006: Da war sie einmal beim Rudelgucken - und es ging schief.

    Udo-Thomas Hof aus Neuwied ist ein Fußballfan durch und durch. Neben seinem Deutschland-T-Shirt trägt er bei der WM stets die gleiche Kopfbedeckung: „Ich habe die Mütze gesehen und musste sie haben. Seitdem bringt sie den Deutschen Glück.“ Und wie war das mit dem Spiel gegen die Serben (Deutschland verlor 0:1)? „Das war ja auch kein wichtiges Spiel!“, sagt der Neuwieder nach einigen Sekunden Bedenkzeit. Gegen Ghana, England und Argentinien hat der Aberglaube aber wieder an Fahrt gewonnen.

    Kevin Emmerich aus Neuwied spielt selbst Fußball und weiß, dass auf dem Feld beten und hoffen nichts nützt. Aber ein Ritual hat der zehnjährige Neuwieder trotzdem: „Ich sage immer vor dem Spiel: ,Deutschland wird Weltmeister.’ Das wirkt vielleicht.“

    Auch die 13-jährige Selina Friedrich ist im Fußballfieber. Bei dieser Weltmeisterschaft hat sie ein Ritual: Zum Public Viewing der Deutschland-Spiele hängt die junge Neuwiederin sich eine schwarz-rot-gelbfarbene Halskette um und hält sich mit ihren Freundinnen an den Händen. Der Körperkontakt hat etwas Verbindendes und Beruhigendes. „Aber Weltmeister werden wir, weil wir einfach die beste Mannschaft sind“, sagt sie selbstsicher. (dmk/stt)  

    Fans schwören auf die vermeintlich Glück bringenden Rituale
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