Archivierter Artikel vom 13.04.2012, 10:11 Uhr

Das Bundesliga-Rechtepaket

Die Deutsche Fußball Liga DFL hat insgesamt 15 Interessenten zur Teilnahme an der TV-Rechtevergabe für die Fußball-Bundesliga zugelassen.

Die Übertragungsrechte gelten von der Saison 2013/14 bis Ende 2016/17. In einem komplexen Verfahren geht es um Verwertungen (Liveberichte, Zusammenfassungen) für die Bereiche Bezahl- und freies TV sowie neue Medien mit maximal 19 Paketen und sechs Paketbündel. Die ausgeschriebenen Live-Rechte im Pay TV sind unterteilt in Fernsehen, Internet-Fernsehen sowie Web-TV und mobile Anwendungen. Auf Basis der vorliegenden Gebote trifft der Ligavorstand im Kern eine Entscheidung darüber, wer künftig wann und wo live oder in einer Zusammenfassung über die Bundesliga berichten darf. Aus der Versteigerung dürfte die DFL deutlich mehr Geld erlösen als bisher. Es kursieren zurzeit Summen von rund einer halben Milliarde Euro pro Saison. Derzeit nimmt die DFL im Schnitt 412 Millionen Euro jährlich ein. Davon entfallen rund 250 Millionen Euro auf das Bezahlfernsehen. Hier macht die Deutsche Telekom dem derzeitigen Rechteinhaber Sky Deutschland Konkurrenz. Ein Höchstbietender erhält automatisch den Zuschlag, wenn sein Angebot das zweithöchste um mindestens 20 Prozent übersteigt. Außerdem geht es bei der Auktion um die Zukunft der Sportschau. Eine Sportschau wäre im Internet möglich, nachdem das Kartellamt einem solchen Vermarktungsmodell zugestimmt hat. Sollte ein Internetanbieter den Zuschlag erhalten, wäre das Ende der ARD-Sportschau am Samstag besiegelt.