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    Bacharach

    Im Reich der Inselweine: Bei Bacharach liegt ein kleines Paradies

    Es gibt sagenhafte Orte, die angeblich nur alle 100 Jahre aus dem Wasser auftauchen. So rar macht sich die Rheininsel bei Bacharach nicht, und doch ist ein Besuch auf Heyles’en Werth ein ebenso bezauberndes wie exklusives Ereignis.

    Auf der Insel Heyles'en Werth reift ein besonderer Wein.
    Auf der Insel Heyles'en Werth reift ein besonderer Wein.
    Foto: Werner Dupuis

    Ingo Lips

    Seit mehr als 200 Jahren in Familienbesitz, hat erst Friedrich Bastian – der achte in der Ahnenreihe von Weingutbesitzern gleichen Namens – das Eiland behutsam der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    Zwei Termine im Rahmen der Veranstaltungsreihe Mittelrhein-Momente bieten im Sommer die Gelegenheit, das Reich der Inselweine zu entdecken. Hier reift eine echte Rarität. Anders als der mittelrheintypische Riesling in den Schiefer-Steillagen wurzeln die Reben auf Heyles’en Werth in sandigem Boden. Die besondere Lage im Rhein mit konstanten klimatischen Bedingungen definiert einen markanten Terroir.

    Zum Inselerlebnis gehört aber auch immer ein Schuss Romantik. Das spürt vor allem, wer von den zerklüfteten Felsen der Südspitze seinen Blick an Land wandern lässt, wo die Stahleck über der Silhouette Bacharachs thront. Hier hätten William Turner und Co. wohl gern ihren Skizzenblock ausgepackt – wenn sie denn nur die Möglichkeit dazu gehabt hätten.

    Und wenn in lauer Sommernacht Lieder ans Ohr der Besucher dringen, die die Schönheit des Rheins besingen, hat das ebenfalls mit dem Winzer zu tun. Friedrich Bastian ist ein in München ausgebildeter Bariton – und der Kunstgenuss macht das vinologisch-kulinarische Inselfest zum vollendeten Dreiklang.

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